Gewusst wie: Gewürze richtig einsetzen

So verleihen Sie Ihren Gerichten das gewisse Etwas

Gewürze richtig einsetzen? Kein Problem! Erfahren Sie hier, welches Gewürz wozu passt und warum Kaviar mit weisser Schokolade beim Food Pairing so gut schmeckt.

Verschiedene Gewürze
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Kräuter oder Gewürze? So unterscheiden wir sie

Umgangssprachlich setzen wir die Begriffe «Gewürze» und «Kräuter» oft gleichwertig ein. Es gibt jedoch mehrere Unterschiede:

Bei Gewürzen handelt es sich um Pflanzenteile von Sträuchern oder Bäumen. Dazu gehören zum Beispiel Samen (Muskatnuss), Rinden (Zimt), Knospen (Kapern), Früchte (Pfeffer) oder Wurzeln und Zwiebeln (Ingwer, Knoblauch). Zu den Gewürzpflanzen gehören Safran, Gewürznelken, Meerrettich, Paprika oder Kümmel. Gewürze werden meist getrocknet eingesetzt.

Als Küchenkräuter werden Blätter oder Blüten von Pflanzen bezeichnet, die zum Kochen verwendet werden – frisch oder getrocknet. Küchenkräuter können im Ganzen oder in Teilen verarbeitet werden.  Die in der Schweiz meistgebrauchten Küchenkräuter sind Peterli, Schnittlauch und Basilikum. Zu den Kräutern gehören zum Beispiel auch Pfefferminze, Bohnenkraut oder Kerbel.

Der richtige Zeitpunkt beim Kochen

Die meisten Küchenkräuter sind sehr empfindlich. Beim Kochen verderben sie; die Hitze beeinträchtigt ihr Aroma. Daher sollten Sie Küchenkräuter erst zum Schluss zu gekochten Speisen oder zu kalten Saucen und Dips geben.

Gewürze sind robuster und kräftiger im Geschmack als Kräuter und entfalten ihr volles Aroma erst beim Kochen. Daher sollten Sie Gewürze in Ihren Speisen mitkochen lassen.

Diese Kombinationen schmecken immer gut

Schnittlauch mit Quark oder Crème Fraîche harmoniert mit Ofenkartoffeln, Pfefferminze mit grillierten Auberginen und Kerbel mit Eiergerichten und Suppen. Basilikum passt sehr gut zu gekochten oder rohen Tomaten.

Lorbeerblätter und Gewürznelken verleihen Ihren Eintopfgerichten, Suppen oder Wild eine aromatische Note, während Rosmarin, Salbei und Thymian am besten zu Poulet und allgemein zu Grillfleisch passen.

Profi-Geheimtipp:

Beim Würzen ist weniger mehr! Denn die hohe Kunst des Würzens besteht darin, die Aromen einzelner Zutaten zu unterstreichen, ohne dabei ihren Geschmack zu überdecken.

Ein Koch
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Diese Kräuter und Gewürze passen zu Fleisch

Je nach Zubereitungsart harmonieren Kapern und Minze, Rosmarin und Salbei, Lavendel, Dill, Petersilie, Schnittlauch, Knoblauch, Curry und weisser Pfeffer.

Gewürzkombinationen, die Sie unbedingt ausprobieren sollten

Wagen Sie sich an spezielle Gewürzkombinationen, die zu einem echten Gaumenerlebnis werden! Hier ein paar Inspirationen für Ihr nächstes Kocherlebnis:

  • Chili und Ingwer: passen zu Curry und orientalischen Suppen, Wok-Gerichten, Noodle-Bowles oder Mango-Chutney.
  • Pfeffer und frische Pfefferminze: mit Rahm, Parmesan und geriebener Zitronenschale als Pasta-Sauce oder mit Peterli und Frühlingszwiebeln im Couscous-Salat.
  • Chili und Kakao: eine super Kombination für eine selbstgemachte heisse Gewürzschokolade oder zum Verfeinern von Fleischsaucen auf Rotweinbasis.
  • Anis und Basilikum: verleihen einem Orangen-Carpaccio intensive Geschmacksnoten; hervorragend auf Feigen oder Pflaumen zu Rohschinken.
  • Rosa Pfeffer und Lavendel: ergeben mit Honig, Rosenwasser und Butter einen provenzalisch angehauchten Brotaufstrich.

Food Pairing: Die Magie der aussergewöhnlichen Geschmackskombinationen

Crevetten mit Zimt und Vanille, Leberpasteten mit Jasminblüten oder Randen mit schwarzen Oliven: Was auf den ersten Blick wie ein geschmackliches No-Go klingt, entpuppt sich im Gaumen als ein harmonisches Ganzes. Doch warum ist das so?

Food Pairing geht weit über das Kombinieren von Gegensätzen wie salzig und süss hinaus. Beim Food Pairing werden bewusst Lebensmittel kombiniert, die gleiche oder ähnliche Aromakomponenten aufweisen. Dann harmonieren sie nämlich. Kaviar und weisse Schokolade enthalten zum Beispiel beide Trimethylamin.

Food Pairing zum Nachmachen

Sie brauchen kein Chemielabor, um Food-Pairing-Kreationen selber zu gestalten. Eine feine Nase, eine Portion Experimentierfreudigkeit und eine Prise Intuition genügen. Inspirieren Sie sich an diesen ungewohnten Paaren:

  • Thunfisch mit Zimt: Spaghetti mit Thunfisch werden zum Highlight, wenn Sie sie mit Chili, Basilikum und einem halben Teelöffel Zimt würzen.
  • Spargeln mit Trüffel: Dass Spargeln mit hartgekochten Eiern gut schmecken, wussten Sie vielleicht schon. Den luxuriösen Touch liefert geriebener schwarzer Trüffel.
  • Erdbeeren mit schwarzem Pfeffer: Geben Sie frisch gemahlenen Pfeffer, wenig Zucker und flüssigen Rahm über Ihre Erdbeeren.
  • Forelle mit Birnen und Ingwer: Dünsten Sie Chili mit Frühlingszwiebeln, Ingwer- und Birnenscheiben. Diese Kombination wertet Ihre gebratene Forelle auf.
  • Mango mit Safran und Zimt: Verfeinern Sie Ihre Mango-Mousse mit einer Prise Safran und Zimt. Himmlisch!

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt… In Australien gibt es sogar Ice’n Fries: Pommes Frites mit Matcha-Glace!

Wir verraten Ihnen in unseren Tipps, wie Sie Garam Masala, Piri-Piri, Shichimi Togarashi und die traditionelle Magic Dust BBQ-Gewürzmischung selber machen. Denn frisch aus dem Mörser schmecken Gewürzmischungen noch intensiver!

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