Fasten fördern

So wird die Fastenkur sicher und effektiv

Fasten ist nichts für den hektischen Alltag. Denn die Reinigungsprozesse unseres Körpers greifen tief. Gönnen wir uns also die Ruhe und Unterstützung, die wir brauchen. Zudem gibt es einfache Tricks, um die positiven Effekte lange beizubehalten.

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1. Lieber entspannt fasten

Am besten sollte man entspannt fasten, denn wenn das Nervensystem in den parasympathischen Zustand eintritt, kann der Körper besonders gut verdauen und entschlacken. Gönnen Sie sich also eine Auszeit, unterstützen Sie den Prozess durch etwas Wellness. Sanfte Bewegung wie Yoga, Radfahren oder regelmässige Spaziergänge an der frischen Luft entspannen Körper und Geist und fördern die Ausscheidung. Meditation aktiviert zusätzlich die Selbstheilungskräfte und fördert die Regeneration. Der Grossputz beim Fasten ist anstrengend für den Körper. Erlauben Sie sich deshalb mehr Schlaf als sonst. Sparen Sie zudem Genussgifte während der Fastenkur aus, verzichten Sie also für diese Zeit auf Alkohol, Kaffee und Zigaretten.

2. Leberwickel unterstützt die Entgiftung

Sie brauchen eine Wärmflasche, ein grosses und ein kleines Handtuch. Tränken Sie das kleine Handtuch in warmem Wasser und wringen Sie es aus. Legen Sie es nun auf den rechten Oberbauch. Darüber positionieren Sie die gefüllte Wärmflasche. Das grosse Handtuch wird darum gewickelt und hält alles an Ort und Stelle, während Sie sich unter einer Decke auf dem Sofa ausruhen. Der feuchtwarme Wickel fördert die Durchblutung von Leber und Galle. Besonders effektiv ist er abends, wenn die Stoffwechselaktivität der Leber am höchsten ist. Trinken Sie zudem reichlich Wasser und Kräutertee, um die Entgiftung über die Nieren zu fördern.

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3. Wann nicht fasten?

Gesunde können problemlos ein paar Tage fasten. Wenn Sie sich Ihres Gesundheitszustands nicht sicher sind, lassen Sie zuvor einen ärztlichen Checkup machen. Das ist insbesondere für chronisch Kranke notwendig, dazu zählen auch Schilddrüsen-, Leber-, Gallen- oder Nierenleiden. Schwangere, ältere und immungeschwächte Menschen (zum Beispiel durch bestimmte Rheuma-Medikamente) oder Menschen mit starkem Untergewicht sollten nicht fasten. Auch für Personen, die sich gerade von einer schweren Erkrankung oder Operation erholen, ist Fasten tabu; für Kinder und Jugendliche sowieso. Für Menschen mit schweren Herz- oder Krebserkrankungen ist Fasten ebenfalls ausgeschlossen.

4. Dauerhaft bewusst essen

Achten Sie auf Ihr Sättigungsgefühl. Vielfach wurden wir als Kinder dazu erzogen, den Teller um jeden Preis leerzuessen. Das gilt jetzt nicht mehr. Denn über den Hunger zu essen, belastet den Verdauungstrakt unnötig.

Konzentrieren Sie sich aufs Essen. Zerkauen Sie jeden Bissen gründlich, sodass er vollkommen zerkleinert ist, also mindestens 30 Mal. Das dauert relativ lange. So wird automatisch weniger Nahrung aufgenommen, da sich nach etwa 20 Minuten ein Sättigungsgefühl einstellt.

Wenn Sie einmal zu viel gegessen haben und sich unangenehm voll fühlen, gleichen Sie es aus, indem Sie tags darauf ein Drittel weniger essen. Das entlastet die Verdauung und auf Dauer sogar das Herz-Kreislaufsystem.

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