Unwiderstehliches Ostergebäck
Schweizer Klassiker und neue Ideen für Ihr Osterfest
Ob feine Osterflädli, aufwendige Ostertaube oder saftige Rüeblitorte: In der Schweiz gibt es viele köstliche Traditionen und mindestens genauso viele kreative Abwandlungen. Erfahren Sie hier, wie Sie sich und Ihren Liebsten das Osterfest versüssen.
Haben Sie es schon als Kind geliebt, wenn zu Ostern der Osterstrauch bunt dekoriert wurde und der Duft nach feinem Gebäck in der Luft lag? Für viele ist Ostern das schönste Fest des Jahres. Besonders Kinder freuen sich auf die Ostereiersuche und nicht zuletzt auf die vielen Leckereien. Consumo nimmt Sie mit auf eine Reise in die Welt des traditionellen Ostergebäcks, aber auch der modernen Abwandlungen und kreativen Ideen, damit Ihr Osterfest kulinarisch ein voller Erfolg wird.
Traditionelles Schweizer Ostergebäck
Das bekannteste Ostergebäck der Schweiz ist der Osterkuchen, früher und je nach Kanton auch Osterfladen genannt. Dass sich das traditionelle Gebäck über die Jahrhunderte durchgesetzt hat – das erste Rezept soll einigen Quellen zufolge aus dem 16. Jahrhundert stammen – liegt sicherlich auch an seiner herrlichen Einfachheit. Die Füllung besteht in der Regel aus Reis oder Griess sowie Eiern, Rahm und Konfitüre. Ergänzt werden die Zutaten je nach Region mit Rosinen, Zitronenabrieb und Mandeln. Als Abwandlung des traditionellen Kuchens schmecken zum Beispiel auch Kakao oder Kirschen in der Füllung. Auch wenn Ihnen im Trubel mit der Familie die Zeit zum Backen fehlt, müssen Sie nicht auf den Osterkuchen verzichten. In fast jeder Bäckerei und Confiserie gibt es die köstlichen Kuchen zu kaufen.
Die Colombe de Pâques – auch Colomba di Pasqua oder Ostertaube – kam aus Mailand über das Tessin in die Schweiz. Ihre Form stellt eine Friedenstaube dar und sie erinnert an den Panettone, enthält aber keine Rosinen. Der Hefeteig wird mit einer süssen Mandelkruste überzogen. Charakteristisch ist besonders die enthaltene Orangenschale. Das Gebäck ist etwas anspruchsvoller herzustellen als der Osterkuchen, aber ebenfalls in vielen Confiserien erhältlich und schmeckt zum Kaffee genauso wie zu Prosecco.
Ein weiterer Klassiker zur Osterzeit ist die Rüeblitorte. Mit süssem Zuckerguss und Marzipanrüebli als Dekoration ist sie nicht zuletzt bei Kindern beliebt. Besonders im Kanton Aargau hat die reichhaltige Torte eine lange Geschichte und von hier aus die ganze Welt erobert. Das Tolle an der Traditionstorte: Sie lässt sich wunderbar in neue Formen bringen und schmeckt auch als Tassenkuchen oder als Biskuit-Rolle.
Rezept für eine Rüeblitorten-Rolle
Zutaten:
200 g geriebene Rüebli - 3 Eier - 80 g Zucker - 1 Prise Salz - 70 g Mehl - 1 EL Speisestärke - 1 EL Backpulver - etwas Zimt - 250 g Frischkäse - 200 ml Rahm - 100 g Puderzucker - ½ Vanilleschote - Marzipanrüebli als Dekoration
Zubereitung:
- Schlagen Sie die Eier mit dem Zucker und der Prise Salz schaumig.
- Vermischen Sie das Mehl mit der Speisestärke, dem Backpulver und mit etwas Zimt.
- Sieben Sie die Mehlmischung über die Ei-Masse und heben Sie sie gemeinsam mit den geriebenen Rüebli vorsichtig unter. Parallel heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Umluft vor.
- Der Teig wird dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech glatt gestrichen, für circa 15 Minuten gebacken und dann – noch heiss – mitsamt Backpapier länglich eingerollt. Für eine Garprobe drücken Sie vorher mit dem Finger sanft auf den Teig – er sollte trocken, aber weich sein und es sollte kein Abdruck zurückbleiben.
- Während Sie die Rolle auskühlen lassen, bereiten Sie aus den restlichen Zutaten die Füllung vor, indem Sie alles steif schlagen.
- Entrollen Sie den Teig vorsichtig und verstreichen Sie zwei Drittel der Füllung darauf. Rollen Sie Ihren Teig wieder straff zusammen.
Die restliche Füllung verwenden Sie gemeinsam mit den Marzipanrüebli als Topping.