Ein Hoch auf den Schweizer Wein!

Die wichtigsten Weingebiete der Schweiz

Ob Chasselas oder Pinot Noir: Schweizer bevorzugen ihren heimischen Wein. Nur knapp ein Prozent der Schweizer Weine werden exportiert. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Schweizer Weingebiete vor – inklusive Ausflugstipps für Degustationen.

Weinreben im Herbst
Foto: Getty Images

Das Wallis, grösstes Weingebiet der Schweiz

Im Wallis werden ein Drittel der Schweizer Weine gekeltert: Über 60 verschiedene, hauptsächlich rote, Rebsorten gedeihen hier in einem milden Klima. Im Wallis stehen ausserdem die höchstgelegenen Rebberge Europas: Oberhalb von Visp wachsen die Reben bis über 1000 Meter Höhe.

Welche Weine werden im Wallis erzeugt?

Rotweine:

Die rote Rebsorte Pinot Noir, auch Blauburgunder genannt, ist die im Wallis am meisten verbreitete. Zusammen mit Gamay wird sie zu Dôle verarbeitet. Cornalin und Humagne Rouge sind die edelsten Walliser Rotweinsorten.

Weissweine:

Der bekannteste unter den Walliser Weissweinen ist der Chasselas, auch Fendant genannt, der gerne zum Apéro oder Fondue getrunken wird. Ebenfalls sehr geschätzt sind die Walliser Spezialitäten Heida und Arvine.

Ein Ausflug mit Degustation nach Sierre (Siders), zum Weingut Cave Colline de Daval

Drei Generationen von Winzerfamilien betreiben das Weingut mit Burg, das inmitten der Weinberge von Sierre liegt, in der Nähe des Rhone-Radwegs und der Weinstrasse. Sierre ist eine charmante, auf mehreren Hügeln angelegte Walliser Kleinstadt an der Deutsch-Französischen Sprachgrenze. Sie können das Weingut besichtigen, Weine degustieren und sogar in der Burg übernachten.

Das Tessin, das sonnigste Weingebiet der Schweiz

Nach dem Wallis, Waadtland und Genf ist das mediterran angehauchte Tessin der viertgrösste Weinproduzent der Schweiz. Es zeichnet sich durch über 70 angebaute Rebsorten aus. Der südlichste Kanton der Schweiz geniesst ein mildes Klima mit 2200 Stunden Sonnenschein pro Jahr.

Die wichtigste Tessiner Rebsorte

Vor gut 100 Jahren wurden im Tessin die ersten, aus Bordeaux stammenden, Merlot-Reben angepflanzt. Heute ist der Merlot die wichtigste Rebsorte im Kanton Tessin. Der Merlot ist ein aromatischer Rotwein, der in Holzfässern (Barriques) ausgebaut wird. Unter den wenigen Weissweinen, die im Tessin gekeltert werden, sticht der Chardonnay hervor.

Ausflugstipp:

«Saturday Wine Cellar Visits» in und um Lugano

Geniessen Sie bis Oktober Führungen mit Degustationen in den Weinkellereien der Region Lugano. Sie können jeden Samstag einen anderen Winzerbetrieb besuchen. Reservieren Sie mindestens drei Tage im Voraus beim Tourismusbüro Lugano.

Die Bündner Herrschaft, ein Spitzen-Weingebiet der Deutschschweiz

In Graubünden thronen die Weinberge auf 600 Metern Höhe auf den Gletscherschuttkegeln und profitieren wegen des Föhns von einem meist mild-trockenen Klima. Im Bündnerland werden 45 verschiedene Rebsorten angebaut, die anerkannte Spitzenweine hervorbringen.

Die wichtigsten Bündner Rebsorten

Der Pinot Noir (Blauburgunder) macht 80 Prozent der Rebfläche aus. Die am häufigsten angebaute Weissweinrebe ist der Riesling Sylvaner (Müller-Thurgau), gefolgt von Chardonnay und Pinot Gris.

Weinspezialitäten aus Graubünden

Die typischsten Weine sind der Schiller und der älteste Wein Graubündens, der Completer. Der aromatische und über Jahre in Holz ausgebaute Weisswein wurde bereits im Jahre 926 erwähnt und wird in Malans als Rarität gepflegt.

Ausflugstipp: Das Bio-Weinbaudorf Malans

Das Dorf Malans in der Region Landquart hat sich zu einem Bio-Weinbaudorf entwickelt. Mehrere Winzer bieten Degustationen von Malanser Weinen an. Danach können Sie mit der Älplibahn von Malans zur Bergstation auf 1800 Metern zum Wandern oder Essen in der Bergbeiz schweben.

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