Bettwäsche wechseln und waschen: wie oft und wie?
Praktische Tipps im Umgang mit den Heimtextilien
Regelmässig die Bettwäsche zu wechseln, ist nicht nur eine Sache des Komforts, sondern auch der Hygiene. Doch wie oft ist es wirklich nötig und was sollten Sie beim Waschen von Bettwäsche beachten? Wir geben Ihnen nützliche Tipps für den Alltag.
Experten empfehlen, das Bett etwa alle zwei Wochen neu zu beziehen. Bei Krankheit, grosser Hitze, Allergikern, Kindern oder Haustieren ist der Bettwäsche-Wechsel sogar noch öfter angesagt.
Doch ist der häufige Wechsel nicht übertrieben? Nun, zum einen verlieren wir jede Nacht zwischen einem halben und zwei Liter Flüssigkeit durch Atmung und Schwitzen. Diese Flüssigkeit wird nicht nur von der Schlafkleidung, sondern auch von der Bettwäsche aufgesaugt. Zum anderen sammeln sich im Bett mit der Zeit Haare, Hautschuppen und Staub – im Zusammenspiel mit der Wärme ein idealer Nährboden für Milben, Bakterien und Keime.
Diese ungebetenen Übernachtungsgäste können Allergien, Hautkrankheiten und Asthma auslösen. Darum ist es – ganz abgesehen vom wohligen Gefühl eines frisch bezogenen Bettes – wichtig, Bettwäsche regelmässig zu wechseln und zu waschen. Das gilt übrigens nicht nur für den Kissen- und Deckenbezug, sondern auch für das Bettlaken.
Wie lässt sich Bettwäsche am besten waschen?
Damit die abgezogene Bettwäsche wieder frisch und vor allem sauber wird, muss sie natürlich gewaschen werden. Auch neu gekaufte Bettwäsche sollten Sie vor der Nutzung einmal waschen, weil sie häufig mit Chemikalien behandelt worden ist. Aber wie wäscht man Bezüge und Laken richtig?
Zunächst sollten Sie die Bettwäsche vor dem Waschen auf links drehen und Knöpfe und Reissverschlüsse schliessen. So schonen Sie Gewebe und Farben und verhindern, dass der Reissverschluss den Stoff oder die Waschmaschine beschädigt. Haben Bezüge und Bettlaken ähnliche Materialien und Farben, können Sie beides zusammen waschen.
Weisse oder helle Bettwäsche können Sie mit Vollwaschmittel reinigen. Die darin enthaltene Bleiche tötet Bakterien und Keime zuverlässig ab. Bei bunter oder schwarzer Bettwäsche wählen Sie ein Color-Waschmittel ohne Bleiche, um die Farben zu schützen. Bei empfindlicheren Stoffen wie Leinen, Mikrofaser oder Seide verwenden Sie ein entsprechendes Feinwaschmittel. Weichspüler benötigen Sie zum Reinigen der Wäsche nicht. Er soll die Saugfähigkeit des Stoffs beeinträchtigen.
Um die Bettwäsche milben- und keimfrei zu waschen, sollten Sie ein Waschprogramm wählen, das idealerweise eine Temperatur von 60 °C hat. Je nach Material verträgt die Bettwäsche diese Wassertemperatur aber nicht. Achten Sie bei der Programmwahl daher immer auf das Wäscheetikett und verwenden Sie bei niedrigeren Temperaturen einen Hygienespüler, um Milben und Bakterien abzutöten. Halten Sie sich auch bezüglich der Drehzahl an das Pflegeetikett: Es gibt Bettwäsche, die Sie nicht schleudern sollten – vor allem Gummis in Spannbettlaken reagieren empfindlich auf eine zu hohe Drehzahl.
Denken Sie aber nicht nur daran, Ihre Bettwäsche regelmässig zu waschen: Auch das Bettzeug selbst sollten Sie ein- bis zweimal pro Jahr in die Waschmaschine geben.
Gehört Bettwäsche in den Trockner?
Grundsätzlich können Sie Bettwäsche sowohl im Trockner als auch an der Luft trocknen lassen. Auch hier sollten Sie einen Blick auf das Wäscheetikett werfen, da manche Stoffe nicht für den Wäschetrockner geeignet sind. So ist die Lufttrocknung etwa bei Satin oder Seide schonender, während Sie Baumwoll-Bettwäsche in der Regel in der Maschine trocknen können. Beachten Sie dann die richtige Befüllung der Trommel und lassen Sie die Wäsche nach Programmende nicht zu lange darin liegen, weil sie sonst knittert.
Beim Aufhängen an der Luft lassen Sie möglichst viel Abstand zwischen den Wäschestücken, damit diese schnell trocknen können. Bei Pollenallergikern sollten Sie die Bettwäsche drinnen trocknen. Denken Sie dann daran, gut zu lüften, damit die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht zu sehr ansteigt.
Wer Bettwäsche knitterfrei zusammenfalten möchte, sollte sie nach dem Trocknen glattziehen und bei Bedarf bügeln. Dann lässt sie sich nicht nur einfacher zusammenlegen und im Schrank verstauen – die Hitze des Bügeleisens sorgt für einen zusätzlichen Schutz vor Keimen, Bakterien und Milben. Sehen Sie aber vorher im Etikett nach, ob und wenn ja, wie heiss Sie den Stoff bügeln dürfen.