Grillieren mit dem Räucherbrett
Saftiges Grillfleisch von der Holzplanke
Beim Grillieren auf dem Räucherbrett entstehen würzige Raucharomen, die auf dem Rost undenkbar sind. Sie benötigen dafür lediglich einen Grill mit Deckel und ein geeignetes Holzbrett. Erfahren Sie hier, welches Holz sich besonders gut eignet.
Das sogenannte «Plank Grilling» erfreut sich auch in der Schweiz einer stetig steigenden Zahl an Fans, denn Fisch und Fleisch bleiben auf der Holzplanke wunderbar zart und werden durch vielfältige Holzaromen verfeinert – ideal also, um bei Ihrer nächsten Grillier-Party zu beeindrucken. Egal ob Gas, Holzkohle oder Elektro – die einzige Voraussetzung ist, dass Ihr Grill einen Deckel hat.
Welches Holz für welches Fleisch verwenden?
Solange Sie kein Kiefernholz verwenden, können Sie beinahe nichts falsch machen. Das Harz der Kiefer gibt einen bitteren Beigeschmack ab, deshalb sollten Sie zu Brettern aus Zeder, Buche, Ahorn, Kirsche oder Hickory greifen.
- Ahorn: Hier erzielen Sie ein mildes, leicht süssliches Aroma, das zu Schwein, Geflügel oder Fisch passt.
- Buche: Mit einer Planke aus Buche dürfen Sie sich auf ein kräftiges, würziges Raucharoma freuen, das universell einsetzbar ist.
- Hickory: Hickory gibt ein kräftiges, gleichzeitig leicht süssliches Aroma an Ihr Grillgut ab – ideal für Lamm und Rind.
- Kirsche: Ein Räucherbrett aus Kirschholz sollten Sie dann wählen, wenn Ihnen ein mildes Raucharoma, zum Beispiel für Schwein, am liebsten ist.
- Zeder: Mit Zedernholz erreichen Sie ein würziges, an Tannennadel erinnerndes Aroma, das gut zu Kalb und Poulet passt.
Selbstverständlich verfeinern die Raucharomen auch vegetarisches Grillgut. Versuchen Sie es zum Einstieg mit mediterranen Gemüsesorten wie Zucchini und Paprika. Mit etwas Übung gelingen auch Fenchel, Spargel und Chicorée.
Auf was Sie beim Kauf achten sollten
Achten Sie bei der Grösse Ihres Räucherbretts darauf, dass es ohne Schwierigkeiten auf Ihren Grillrost passt. Bei der Wahl der Dicke kommt es darauf an, wie oft Sie das Brett nutzen möchten. Eine Dicke von weniger als einem Zentimeter eignet sich nicht für den mehrmaligen Gebrauch, da die Hitze dünnere Bretter schneller angreift. Ideal sind ein bis zwei Zentimeter, dann können Sie das Holz bis zu sechsmal wiederverwenden. Wichtig beim Kauf ist ausserdem, dass das Holz unbehandelt ist und mindestens ein Jahr lang gelagert wurde. Greifen Sie, wenn möglich, nicht zu gefährdeten Baumarten, sondern zu heimischem Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern.
Davor und danach: Wässern und reinigen
Wässern Sie Ihr Grillbrett vor dem Gebrauch drei bis vier Stunden lang. Beschweren Sie das Brett, wenn nötig, damit es vollständig unter Wasser bleibt. Der Grill wird auf 180 bis 200 Grad vorgeheizt. Das gewässerte, leicht trocken getupfte Brett kommt dann zum Anrösten erst ohne Grillgut auf den heissen Grill, bis es leicht zu rauchen beginnt, wird danach mit etwas Öl bestrichen und dann mit dem gewünschten Grillgut bestückt. Während des Garvorgangs bleibt der Deckel soweit möglich geschlossen, damit der Rauch zum Aromatisieren zirkulieren kann. Die Garzeit variiert je nach Grillgut, zum Beispiel circa 15 Minuten für Lachs.
Das Grillbrett lässt sich im Anschluss an den Grillier-Abend auch um einiges leichter als ein Grillrost reinigen. Warten Sie erst, bis das Brett abgekühlt ist und säubern Sie es dann von Hand von beiden Seiten mit Wasser. Auf Spülmittel und den Geschirrspüler sollten Sie verzichten.