Sommerkuchen: 3 Rezepte für warme Tage
Vom Beerenkuchen über No-Bake-Cheesecake bis zur Sommertarte
Mal schnell mit heimischen Beeren gebacken, mal elegant mit exotischen Früchten oder ganz ohne Backofen: Wir haben Ihnen drei abwechslungsreiche Sommerkuchen-Rezepte zusammengestellt, die auch bei höheren Temperaturen ein echter Genuss sind.
Während manche in der warmen Jahreszeit lieber zu Obst, Glace oder kühlen Drinks greifen, können andere auch im Sommer nicht auf Kuchen verzichten. Kein Problem: Die Saison bietet sowohl heimische als auch exotische Früchte, die sich gut mit leichteren Zutaten kombinieren lassen. Aber auch eine vermeintlich schwere Komponente wie Schokolade lässt sich mit der passenden Zubereitung in eine kühle Köstlichkeit verwandeln – und zwar ganz ohne Backofenhitze. Welches unserer Sommerkuchen-Rezepte setzen Sie demnächst um?
Vom Blech: einfacher Sommerkuchen mit Beeren
Beeren sind gesunde heimische Saisonfrüchte: Sie bringen Farbe, Frische und je nach Sorte auch eine angenehme Säure in Kuchen und Desserts. Bei diesem unkomplizierten Rezept fürs Blech treffen sie auf einen saftigen Joghurtteig ‒ ein Beerenkuchen, der sich gut vorbereiten und transportieren lässt. Deshalb passt er gut zu Kindergeburtstagen, Vereinsanlässen, Gartenfesten oder einem Picknick auf der Wiese.
Die Beerensorten können Sie bei diesem Sommerkuchen-Rezept je nach Saison und Vorliebe variieren – von Erdbeeren über Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren bis zu Johannisbeeren. Haben Sie keine frischen Früchte zur Hand, können Sie auch gefrorene Beeren verwenden. Nehmen Sie dann aber weniger, weil Tiefkühlbeeren recht viel Flüssigkeit abgeben können.
Zutaten:
300 g Naturjoghurt
300 g Mehl
160 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver
4 Eier
160 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2.5 dl neutrales Pflanzenöl
1 Prise Salz
je 250 g frische Erdbeeren (geviertelt), Heidelbeeren und Himbeeren
Puderzucker
Zubereitung:
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Eier mit Zucker und Vanillezucker so lange aufschlagen, bis sie hell und luftig sind.
- Mehl, Stärke und Backpulver mischen und mit dem Joghurt, Öl und Salz nach und nach unter die Ei-Zucker-Masse rühren.
- Den Teig auf einem gefetteten oder mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und glattstreichen.
- Die Beeren ein wenig bemehlen, damit sie nicht absinken. Erd- und Heidelbeeren auf dem Teig verteilen.
- Erst nach etwa 10 Minuten Backzeit die Himbeeren verteilen, damit sie nicht so sehr zerfallen.
- Den Beerenkuchen anschliessend etwa weitere 15 bis 20 Minuten backen. Der Teig sollte eine goldgelbe Backfarbe bekommen. Mit einem Stäbchen können Sie testen, ob er durchgebacken ist.
- Nach dem Auskühlen nach Geschmack mit Puderzucker bestäuben.
Kuchen ohne Backen: No-Bake-Schoko-Cheesecake
Auch in der warmen Jahreszeit darf es manchmal Schokolade sein – besonders, wenn die Köstlichkeit direkt aus dem Kühlschrank kommt. Dieser No-Bake-Cheesecake braucht keinen Backofen und ist damit ideal für heisse Tage, an denen die Küche kühl bleiben soll.
Die cremige Füllung aus Frischkäse, Rahm und dunkler Schokolade macht ihn zwar gehaltvoller als einen frischen Obstkuchen, aber auch wunderbar zartschmelzend und intensiv. Servieren Sie diesen vollmundigen Sommerkuchen am besten gekühlt und in nicht zu grossen Stücken ‒ etwa als Dessert beim Grillierabend, als Glace-Alternative oder als süsse Überraschung für Schoggi-Fans.
Zutaten:
Boden
200 g Vollkornkekse
80 g Butter
1 EL Backkakao
Creme
300 g Zartbitterschokolade
525 g Frischkäse
100 g Zucker
2 dl Rahm
Zubereitung:
- Den Boden einer Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
- Die Kekse zerbröseln oder mahlen und mit zerlassener Butter und Kakao vermengen.
- Die Masse am Boden andrücken und dann 30 Minuten kühlen.
- Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen.
- Frischkäse, Zucker und geschmolzene Schokolade verrühren.
- Den Rahm steif schlagen und unter die Frischkäsecreme heben.
- Die Creme in die Form füllen, glattstreichen und mindestens 6 Stunden kühlen.
- Nach Geschmack noch mit Kakao, Schokoladenhobeln oder frischen Beeren garnieren.
Exotische Sommertarte mit Passionsfrucht
Wer es gerne etwas exotischer mag, findet in der Passionsfrucht-Tarte einen Sommerkuchen mit erfrischender Note. Die tropische Frucht bringt eine angenehme Säure mit und der leicht nussige Kokos-Mürbeteig rundet das frische Aroma elegant ab.
Das Rezept ist ein wenig aufwendiger als beim Beerenkuchen und No-Bake-Cheesecake, dafür macht die Sommertarte aber optisch wie geschmacklich viel her. So eignet sie sich unter anderem für eine Einladung zu einem besonderen Zvieri oder als krönender Abschluss eines sommerlichen Menüs.
Zutaten:
Mürbeteig
150 g Mehl
50 g Kokosraspel
1 gehäufter EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
100 g kalte Butter
0.5 dl Wasser
Füllung
4 Passionsfrüchte
150 g Zucker
3 Eier
200 g Sauerrahm
Saft von einer halben Zitrone
Optional zum Bestreichen
1.25 dl Passionsfruchtsaft
1.25 dl Wasser
125 g Zucker
50 g Passionsfruchtfleisch
Zubereitung:
- Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze oder 160 Grad Heissluft vorheizen.
- Für den Tarteboden gesiebtes Mehl, Kokosraspel, Zucker, Vanillezucker und Salz mischen.
- Wasser und kalte Butter in Stücken hinzugeben und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Mürbeteig in Klarsichtfolie wickeln und etwa 40 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Danach den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und damit die gefettete Tarteform (rechteckig mit 11 x 35 cm oder rund mit 22 cm Durchmesser) auslegen.
- Um die Füllung zuzubereiten, das Innere der Passionsfrüchte mit dem Zucker verrühren, bis sich die Zuckerkristalle aufgelöst haben.
- Die Mischung dann durch ein Sieb streichen und mit den restlichen Zutaten glattrühren.
- Die Füllung auf dem Boden verteilen und den exotischen Sommerkuchen dann im unteren Drittel des Ofens etwa 35 Minuten backen.
- Für einen schönen Glanz und etwas mehr Süsse können Sie optional noch einen Sirup kochen: Dazu den Saft mit Wasser und Zucker aufkochen, das Fruchtfleisch unterrühren und alles etwa 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.
- Die abgekühlte Sommertarte dann mit dem Sirup bestreichen. Den übrigen Sirup können Sie im Kühlschrank aufbewahren. Mit Mineralwasser gemischt wird daraus ein feines Sommergetränk.