Backen im Sommer: So klappt’s

Tipps für Zutaten, Zubereitung und Kühlung

Ob für die eigene Kaffeetafel, ein Picknick oder ein Gartenfest: Beim Backen im Sommer gibt es einiges zu beachten. Wir geben praktische Tipps zur Rezeptauswahl, Zubereitung und Kühlung, damit Ihnen auch bei Wärme feine Kuchen gelingen.

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Backen im Sommer: geeignete Rezepte wählen

Die warme Jahreszeit bringt auch beim Gebäck einige Herausforderungen mit sich. Darum ist die passende Rezeptauswahl beim Backen im Sommer wichtig. Einfache Rühr- oder Hefekuchen, Biskuitböden, Mürbeteig-Tartes oder Kühlschrankkuchen passen zu heissen Tagen oft besser als hohe Torten mit empfindlichen Cremefüllungen.

Rührteig ist unkompliziert, saftig und lässt sich gut mit Früchten, Nüssen oder Schokostückchen kombinieren. Hefeteig enthält meist weniger Fett, ist relativ stabil und eignet sich gut für Obst- oder Streuselkuchen. Er braucht zwar vor dem Backen Zeit, dafür geht er bei sommerlichen Raumtemperaturen gut auf. Mürbeteig ist mit seiner festeren Konsistenz eine gute Basis für Tartes mit fruchtiger Füllung. Besonders angenehm zu essen ist im Sommer auch ein luftiger Biskuit mit leichten Füllungen und Belägen.

Neben der Teigwahl spielt beim Sommerkuchen auch die Backform eine Rolle: Flache Kuchen vom Blech, Muffins oder Tartelettes backen in der Regel schneller durch als hohe Kuchen aus der Spring- oder Kastenform. So läuft der Ofen kürzer und die Küche heizt sich weniger auf. Wer den Backofen gar nicht erst einschalten möchte, kann zu einem No-Bake-Rezept greifen: Damit sind Kuchen ohne Backen gemeint, bei denen Sie häufig aus Keksen und Butter einen schnellen Boden zubereiten. Darauf kommt eine Creme aus Zutaten wie Quark, Frischkäse oder Rahm, die bei Bedarf mit Bindemittel stabilisiert und im Kühlschrank fest wird. So können Sie sich das Backen im Sommer sparen und haben dennoch ein feines Dessert.

Früchte, Schokolade, Cremes: Zutaten richtig zubereiten

Bei warmem Wetter kommt es nicht nur darauf an, welche Zutaten Sie verwenden, sondern auch darauf, wie Sie mit ihnen umgehen. Früchte etwa sollten nicht zu viel Feuchtigkeit in Teig oder Creme abgeben. Tupfen Sie Beeren, Kirschen, Aprikosen oder Pfirsiche deshalb nach dem Waschen gut ab. Geben Sie saftige Früchte erst kurz vor dem Backen auf den Teig. Beeren oder Kirschen können Sie mit ein wenig Mehl oder Speisestärke bestäuben – das soll austretenden Saft binden und verhindern, dass sie im Teig nach unten sinken.

Tiefkühlbeeren geben oft mehr Saft ab als frische Früchte. Verwenden Sie davon lieber etwas weniger und verarbeiten Sie sie in Teigen besser gefroren statt aufgetaut. Belegen Sie luftige Böden mit saftigem Obst, können Sie sie vorher mit etwas Rahmhalter bestreuen oder mit etwas Konfitüre bestreichen. Mürbeteig wird durch feuchte Füllungen weniger weich, wenn Sie ihn nach dem Backen mit einer dünnen Schicht flüssiger Schokolade «versiegeln».

Apropos Schokolade: Sie lässt sich auch beim Backen im Sommer einarbeiten – etwa in Form von Kakao, Schokostückchen oder Schokostreuseln in Rührteigen. Sehr schokoladige Cremes funktionieren dann gut, wenn Sie diese konsequent kühlen.

Bei Rahm-, Quark-, Frischkäse- oder Joghurtcremes kommt es vor allem bei Wärme auf die richtige Stabilität an. Je nach Rezept kommen daher beispielsweise Rahmhalter, Gelatine oder Agar-Agar zum Einsatz. Bei Gelatinecremes in Kombination mit exotischen Früchten wie Kiwi, Ananas, Papaya oder Feige sollten Sie beachten, dass diese eiweissspaltende Enzyme enthalten, die das Stocken der Masse verhindern können. Hier hilft oft Erhitzen oder die Alternative aus der Konservendose. Agar-Agar dagegen kann bei Säure, etwa aus Zitrusfrüchten, etwas an Gelierkraft verlieren.

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Für sommerliche Tage: passend dekorieren und kühlen

Nach dem Backen ist besonders im Sommer etwas Geduld gefragt: Lassen Sie Kuchen oder Böden auf einem Gitter vollständig auskühlen, bevor Sie Creme, Guss, frische Früchte oder Dekoration darauf geben. Sonst kann sich Kondenswasser bilden oder die Creme durch die Wärme verlaufen. Stellen Sie das Gebäck nach der Fertigstellung dann gleich in den Kühlschrank, sofern die Zutaten es erfordern.

Auch bei der Dekoration lohnt sich an warmen Tagen Zurückhaltung: Frische Früchte, Puderzucker, Kokosraspel, gehackte Nüsse oder etwas Zitronenabrieb wirken sommerlich und sind unkomplizierter und leichter als dicke Glasuren, Fondant oder hitzeempfindliche Schokoladendeko. Puderzucker geben Sie idealerweise erst kurz vor dem Servieren auf den Kuchen, da er sich auf feuchten Oberflächen schnell auflöst.

Lassen Sie Kuchen mit Rahm, Frischkäse, Quark, Joghurt oder frischem Obst nicht zu lange in der Sonne stehen. Für den Transport eignen sich gut schliessende Kuchenboxen und Kühltaschen. Empfindliche Kuchen sollten Sie erst kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank holen, aber auch robustere Obst- und Rührkuchen sollten bei höheren Temperaturen kühl und schattig stehen. Dazu können Sie zum Beispiel Tortenplatten mit integrierten Kühlakkus verwenden. Bringen Sie die Kuchen nach dem Servieren aber am besten wieder in den Kühlschrank.

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