Die 13 UNESCO-Welterbestätten in der Schweiz
Das spannende kulturelle Erbe unserem Land
Die UNESCO-Welterbestätten sind nicht nur von unschätzbarem Wert für die Identität und das historische Verständnis einer Nation: Sie haben noch viel mehr Aufgaben. Wir erklären, welche das sind – und stellen Ihnen die besonderen Orte vor.
Welche Bedeutung haben die UNESCO-Welterbestätten?
Die UNESCO-Welterbestätten sind nicht nur von unschätzbarem Wert für die Identität und das historische Verständnis einer Nation. Sie bieten einzigartige Lernmöglichkeiten und inspirieren Menschen weltweit durch ihre Schönheit und Geschichte. Es sind Orte, an denen wissenschaftliche Forschung betrieben wird, Werte vermittelt und Formen der nachhaltigen Nutzung natürlicher und kultureller Ressourcen erprobt werden. Und sie fördern auch den internationalen Tourismus – es gibt sogar einen richtigen UNESCO-Tourismus in der Schweiz – und das Bewusstsein für den Erhalt des gemeinsamen Erbes. Das Label habe einen hohen Wert, es bringe Gäste aus aller Welt, sagt der Geschäftsleiter des World Heritage Experience Switzerland (WHES), Kaspar Schürch.
In der Schweiz umfasst das Welterbe nach Angaben der Schweizerischen UNESCO-Kommission 13 Stätten: Es seien «eindrückliche Zeugnisse des kulturellen Erbes, das mehrere Jahrtausende abdeckt, aussergewöhnliche Beispiele der Hauptstufen der Erdgeschichte und Entwicklung des Lebens und Gebiete von überragender Naturschönheit.»
Übrigens gibt es neben den UNESCO-Welterbestätten noch weitere spannende Kategorien der UNESCO, beispielsweise das immaterielle Kulturerbe, zu dem lebendige, über Generationen weitergegebene Traditionen und Praktiken gehören, die einer Gemeinschaft ein Gefühl der Identität und der Kontinuität vermitteln. In der Schweiz zählen dazu beispielsweise die Prozessionen der Karwoche in Mendrisio oder die Basler Fasnacht.
Diese Schweizer Welterbestätten gibt es
Von den 13 Schweizer Sehenswürdigkeiten, die zum Welterbe der UNESCO gehören, sind neun wegen ihrer kulturellen Bedeutung und vier wegen ihrer landschaftlichen Schönheit auf der Liste. Nach Angaben der Schweizerischen UNESCO-Kommission handelt es sich um folgende Orte:
- Altstadt von Bern (1983), Kulturerbe
- Benediktinerinnen-Kloster St. Johann in Müstair (1983), Kulturerbe
- Stiftsbezirk St. Gallen (1983), Kulturerbe
- Drei Burgen sowie Festungs- und Stadtmauern von Bellinzona (2000), Kulturerbe
- Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch (2001, 2007), Naturerbe
- Monte San Giorgio (2003, 2010), Naturerbe
- Lavaux, Weinberg-Terrassen (2007), Kulturerbe
- Schweizer Tektonikarena Sardona (2008), Naturerbe
- Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina (2008), Kulturerbe und Grenzüberschreitende Stätte
- La Chaux-de-Fonds / Le Locle, Stadtlandschaft Uhrenindustrie (2009), Kulturerbe
- Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen (2011), Kulturerbe und Grenzüberschreitende Stätte
- Das architektonische Werk von Le Corbusier (2016), Kulturerbe und Grenzüberschreitende Stätte
- Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas (2021), Naturerbe und Grenzüberschreitende Stätte