Nahrungsergänzungsmittel für Hunde und Katzen

In welchen Fällen Omega-3, Vitamine und Co. sinnvoll sind

Viele Halter möchten die Gesundheit ihres Haustiers fördern. Nahrungsergänzungsmittel für Hunde und Katzen können dabei helfen – wenn Präparat und Dosierung zum Tier und zum tatsächlichen Bedarf passen. Wir zeigen, worauf Sie achten sollten.

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Ob bei älteren Vierbeinern, nach Erkrankungen, bei einem nachgewiesenen Mangel oder speziellen Ernährungsformen: Wenn Sie Ihr Haustier im Alltag bestmöglich versorgen möchten, können Nahrungsergänzungsmittel für Hunde und Katzen in bestimmten Fällen unterstützend wirken.

Entscheidend ist dabei, dass Präparat, Dosierung und Bedarf zusammenpassen: Ein gesundes Tier, das ein hochwertiges Alleinfutter bekommt, ist in der Regel bereits gut mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt. Ob eine Ergänzung ratsam ist, sollte deshalb immer individuell geklärt werden – idealerweise mit der Tierarztpraxis oder einer qualifizierten Ernährungsberatung. Eine medizinische Behandlung können Ergänzungsfuttermittel allerdings nicht ersetzen.

Omega-3-haltiges Öl: hilfreiches Nahrungsergänzungsmittel für Hunde und Katzen?

Sicher haben Sie schon einmal gehört, dass Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen sollten. Das gilt auch für unsere Haustiere. Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung. Besonders interessant sind die Formen EPA und DHA, die im Körper unterschiedliche Aufgaben übernehmen: EPA ist an der Regulation von Entzündungsprozessen beteiligt. DHA ist unter anderem für Gehirn, Nervensystem und Augen von Bedeutung.

Deshalb können Omega-3-Präparate bei Hund und Katze begleitend eingesetzt werden, wenn entzündliche Prozesse ein Thema sind – etwa bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparats oder unterstützend bei empfindlicher Haut, Juckreiz oder stumpfem Fell. Auch bei Herz- oder Nierenerkrankungen können EPA und DHA Teil eines tierärztlich überwachten Ernährungskonzepts sein. Wichtig sind dabei Faktoren wie Futter, Dosierung, Erkrankung und mögliche Wechselwirkungen. Darum sollten Sie die Anwendung von Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln für Hunde und Katzen tierärztlich abklären lassen.

Wesentlich ist auch die Quelle: Leinöl enthält zwar Omega-3, liefert aber vor allem eine Vorstufe, die der Tierkörper erst in EPA und DHA umwandeln muss. Hunde können das nur begrenzt, Katzen noch weniger. Wer die beiden Formen also gezielt ergänzen möchte, sollte ein marines Öl wie Algenöl oder Lachsöl verwenden, das für Hund und Katze geeignet ist.

Lassen Sie sich bei der Auswahl von Ihrer Tierarztpraxis, der Ernährungsberatung oder im Fachhandel – etwa bei Fressnapf – beraten. Produkt und Dosierung sollten zur Ernährung und zum Gesundheitszustand des Tieres passen. Überdosiertes oder falsch gelagertes Omega-3-Öl kann sonst mehr schaden als nutzen.

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Vitamine, Mineralstoffe, Taurin: als Ergänzungsfuttermittel sinnvoll?

Um den Nährstoffbedarf von Hund und Katze zu decken, ist auch die ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen elementar. Dennoch sollten diese nicht einfach nach dem Motto «Viel hilft viel» zugefüttert werden, da es sonst zu Überdosierungen kommen kann, welche die Gesundheit des Tieres beeinträchtigen können. Das gilt unter anderem für fettlösliche Vitamine wie A, D und E und Mineralstoffe wie Calcium und Phosphor.

Wird allerdings ein Mangel festgestellt oder verändert sich der Bedarf – etwa durch eine besondere Art der Fütterung wie BARF oder gesundheitliche Probleme –, können Mineralstoffe und Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel für Hunde und Katzen sinnvoll sein. Beim Hund können zum Beispiel die B-Vitamine und Biotin beim Fellwechsel unterstützen. Calcium und Phosphor sind wichtig für Knochen und Zähne, sollten aber insbesondere bei Jungtieren vorsichtig dosiert werden.

Zink spielt eine Rolle für Haut, Fell, Immunsystem und Wundheilung und kann bei Aufnahmestörungen des Darms nützlich sein. Ähnlich gezielt lässt sich Vitamin B12 einsetzen, das am Energiestoffwechsel, der Bildung roter Blutkörperchen und dem Schutz der Nervenzellen beteiligt ist. Es kann als Ergänzungsfuttermittel hilfreich sein, wenn Magen-Darm-Erkrankungen die Aufnahme verringern.

Die Versorgung mit Taurin ist für Katzen essenziell: Sie können die Aminosäure nicht ausreichend selbst bilden und müssen sie daher über die Nahrung aufnehmen. In manchen Fällen kann eine Ergänzung nötig sein, denn Taurin hat unter anderem Einfluss auf die Netzhaut, die Herzfunktion und das Immunsystem. Wann eine zusätzliche Gabe notwendig ist, klären Sie ‒ wie bei allen Futterzusätzen ‒ am besten mit einer Fachperson.

Grünlippmuschel und Co.: zur Gelenkunterstützung bei Hund und Katze geeignet?

Wenn Hunde und Katzen steifer laufen, nicht mehr gern springen oder nach dem Liegen schwer in Gang kommen, können das Hinweise auf Gelenkprobleme sein. Gerade bei älteren Tieren, Übergewicht oder Arthrose braucht es dann eine tierärztliche Diagnose, angepasste Bewegung und Ernährung sowie – falls nötig – eine individuelle Schmerztherapie.

Nahrungsergänzungsmittel können Hunde und Katzen, die unter Gelenkbeschwerden leiden, zusätzlich unterstützen. Besonders bekannt ist die Grünlippmuschel, die häufig als Extrakt oder Kombipräparat angeboten wird. Sie liefert unter anderem Omega-3-Fettsäuren und Glykosaminoglykane, also Stoffe, die für Gelenkknorpel und Gelenkflüssigkeit relevant sind. Auch Glucosamin und Chondroitin kommen häufig in Gelenkpräparaten vor.

Studien bei Hunden mit Arthrose liefern Hinweise darauf, dass entsprechende Präparate Schmerzen und Beweglichkeit günstig beeinflussen können. Die Wirkung ist jedoch nicht bei jedem Tier gleich und tritt selten sofort ein. Insbesondere bei Katzen ist wichtig, nur Gelenkzusätze zu verwenden, die ausdrücklich für ihre Tierart vorgesehen sind.

Ausserdem wichtig zu wissen: Bei Ergänzungsfuttermitteln kommt es nicht nur auf die mögliche Wirkung an, sondern auch auf die Verträglichkeit. Bei empfindlichen Tieren sollten Sie neue Präparate deshalb langsam einschleichen und Reaktionen aufmerksam beobachten. Verträgt Ihr Tier den Zusatz gut, kann er je nach Anweisung dauerhaft oder zeitweise Teil der Fütterungsroutine werden. Für kleine Notfälle im Alltag und unterwegs lohnt sich zusätzlich eine gut sortierte Haus- und Reiseapotheke.

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