Sushi selber machen: Tipps und Tricks
So klappt es mit dem Reiskochen und -rollen
Um ein gutes Sushi zu geniessen, müssen Sie nicht zwingend auswärts essen. Wir geben Ihnen praktische Tipps, wie Sie Sushi einfach selber machen können – vom richtigen Reiskochen über Schneiden und Einrollen bis zur Hygiene.
Sushi-Reis kochen und zubereiten
Reis ist einer der Grundzutaten beim Sushi. Vor dem Garen sollten Sie diesen zunächst in kaltem Wasser ordentlich abwaschen, um einen Teil der Stärke zu entfernen. Den gewaschenen Sushi-Reis können Sie im Topf kochen oder im Reiskocher. Meist dauert das ungefähr 15 Minuten plus Ziehzeit. Orientieren Sie sich hinsichtlich Wassermenge und Dauer an der Anleitung. Wichtig ist, dass der Reis nach dem Kochen klebrig, aber nicht matschig ist, sodass Sie ihn gut formen können.
Parallel dazu stellen Sie einen Topf mit Reisessig, Zucker und Salz auf. Auf 100 Gramm rohen Reis erwärmen Sie 10 Teile Essig, 5 Teile Zucker und 1 Teil Salz, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Lassen Sie den Sud dann auf Zimmertemperatur abkühlen. Danach können Sie den noch warmen Sushi-Reis fertig zubereiten und würzen, indem Sie die Mischung darüber geben und vorsichtig mit dem Spatel unterheben. Anschliessend sollten Sie den Reis in einer traditionellen Holzschüssel abkühlen lassen, bis er lauwarm und formbar ist. Diesen Vorgang können zum Beispiel mit einem Fächer beschleunigen.
Fisch und Gemüse fürs Sushi schneiden
Damit der Fisch eine ansprechende Textur erhält, sollten Sie zum Schneiden ein langes, sehr scharfes Messer verwenden. Überlegen Sie sich vorab, wie Sie den Fisch zerteilen möchten. So sollten alle Zutaten in Grösse und Dicke zu der Sushi-Art passen, die Sie selber machen möchten. Wichtig ist beim Schneiden, dass Sie das Messer in einem gleichmässigen Zug durch das Fischfleisch gleiten lassen, damit Sie ein glattes und appetitliches Ergebnis erzielen. Für Maki-Sushi sollten Sie das Gemüse so schneiden, dass sich die Stifte oder Streifen gut rollen lassen. Die Länge passen Sie an die Grösse des Noriblattes an.
Maki-Sushi richtig füllen und rollen
Maki-Rollen sind der Sushi-Klassiker zum Selbermachen. Aber wie rollen Sie Reis und Co. richtig? Dies sind die Schritte:
- Legen Sie die Bambusmatte bereit und umwickeln Sie diese für eine leichtere Reinigung mit Frischhaltefolie.
- Legen Sie das Algenblatt mit der glatten Seite nach unten auf das untere Ende der Matte.
- Befeuchten Sie Ihre Hände mit Wasser. Verteilen Sie dann den zubereiteten Sushi-Reis auf dem unteren Teil des Blattes und sparen Sie die Ränder dabei aus.
- Platzieren Sie quer auf dem Reis die restliche Füllung (Fisch, Gemüse, Wasabi etc.).
- Befeuchten Sie den oberen freien Rand des Noriblattes mit etwas Wasser.
- Heben Sie die Matte dann von unten an und halten Sie dabei die Füllung mit den Fingern fest. Dann können Sie alle Sushi-Zutaten vorsichtig einrollen. Arbeiten Sie dabei mit gleichmässigem Druck, damit die Füllung gut zusammenhält.
- Schneiden Sie die Rolle abschliessend in mundgerechte Stücke.
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Sushi würzen und servieren
Die japanische Köstlichkeit lebt auch von der Optik. So sorgt zum Beispiel asiatisches Essgeschirr mit Stäbchen für ein authentisches Erlebnis. Als traditionelle Beilagen können Sie zu Ihrem selber zubereiteten Sushi eingelegten Ingwer, Wasabi und Sojasauce servieren. Richten Sie diese am besten separat in kleinen Schüsseln an.
Hygiene bei hausgemachtem Sushi
Da Sie beim Sushi mit rohen Zutaten arbeiten, sind für den unbedenklichen Genuss gewisse Hygienemassnahmen notwendig. Dies gilt vor allem für den Fisch, den Sie gekühlt nach Hause transportieren sollten. Dort können Sie ihn bei einer Temperatur von unter vier Grad maximal zwei Tage im Kühlschrank lagern. Das gilt auch für bereits gekochten und gewürzten Sushi-Reis. Idealerweise verarbeiten Sie alle Zutaten noch am selben Tag.
Insbesondere im Umgang mit rohem Fisch sollten Sie sich oft und gründlich die Hände waschen, um die Umgebung nicht zu kontaminieren. Spülen Sie nach dem Schneiden des Fisches auch alle benötigten Utensilien sorgfältig ab, bevor Sie diese eventuell für andere Zutaten verwenden, und bewahren Sie vorbereitete Zutaten gekühlt getrennt voneinander auf.
Versuchen Sie nur die Menge an Sushi selber zu machen, die Sie tatsächlich essen. Bleibt etwas übrig, stellen Sie es sofort in den Kühlschrank und verzehren Sie es spätestens am nächsten Tag, sofern sich nichts verfärbt hat oder unangenehm riecht.