Kollagen-Quellen im Check
Bovines, marines oder veganes Kollagen?
Kollagen ist das wichtigste Protein für feste, elastische Haut und gesunde Gelenke: Doch welche Kollagen-Quellen gibt es, wie unterscheiden sie sich und welche können Sie guten Gewissens in Ihren Alltag integrieren?
Tierische Kollagen-Quellen im Vergleich
Kollagen aus tierischen Quellen besteht meist entweder aus Rind («bovine») oder Meerestieren («marine»). Welche Variante dabei die bessere ist, hängt immer auch vom Ziel ab, das Sie durch zugeführtes Kollagen erreichen möchten. In unserem Körper gibt es unterschiedliche Kollagen-Typen, die entweder Haut, Haaren und Nägeln oder auch der Gelenkfunktion zugutekommen.
1. Marines Kollagen
Marines Kollagen wird häufig aus der Haut von Fischen gewonnen. Damit es von unserem Körper leichter aufgenommen werden kann, wird das Kollagen in kleinere Bestandteile, die sogenannten Peptide, zerteilt. Marines Kollagen ist reich an Typ-1-Kollagen, das in Haut, Knochen und Bändern vorkommt. Auch Typ-2-Kollagen, das sich positiv auf die Gelenke und die Augengesundheit auswirken kann, ist im «Meereskollagen» enthalten. Kollagen aus Fisch gilt generell als umweltfreundlicher als sein Verwandter aus Rind, da es aus Nebenprodukten der Fischindustrie gewonnen werden kann. Es erfordert oft mehr Verarbeitung als bovines Kollagen und kann deshalb etwas teurer sein.
2. Bovines Kollagen
Kollagen aus Rind wird meist aus Haut, Knochen und Knorpeln gewonnen. Es enthält überwiegend Typ-1- und Typ-3-Kollagen, die beide im Körper sehr häufig vorkommen und eine grosse Rolle bei der Elastizität der Haut spielen. Aber auch Muskeln und Knochen werden durch die Typen 1 und 3 unterstützt. Beide Kollagen-Typen ergänzen sich Studien zufolge sehr gut. Wer neben der Hautgesundheit auch Wert auf Muskelwachstum legt, ist mit bovinem Kollagen besser bedient als mit seinen Alternativen. Im Handel ist es häufig auch etwas günstiger. Wer sich jedoch vegetarisch oder vegan ernährt, greift natürlich lieber zu Alternativen. Auch wenn Ihnen Nachhaltigkeit und Tierschutz grosse Anliegen sind, sollten sich über pflanzliche Produkte mit ähnlicher Wirkung informieren.
Vegetarische und vegane Alternativen: Was ist dran?
Vorweg sei gleich gesagt: Es gibt streng genommen kein pflanzliches Kollagen. Kollagen ist ein Bestandteil des tierischen (und menschlichen) Körpers und kommt in Pflanzen nicht vor. Das heisst jedoch nicht, dass durch pflanzliche Präparate die körpereigene Kollagen-Produktion nicht angeregt werden kann. Vegetarische und vegane Kollagen-Präparate enthalten die Aminosäuren, die auch in Kollagenpeptiden vorkommen, unter anderem Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Auch Vitamin C, das die Kollagen-Produktion anregt, sowie Zink sind oft beigemischt.
Die Effekte sind – wie auch bei tierischen Kollagen-Präparaten – nicht vollständig wissenschaftlich belegt. Bei einer regelmässigen Einnahme über einen längeren Zeitraum hinweg und als Ergänzung zu einer gesunden Ernährung berichten viele Nutzer jedoch von einem positiven Einfluss auf Haut und Gelenke.