Pasta-Zubehör vom Mattarello bis zum Nudelständer
Feine Pasta selbst machen ohne Maschine
Nicht für alle Küchenarbeiten braucht es eine Maschine: Wenn Sie gerade erst anfangen, Ihre Nudeln selbst zu machen, oder dies nur zu besonderen Anlässen tun, geht es auch von Hand. Wir zeigen Ihnen, welches Pasta-Zubehör Sie dafür benötigen.
Nudelteig traditionell von Hand ausrollen
Wenn Sie Pasta selbst machen und ohne Maschine arbeiten, empfiehlt sich ein grosses Teigbrett aus Holz, in Italien Spianatoia genannt, und ein Nudelholz. Das Teigbrett bietet eine glatte, nicht klebende Oberfläche, auf der Sie den Nudelteig ausrollen und formen können. Natürlich können Sie auch die Arbeitsplatte Ihrer Küche nutzen – reinigen Sie diese aber vorher gründlich.
Zum Ausrollen benötigen Sie ausserdem ein zentrales Pasta-Zubehör: das Mattarello. Von diesem traditionellen Nudelholz gibt es unterschiedliche Varianten hinsichtlich der Länge und Dicke. Mit einem langen, dünnen Nudelholz lässt sich der Pastateig mit Übung dünner ausrollen als mit einer Nudelmaschine – ideal für gefüllte Sorten wie Ravioli. Gleichzeitig verleiht die Holzoberfläche den Nudeln eine etwas rauere Textur, sodass sie Saucen besser aufnehmen können.
Die Dicke des Teiges lässt sich durch den Druck auf das Mattarello und die Ausrollzeit beeinflussen. Sie können zwischendurch nachmessen oder sich – mit etwas Erfahrung – auf Ihr Gefühl verlassen. Alternativ können Sie auch ein Nudelholz kaufen, bei dem Sie an den Seiten Ringe mit unterschiedlicher Höhe anbringen können. So können Sie den Nudelteig immer passend ausrollen.
Nudeln formen mit praktischem Pasta-Zubehör
Je nachdem, welche Sorte Sie machen möchten, gibt es unterschiedliche Methoden und damit auch entsprechendes Pasta-Zubehör, um den Teig nach dem Ausrollen in Form zu bringen. Möchten Sie lange Nudeln wie Linguine oder Tagliatelle herstellen, können Sie zum Schneiden des Teiges entweder ein scharfes Messer, ein Teigrad, einen speziellen Teigroller oder einen Nudelschneider namens Chitarra, bei uns auch Nudelgitarre oder Pastaharfe genannt, verwenden.
Mit dem Teigrad – das es sowohl in gerader als auch in gezackter Ausführung gibt – können Sie auch passende Bahnen zuschneiden, wenn Sie gefüllte Pasta wie Ravioli oder Tortellini zubereiten möchten. Nachdem Sie die Füllung auf die untere Teigbahn gelegt haben, haben Sie abermals mehrere Möglichkeiten, die Nudeln zu formen und zu verschliessen.
So gibt es Pastaformer, bei denen der Nudelteig nach dem Füllen zusammengeklappt wird und so seine typische Form erhält. Aber Sie können auch die obere Teigbahn auf die befüllte, mit Wasser oder Eiklar eingestrichene untere Bahn legen und den Teig andrücken, sodass keine Luftblasen mehr vorhanden sind. Dann können Sie die Pasta mit einem Ravioliausstecher oder einem Nudelstempel in die gewünschte Form bringen. Bei Tortellini verwenden Sie am besten einen runden Ausstecher.
Pasta richtig trocknen und aufbewahren
Damit vor allem lange Nudeln nicht zusammenkleben, können Sie sie ähnlich wie Wäsche auf der Leine aufhängen und etwas antrocknen lassen. Dazu geeignet sind Pastatrockner, auch Nudelständer genannt, die tatsächlich einer Wäschespinne ähneln. Meist sind sie aus Holz oder Metall gefertigt und bieten viele Arme, damit die Luft um die Nudeln herum zirkulieren kann. Für kleinere Sorten gibt es auch Trockengestelle, auf die Sie die Pasta legen können.
Möchten Sie die Nudeln gleich geniessen, dient ein Pastatrockner eher der Ordnung. Wenn Sie aber auf Vorrat grössere Mengen Pasta herstellen, ist dieses Zubehör wichtig, um sie haltbar zu machen. Lassen Sie dann die Nudeln so lange hängen, bis sie vollständig getrocknet sind. Das kann je nach Raumklima und Nudeldicke ein bis zwei Tage dauern. Danach können Sie sie in luftdichten Dosen oder Gläsern aufbewahren. Lagern Sie sie dazu am besten an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort. Selbstgemachte, getrocknete Pasta ist so ungefähr drei Monate haltbar.