Schluss mit der schniefenden Nase zuhause

So können Sie die Pollenbelastung gezielt senken

Über Kleidung, Haare oder Lüften können Pollen in die Wohnung gelangen und Allergiker belasten. Wir bei Consumo zeigen Ihnen, welche Massnahmen und Produkte wirklich helfen und wo gezielte Entscheidungen mehr bringen als teure Technik.

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Für viele Menschen mit Pollenallergie endet die Belastung nicht an der Haustür. Was draussen in der Luft liegt, kann über die Kleidung, Haare, Schuhe oder auch beim Lüften hereinkommen. In der Wohnung sammeln sich die Pollen dann meistens dort, wo sie kaum auffallen: in Textilien, auf Böden oder auch in der Raumluft. Hinzu kommen Belastungen innerhalb der Wohnung: Laut aha! Allergiezentrum Schweiz leiden rund 6.25 Prozent der Kinder und Erwachsenen in der Schweiz unter einer Allergie auf Hausstaubmilben.

Warum Pollen in Innenräumen zum Problem werden

Pollen sind klein, leicht und hartnäckig. Einmal in der Wohnung angekommen, bleiben sie oft länger als man denkt. Vor allem Textilien wie Teppiche, Polstermöbel, Vorhänge oder Bettwäsche wirken wie Speicher. Gleichzeitig verbringen wir einen grossen Teil des Tages – und auch fast die gesamte Nacht – in geschlossenen Räumen. Genau deshalb spielt das Wohnumfeld für Allergiker eine so zentrale Rolle. Ihr Zuhause pollenarm zu gestalten, bedeutet aber nicht, alles neu zu kaufen oder radikal umzurüsten. Es geht darum, die Hauptquellen zu kennen und gezielt zu entschärfen. Wer weiss, wo die Pollen sich besonders sammeln, kann mit vergleichsweise einfachen Mitteln viel erreichen.

Luftreiniger, Staubsauger, Filter – was wirklich unterstützt

Technische Hilfsmittel können entlasten, wenn sie richtig eingesetzt werden. Besonders Luftreiniger mit HEPA-Filter (High-Efficiency Particulate Air) haben sich für Allergiker bewährt und verbessern die Qualität Ihrer Raumluft. Achten Sie aber darauf, Ihr Gerät regelmässig zu warten und die Filter nach ‍Herstellerangaben zu wechseln. Zudem sollten Sie sich die richtige Position des Luftreinigers in Ihren ‌Zimmern gut überlegen. Das Gerät sollte nicht​ hinter Möbeln oder ‌in Ecken stehen, wo die Luftzirkulation ​eingeschränkt ist.

Auf dem Markt gibt es sehr viele verschiedene Arten von Luftreinigern. In den vergangenen Jahren haben beispielsweise auch sogenannte Ionizer-Luftreiniger an Popularität gewonnen, weil ihnen nachgesagt wird, dass sie Schadstoffe mit negativen Ionen anziehen und entfernen können. Lassen Sie sich bei der Wahl Ihres Luftreinigers unbedingt von qualifiziertem Fachpersonal beraten.

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Lüften, Reinigen, Einrichten – Wirkung entsteht im Alltag

Beim Lüften kommt es auf das Timing an. Informieren Sie sich zunächst einmal darüber, wann welche Pollen in Ihrem Umfeld aktiv sind. Im Internet finden Sie dazu geeignete Pollenkalender. Darüber hinaus unterscheiden sich die pollenarmen Zeiten je nach Umgebung deutlich und danach sollten Sie auch Ihr Lüften richten. Generell kann man sagen: In ländlichen Regionen ist die beste Zeit zum Lüften gegen Abend, in der Stadt am Morgen.

Auch regelmässiges, feuchtes Wischen kann die Menge an aufgewirbelten Pollen deutlich reduzieren. Glatte Böden lassen sich einfacher sauber halten als Teppiche. Textilien wie Vorhänge, Kissen oder Decken spielen ebenfalls eine grössere Rolle, als viele vermuten – besonders dort, wo sie selten gereinigt werde.

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