Eisen allein reicht nicht

Weitere Nährstoffe für die Blutbildung

Bei der Blutbildung ist es wie bei einem raffinierten Kochrezept. Eisen ist gewissermassen die Hauptzutat. Doch um rote Blutkörperchen zu bauen, braucht unser Körper noch weitere Nährstoffe. Auf die folgenden Zutaten dürfen wir ebenfalls nicht verzichten:

Blattsalat mit Randen und Broccoli
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Folsäure zur Blutbildung

Zur Bildung von roten Blutkörperchen braucht der Körper nicht nur Eisen, sondern auch Folsäure. Ohne sie kann es trotz guter Eisenversorgung zu einer Blutarmut kommen!

Menschen, die oft Alkohol trinken, sind besonders gefährdet. Doch auch die Pille zur Verhütung ist ein Folsäure-Räuber. In der Schwangerschaft kann Folsäuremangel zu gravierenden Wirbelsäulenschäden beim Kind führen. Egal in welcher Lebenslage: Wir sollten uns immer gut mit Folsäure versorgen! Dankenswerterweise ist Folsäure in grösseren Mengen auch in Lebensmitteln enthalten, die gute Eisenquellen sind, wie etwa Haferflocken und Bohnen. Ergänzen Sie Ihren Speiseplan regelmässig durch weitere Folsäurequellen wie frischen Feldsalat, Spinat, Grünkohl und Brokkoli. Was grün ist, hat meist auch ordentlich Folsäure an Bord.

Eisenhaltige Lebensmittel
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Mit Vitamin B12 gegen Blutarmut

Damit unser Knochenmark Blut bilden kann, müssen sich Zellen teilen. Das funktioniert aber nur mit Vitamin B12. Bei einem Mangel kommt es zu einer speziellen Anämie: Es kursieren weniger rote, dafür aber übergrosse Blutkörperchen im Blut. Insgesamt gibt es zu wenig Hämoglobin. Eine B12-Anämie ist kein Spass. Wird nicht gegengesteuert, kann sie auch dazu führen, dass weisse Blutkörperchen abgebaut werden. Das schwächt das Immunsystem. Vitamin B12 steckt in tierischen Produkten. Menschen, die sich vegan ernähren, sollten B12-Präparate aus der Apotheke nutzen. Aber auch eine Magenschleimhautentzündung oder eine Magenoperation können dazu führen, dass der Körper das Vitamin B12 aus der Nahrung nicht so gut aufnehmen kann. Lassen Sie sich in einem solchen Fall vom Arzt beraten.

Lebensmittel mit Vitamin D
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Mit Vitamin D Anämie vorbeugen

Das Sonnenvitamin stärkt die Knochen und das Immunsystem. Doch eine Studie des Johns Hopkins Children's Center in den USA zeigt darüber hinaus: Kinder mit niedrigen Vitamin-D-Werten unter 20 ng/ml haben ein um 50 Prozent höheres Risiko, eine Anämie zu entwickeln, als gut versorgte Kinder. Warum das so ist, wurde nicht geklärt. Möglicherweise liegt es daran, dass ein Vitamin-D-Mangel den Knochen allgemein schadet, vielleicht also auch ihrer Fähigkeit, Blut zu bilden. Wer vorsorgt, ist jedenfalls auf der sicheren Seite. Von März bis September täglich, mindestens aber dreimal pro Woche, 15 Minuten im Freien aufhalten und dabei eine grössere Hautfläche unbedeckt halten, etwa die Arme. Dann kann die Haut Vitamin D bilden. Im Winter liefern Lachs, Eier und Pilze zusätzliches Vitamin D.

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Diese Lebensmittel und Medikamente stören die Eisenaufnahme

Über längere Zeit können Magensäure-Medikamente, sogenannte Antazida, die Aufnahme von Eisen stören. Auch bestimmte Antibiotika (Tetrazykline) haben diesen Effekt, diese werden aber nur kurz eingenommen. Manche Pflanzenstoffe, wie die Tannine im Schwarztee oder die Phytinsäure im Kaffee, senken die Eisenaufnahme ebenfalls. Lassen Sie deshalb immer eine Stunde zwischen der Mahlzeit und dem Genuss dieser Getränke verstreichen. Oxalsäure im Spinat und im Rhabarber ist ebenfalls ein Eisenräuber. In Milchprodukten macht das enthaltende Kalzium dem Eisen Konkurrenz, wenn es um die Aufnahme im Darm geht. Wenn Sie niedrige Eisenwerte haben, achten Sie darauf, entweder einen Eisenfokus oder einen Kalziumfokus bei der Mahlzeit zu setzen. Quark und Linsen zu kombinieren ist für Vegetarier ungünstig.

Wie Sie sich optimal mit Eisen versorgen und was Warnzeichen für einen Mangel sein können, lesen Sie in unserem Ratgeber.

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