So geht gesunder Schlaf wirklich

Fakten statt Schlaf-Mythen: Das müssen Sie wissen

Ob für starke Muskeln oder starke Nerven: Gesunder Schlaf unterstützt Körper und Geist. Aber was macht eigentlich einen gesunden Schlaf aus? Und stimmen die Schlaf-Mythen, die man überall hört? Was Sie über das Land der Träume wissen müssen.

modernes Schlafzimmer
Foto: Getty Images

Gesunder Schlaf ist mehr als ein kuscheliger Ausflug ins Traumland. Schlafen ist ein echter Hochleistungsprozess unseres Körpers: Während der Nacht erledigt er all jene biochemischen Prozesse, zu denen er am Tage keine Kapazität hat. Während des Tages ist unser Körper mit der Energiebereitstellung, Verdauung, Denkleistung oder sonstigen Aktivitäten beschäftigt. Erst in der Nacht finden wichtige Regenerations- und Speicherprozesse statt.

Starke Muskeln und starke Abwehr

Werden tagsüber beispielsweise die Muskeln gereizt, findet in der Nacht ein Muskelwachstum statt. Dies ist übrigens auch der Grund, warum wir nach intensivem Sport erst am Folgetag einen Muskelkater spüren.

Auch das Immunsystem schiebt Nachtschichten: Immunschwächende Erreger wie Viren oder Bakterien werden im Schlaf am intensivsten abgewehrt. Darum ist Schlaf – so heisst es zumindest im Volksmund – die beste Medizin.

Gehirnjogging im Schlaf

Und sogar das Gehirn profitiert von einem gesunden Schlaf. Nicht nur neues Wissen, sondern auch neu erlernte motorische Prozesse werden im Schlaf von den Hirnzellen nochmals durchgespielt und gespeichert. Darum gilt: Schläft man eine Nacht «über etwas», löst sich das Problem am nächsten Tag meist leichter.

Gesunder Schlaf: Die Schlafphasen

Aber was ist gesunder Schlaf eigentlich genau? Eine Pauschalantwort gibt es aufgrund der individuell verschiedenen Schlafbedürfnisse zwar nicht. Dennoch kann eine Faustformel formuliert werden: Der Mensch braucht ungefähr sieben Stunden Schlaf pro Tag, wobei eine ungestörte Tiefschlafphase am wichtigsten ist. Denn während der Nacht verläuft unser Schlaf in verschiedenen Phasen, die sich mehrmals wiederholen.

Auf die Einschlafphase, die oft nur wenige Minuten dauert, folgt der Leichtschlaf. In dieser Phase entspannt sich der Körper. Dann kommt der Tiefschlaf – die intensivste Zeit der Regeneration. Der REM-Schlaf (von «rapid eye movement»), der auf die Tiefschlafphase folgt, verdankt seinen Namen den für diese Phase charakteristisch schnellen Augenbewegungen. In dieser Schlafphase träumen wir am intensivsten. Während der Tiefschlaf vor allem der körperlichen Regeneration dient, ist der REM-Schlaf wichtig für die Verarbeitung von emotionalen Sinneseindrücken.

Daher gilt: Wer hin und wieder morgens früher aufwacht als gewohnt, dafür aber ununterbrochene Tiefschlafphasen durchlief, kann trotz ein paar fehlender Schlafstunden ausgeschlafen sein. Wer hingegen in seinen Tiefschlafphasen gestört wurde, ist auch nach längerem Ausschlafen am Morgen nicht fitter.

Schlaf-Mythen: Was stimmt wirklich?

Es gibt unzählige Tipps rund um das Thema Schlaf. Das ist wohl auch der Grund, warum allerlei Schlaf-Mythen kursieren. Wir räumen mit den drei bekanntesten auf:  

Mythos 1: Alkohol sorgt für guten Schlaf

Nein, das stimmt definitiv nicht. Zwar vermittelt Alkohol ein Gefühl der Müdigkeit – womöglich schlafen wir nach ein paar Gläsern Wein auch schneller ein – mit einem gesunden Schlaf hat das aber nichts zu tun. Der Körper ist nämlich derart mit dem Abbau der Giftstoffe beschäftigt, dass er kaum Kapazität für andere wichtige Regenerationsprozesse hat.

Mythos 2: Verpasster Schlaf lässt sich einfach nachholen

Dieser Schlaf-Mythos stimmt bedingt. Der Schlafmangel der letzten Nacht lässt sich dann nachholen, wenn es zu einer echten Regenerationsphase kommt, der Körper also in einen Tiefschlaf fällt. Lediglich durch Dösen oder einen leichten Mittagsschlaf lässt sich kein Schlafdefizit einer ganzen Nacht nachholen.   

Mythos 3: Bei Vollmond schläft man schlechter

Wissenschaftlich belegen lässt sich diese Annahme nicht. Und trotzdem leiden viele Menschen in Vollmondnächten unter Schlafstörungen. Experten vermuten jedoch, dass es sich hierbei entweder um einen Placebo-Effekt handelt – wer glaubt, er schlafe bei Vollmond schlechter, ist gestresst und schläft damit automatisch weniger gut – oder mit der selektiven Wahrnehmung des Menschen zu tun hat. Wer also von vornherein glaubt, dass der Vollmond den Schlaf beeinflusst, wird sich nach einer schlechten Vollmond-Nacht auch eher daran erinnern als nach anderen schlechten Nächten.

Was hingegen wirklich stimmt, ist die Tatsache, dass manche Rituale beim Einschlafen helfen. Welche das sind, lesen Sie in unseren Tipps.

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