Exotische Pflanzen: Orchideenarten im Überblick

Entdecken Sie Phalaenopsis, Dendrobium und Co.

Als Zimmerpflanzen bringen sie Eleganz und Exotik ins Haus: Wir stellen Ihnen die wichtigsten Orchideenarten vor und verraten Ihnen, welche Sorten sich für Anfänger eignen, welche pflegeintensiver sind und welche sogar zeitweise ins Freie dürfen.

Foto: Getty Images

Mit Orchideen holen Sie sich ein winziges Stück Regenwald nach Hause. Botanikern zufolge soll es bis zu 30.000 unterschiedliche Arten geben. In der Natur wachsen sie in den Tropen und Subtropen, die meisten von ihnen auf Bäumen als nicht schmarotzende Aufsitzerpflanzen. Es gibt aber auch Orchideenarten, die auf dem Boden oder auf Steinen wachsen. Daher unterscheidet sich ihre Pflege nicht nur von der vieler anderer Zimmerpflanzen, sondern auch je nach Art. Entdecken Sie mit uns die beliebtesten Orchideensorten und ihre Besonderheiten.

Phalaenopsis: die bekannteste aller Orchideenarten

Die Nachtfalter- oder Schmetterlingsorchidee, wie die Phalaenopsis auch genannt wird, ist zweifellos die bekannteste und beliebteste Orchideensorte. Sie ist nahezu überall erhältlich, wo es Blumen gibt – auch in Super- und Baumärkten. Die meisten Züchtungen haben kleine langlebige Blüten in zahllosen Farben, besonders verbreitet sind Weiss-, Rosa- und Violetttöne.

Möchten Sie möglichst pflegeleichte Orchideen kaufen, die sich für Anfänger eignen, machen Sie mit der Phalaenopsis nichts falsch. Sie ist mit einem Platz an einem Fenster ohne direkte Sonneneinstrahlung mit hoher Luftfeuchtigkeit und um die 20 Grad Celsius Raumtemperatur zufrieden. Da sie eine Aufsitzerpflanze ist, kommt sie auch in einem durchsichtigen Topf oder Glas zurecht. Achten Sie aber wie bei allen Orchideen darauf, dass nach dem Giessen keine Staunässe entsteht.

Cattleya: die vielgesichtige Orchideenart

Die Cattleya-Orchidee hat tatsächlich viele Gesichter: Es gibt sie mit grossen und kleinen Blüten und in vielen auffälligen Farben. Dank ihrer sogenannten Bulben – Verdickungen, die unter anderem als Speicher dienen – verträgt sie etwas mehr Sonnenlicht und Trockenheit als andere Orchideenarten. Sie kann im Sommer sogar nach draussen an einen halbschattigen Platz, weil sie nicht so temperaturempfindlich ist. Planen Sie Orchideen für Einsteiger zu kaufen, ist die Cattleya demnach eine gute Wahl.

Cambria: die Hybrid-Orchidee

Das Erscheinungsbild Cambria-artiger Orchideen ist äussert vielfältig, da hier Züchter versucht haben, durch unzählige Kreuzungen die schönsten Formen hervorzubringen. So variieren die unter dem Sammelbegriff Cambria-Orchideen zusammengefassten Pflanzen in Grösse, Blüten und Farben erheblich. Das Gute ist, dass sie ähnlich wie die Phalaenopsis relativ robust und pflegeleicht sind und je nach Sorte im Sommer auch geschützt im Garten stehen können.

Paphiopedilum: die Frauenschuh-Orchidee

Die Paphiopedilum ist eine der Orchideenarten, die in der Natur nicht auf Bäumen, sondern am Boden wächst. Ein Teil ihrer recht grossen Blüten erinnert an einen Ballerina-Schuh – daher der Name Frauenschuh-Orchidee. Sie mag einen ähnlichen Standort wie die Phalaenopsis, benötigt aber als Erdorchidee unbedingt Substrat im Blumentopf. Ihre Blätter freuen sich ebenfalls darüber, im Sommer mehrmals in der Woche besprüht zu werden. Auch verträgt sie in der Wachstumsphase etwas mehr Dünger als andere Orchideensorten.

Dendrobium: die Traubenorchidee

Diese Orchideenart gibt es in zwei Varianten: als Phalaenopsis-Hybrid mit grösseren Blüten und als Dendrobium nobile mit vielen kleineren Blüten, die in Rispen an den oberen Blattachseln wachsen. Die Dendrobium nobile benötigt einen sehr hellen, jedoch absonnigen – während der wichtigen Ruhephase kühleren – Platz und möchte während des Wachstums häufiger als andere Orchideensorten gegossen und besprüht werden.

Miltonia: die Stiefmütterchen-Orchidee

Die meist grösseren veilchenförmigen Blüten der Miltonia-Orchidee erinnern an eine beliebte Frühlingsblume: das Stiefmütterchen. Allerdings sind ihre Farben und Zeichnungen weit intensiver. Sie bevorzugt eine moderate Wärme und viel Feuchtigkeit, dafür aber etwas weniger Licht als andere Orchideenarten. Im Sommer darf sie auf den Balkon oder in den Garten, beispielsweise unter einen schattigen Baum. Im Winter sollten Sie Stiefmütterchen-Orchideen täglich besprühen, um die Luftfeuchtigkeit hochzuhalten.

Vanda: die anspruchsvolle Hänge-Orchidee

Ihr Markenzeichen sind die grossen, mehrfarbigen und duftenden Blüten: Die oft langstielige Vanda-Orchidee ist ein echter Hingucker, aber nichts für Anfänger. Sie verlangt nach einem warmen, hellen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit wie einem Wintergarten oder Gewächshaus. Dort hängt sie in einer Ampel oder einem Korb ohne Substrat. Die Luftwurzeln sollten Sie in der warmen Jahreszeit mehrmals in der Woche tauchen und die Blätter besprühen. Ausserdem sind bei der Zimmerpflanze regelmässige Untersuchungen ratsam: Sie ist anfällig für Schädlinge.

Giessen, düngen, schneiden: Bei Consumo erhalten Sie auch allgemeine Pflegetipps für Ihre Orchideen.

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