Umziehen mit Kindern und Haustieren
So gestalten Sie den Ortswechsel angenehmer
Für Ihre Liebsten ist ein Wechsel der Wohnumfeldes eine aufregende Sache. Kinder reagieren oft sensibel auf den Verlust ihres gewohnten Umfeldes und auch Tiere sollten darauf gut vorbereitet werden. Ruhe und Verständnis ist für alle Seiten wichtig.
Sprechen Sie mit Kindern früh über das bevorstehende Ereignis. Je nach Alter nehmen sie die Veränderung unterschiedlich wahr und brauchen Zeit, sich darauf einzustellen. Auch negativ erscheinende Folgen sollten auf keinen Fall verheimlicht werden. Besprechen Sie, was ein Schul- oder Kindergartenwechsel bedeutet und welche Möglichkeiten es gibt, mit alten Freunden auch vom neuen Wohnort aus Kontakt zu halten.
Kinder einbeziehen
Damit die Kinder eine Vorstellung vom neuen Heim bekommen, sollten Sie sie zur Besichtigung mitnehmen. Beschreiben Sie möglichst bildhaft, wie das Leben im neuen Haus aussehen wird und welche Vorteile es mit sich bringt. Ein grösseres Zimmer mit neuen Möbeln oder ein Garten mit Platz für eine Schaukel helfen oft, den Trennungsschmerz zu mildern.
Altersabhängig können Kinder auch Arbeiten beim Umzug übernehmen. Sie helfen, ihr Spielzeug einzupacken, Kartons zuzukleben und zu beschriften, Regale gemeinsam ab- und aufzubauen und vieles mehr. Wecken Sie so die Begeisterung für die positive Veränderung.
Der Zeitpunkt ist entscheidend
Die beste Zeit, um mit Kindern umzuziehen, sind die Ferien. Besonders die langen Sommerferien sind empfehlenswert. Ungünstige Momente sind, wenn Feiern oder Wettbewerbe anstehen, die die Kinder durch den Umzug nicht mehr miterleben können.
Der Abschied sollte wie ein Fest begangen werden. Vielleicht können Sie eine Abschiedsfeier organisieren oder Sie treffen sich noch einmal mit engen Freunden der Kinder. Besprechen Sie, wie der Kontakt nach dem Umzug aussehen kann.
Schulen und Kitas bieten den neuen Kindern meist einen Schnuppertag an. Planen Sie dafür Zeit ein.
Auch Haustiere haben Stress
Ob Hunde, Katze oder Kleintiere, die Tiere merken genau, dass etwas anders abläuft als normal. Für Käfigtiere ist der Umzug noch am einfachsten, denn sie verlassen ja ihren gewohnten Käfig nicht. So haben sie ein Teil ihrer vertrauten Umgebung immer bei sich. Am Umzugstag kann die allgemeine Hektik dann doch auch auf die Kleintiere übergehen. Bringen Sie den Käfig so lange zu Verwandten oder Freunden. Geht das nicht, suchen Sie im neuen Heim einen möglichst ruhigen Platz aus. Beim Transport hilft es den Tieren, wenn die Käfige mit einer leichten Decke abgedeckt werden; dabei unbedingt auf ausreichend Luftzufuhr achten!
Hunde steckt die allgemeine Unruhe ebenfalls an, manche haben Angst, dass sie nicht mitgenommen werden. Am besten ist, Sie haben für diesen Tag jemand, der sich um den Hund kümmert. Der Deutsche Tierschutzbund e.V. rät, die Tiere zu bekannten Freunden oder Verwandten zu geben. Ansonsten macht Hunden der Ortswechsel in der Regel wenig aus, solange sie bei ihrem Rudel sind. Sie sind es gewohnt, mit ihren Besitzern unterwegs zu sein.
Katzen sind dagegen Reviertiere und deshalb ist ein Umzug ein tief greifender Einschnitt für sie. Experten empfehlen, die Katze in einem Zimmer der alten Wohnung mit Katzenklo, Körbchen, Futter und Wasser bis zuletzt unterzubringen. Ganz zum Schluss zieht die Katze dann mit ins neue Heim.