Chemie, nein danke!

So erkennen Sie Naturkosmetik und Bio Kosmetik

Wer auf seine Gesundheit achten und Rücksicht auf die Umwelt nehmen möchten, setzt auf Naturkosmetik. Doch wie erkennt man natürliche Produkte? Worin unterscheiden sie sich von herkömmlicher Kosmetik? Und ist Naturkosmetik automatisch Bio Kosmetik?

Eine Frau cremt ihr Gesicht ein
Foto: Getty Images

Was spricht gegen herkömmliche Kosmetik?

Einerseits belastet die Herstellung herkömmlicher Kosmetik die Umwelt, andererseits sollen gewisse darin enthaltene synthetische Stoffe gesundheitsschädigend sein. Wichtige Kritikpunkte:

· Parabene sollen im Körper wie Hormone wirken und werden mit Unfruchtbarkeit, Diabetes und Krebs in Verbindung gebracht. 

· Duftstoffe können Allergien auslösen.

· Durch Tenside verliert die Haut ihre Schutzfunktion und wird durchlässiger für Schadstoffe.

· Für die Kosmetik-Herstellung wird oft Erd- oder Palmöl verwendet. Die hohe Nachfrage schädigt die Umwelt.

· Über die Kosmetik gelangt Mikroplastik ins Abwasser und so in die Natur.

Was ist Naturkosmetik?

Die Antwort scheint auf der Hand zu liegen: Naturkosmetik basiert auf natürlichen Inhaltsstoffen und enthält keine Chemie. Der Begriff ist jedoch rechtlich nicht eindeutig definiert und geschützt. Theoretisch kann also jeder seine Creme grün verpacken und als natürlich anpreisen. Und auch wenn auf einem Shampoo steht «mit Aloe Vera» kann es synthetische Stoffe enthalten.

Naturkosmetik am Gütesiegel erkennen

Am einfachsten erkennen Sie Naturkosmetik am Gütesiegel auf der Verpackung. Die verbreitetsten Zertifikate sind BDIH, NaTrue, Ecocert, Demeter, ICADA und seit 2017 auch Cosmos. 

Jedes Siegel hat seine eigenen Anforderungen an die erlaubten Inhaltsstoffe und deren Anbau. Grundsätzlich enthält zertifizierte Naturkosmetik weder künstliche Farb- und Duftstoffe noch umweltbelastende Inhaltsstoffe.

Naturkosmetik heisst nicht Bio Kosmetik

Naturkosmetik bedeutet nicht automatisch, dass alle Inhaltsstoffe aus biologischer Produktion stammen. Jedoch haben zertifizierte Labels strenge Richtlinien bezüglich des Anbaus der Inhaltsstoffe. 

Finden Sie auf einem Produkt das Cosmos-Siegel, ist Bio Kosmetik leicht zu erkennen. «Cosmos Natural» bedeutet Naturkosmetik. Produkte, bei denen zusätzlich 95% der pflanzlichen Bestandteile aus der Öko-Landwirtschaft stammen, werden mit «Cosmos Organic» gekennzeichnet. 

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Naturkosmetik selbst herstellen

Wer es gerne ganz natürlich mag, kann sanfte Naturkosmetik auch selber machen. Hier finden Sie zwei Rezepte zur Inspiration. 

Fruchtiges Körperpeeling mit Salz

Salz, vor allem das etwas gröbere Meersalz, ist ideal für ein reinigendes Körperpeeling. Zusammen mit einem pflegenden Öl und etwas Orangensaft wird daraus eine fruchtige Erfrischung für die Haut.

Sie brauchen zwei Esslöffel Meersalz, einen Esslöffel Sonnenblumen-, Sesam- oder Olivenöl und eine Orange.

Pressen Sie die Orange aus zu frischem Orangensaft. Mischen Sie nun das Salz mit dem Öl und geben Sie so lange Orangensaft hinzu, bis das Peeling die gewünschte Konsistenz erreicht – fertig ist die Naturkosmetik.

Tragen Sie das Meersalzpeeling in kreisenden Bewegungen auf die Haut auf und lassen Sie es einwirken. Anschliessend spülen Sie es gut mit Wasser ab.

Hand- und Hautcreme mit Rüebli und Apfel

Eine All-in-One-Creme, welche die Hände, das Gesicht und den ganzen Körper pflegt, lässt sich ohne grossen Aufwand herstellen – vegan und zu 100% natürlich.

Sie benötigen 100 Gramm Kokosfett, 25 Gramm Rüebli, 25 Gramm Apfel und vier getrocknete Rosenblüten.

Raspeln Sie Rüebli und Apfel fein und hacken Sie die Rosenblüten grob. Schmelzen Sie nun das Kokosfett in einem Topf und geben Sie Rüebli, Apfel und Rosenblüten hinzu. Erhitzen Sie das Gemisch etwa eine halbe Stunde ohne es zu kochen. Danach giessen Sie es durch ein feines Sieb und füllen es in eine wärmebeständige Dose oder in ein Glas.

Im Kühlschrank ist die sanfte Naturkosmetik etwa zwei Monate haltbar.

Eine Creme
Foto: Getty Images

Die verbreitetsten Naturkosmetik-Labels stellen wir hier vor.

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