Ihren Füssen zuliebe:

Die medizinische und kosmetische Fusspflege

Wenn der Schuh drückt, der Zehennagel schmerzt oder der Lack splittert, nehmen wir gerne professionelle Hilfe in Anspruch. Wie sich die Methoden der Fusspflege unterscheiden und wann sich welche Behandlung eignet, erfahren Sie hier. 

Mutter und Tochter machen eine Pediküre.
Foto: Getty Images

Die kosmetische Fusspflege oder Pedicure

Die kosmetische Fusspflege dient hauptsächlich der Verschönerung der Füsse und der Erhaltung der Fussgesundheit. Sie ergänzt die reguläre Fusspflege, die Sie zu Hause machen können. Bei der Pedicure werden die Füsse gereinigt und gepflegt und die Nägel nach Wunsch lackiert und dekoriert.

Das beinhaltet eine klassische Pedicure

Die kosmetische Fusspflege ist ein echtes Wohlfühl-Erlebnis. Folgende Behandlungen sind in der Regel in einer Pedicure enthalten:

  • Fussbad
  • Reinigung der Füsse
  • Hornhautentfernung
  • Bearbeitung der Nagelhaut
  • Schneiden, Feilen und Lackieren der Zehennägel
  • Eincremen und Massieren der Füsse

Die medizinische Fusspflege oder Podologie

Die medizinische Fusspflege geht über die Ästhetik hinaus. Sie befasst sich zum Grossteil mit der Gesundheit der Füsse. Zwar gehört die Pflege der Nägel und Füsse auch dazu, zusätzlich werden aber auch Beschwerden am Fuss behandelt. Podologinnen und Podologen müssen in der Schweiz eine dreijährige Ausbildung abschliessen. Bei Hühneraugen, Warzen oder schmerzenden Druckstellen ist eine podologische Behandlung zu empfehlen. Spätestens, wenn Sie chronische Fussbeschwerden haben, sollten Sie einen Podologen zu Rate ziehen.

Das beinhaltet eine podologische Behandlung

Zusätzlich zur kosmetischen Fusspflege bieten Podologen eine Reihe medizinischer Behandlungen an:

  • Nagelbehandlungen
  • Künstlicher Nagelersatz und Nagelprothesen
  • Behandlung von Fuss- und Nagelpilzen
  • Abtragen von Schwielen
  • Behandlung von Schrunden (Rissen in der Hornhaut)
  • Entfernung von Warzen und Hühneraugen
  • Entlastungs- und Schutzverbände und Zehenkorrekturen (zum Beispiel bei Hallux Valgus oder Hammerzehe)

Bei folgenden Beschwerden kann der Hausarzt eine Behandlung beim Podologen verschreiben:

Diabetes

Bei Diabetikern besteht das Risiko für das diabetische Fusssyndrom, welches mit schlecht heilenden Fusswunden einhergeht. Der hohe Blutzuckerspiegel kann Schädigungen an den Nerven sowie Durchblutungsstörungen verursachen, was wiederum zu einer trockenen, rissigen und auf Verletzungen anfälligere Haut führen kann. Auch das Entfernen der Hornhaut sollte daher sehr sanft erfolgen.

Übermässige Hornhautproduktion

Die Hornhaut schützt den Fuss vor Verletzungen. Wird sie jedoch übermässig produziert, verdickt sich die Hautschicht am Fuss. Die sogenannte Hyperkeratose kann nicht nur ein kosmetisches, sondern auch ein medizinisches Problem darstellen. Ab einer gewissen Dicke kann die Hautschicht einreissen und zu schmerzhaften offenen Wunden führen, in welche Bakterien eindringen können. In einer podologischen Behandlung wird die Hornhaut fachgerecht behandelt.

Eingewachsene oder einrollende Fussnägel

Wenn die Nagelkanten in die Haut eindringen (durch zu enges Schuhwerk oder sich einrollende Zehennägel), können schmerzhafte Entzündungen entstehen. Ein Podologe kann Ihnen helfen, den Nagel fachgerecht zu schneiden, eine Nagelspange zu befestigen oder einen schützenden Verband anzubringen.

Die Fussnägel von einer Dame werden Lackiert.
Foto: Getty Images

So erkennen Sie Fuss- und Nagelpilze  

Fusspilz

Fusspilze sind Hautpilze, die im feuchten Umfeld von Schuhen und Socken entstehen. Sie sind sehr ansteckend und werden oft durch Bodenkontakt übertragen, zum Beispiel im Schwimmbad oder in öffentlichen Saunas. Meistens beginnt die Infektion zwischen den Zehen, begleitet von starkem Juckreiz. Dann beginnt die Haut nass zu werden, einzureissen, abzuschuppen und sich zu röten. Je nach Schweregrad wird der Fusspilz mit pilzabtötenden Cremes, Gels, Salben, Puder oder Tabletten behandelt.

Nagelpilz

Oft handelt es sich beim Nagelpilz um einen verschleppten Fusspilz, der die Zehennägel infiziert hat. Die Nägel sehen matt aus, verfärben sie sich erst weisslich, dann gelb oder braun. Auch ihre Struktur verändert sich: sie werden dicker, porös und brüchig. Zudem wird das Nagelbett zunehmend empfindlich und schmerzt schon bei leichtem Druck. Ein Podologe kann Nagelpilze mit medizinischem Nagellack, Tabletten oder Laser behandeln.

Jemand bekommt eine Zehenmassage.
Foto: Getty Images

Mit welchen Methoden Sie im Alltag Ihre Füsse pflegen können, lesen Sie in unseren Tipps

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