Endlich weniger schwitzen

Fünf Tipps gegen lästige Nässe und Schweissgeruch

Deo, Antitranspirant und Co. sind bewährte Mittel gegen Schweiss. Doch auch mit anderen Massnahmen lassen sich unangenehme Nässe und Geruchsbildung reduzieren. Diese fünf Tipps können Ihnen helfen, im Alltag weniger zu schwitzen.

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Durch atmungsaktive Kleidung weniger schwitzen

In puncto Schweiss hat die Wahl der Kleidung einen grossen Einfluss auf das Körpergefühl. Einerseits kann Kleidung, die zu warm, zu eng oder aus synthetischen, luftundurchlässigen Materialien hergestellt ist, zu einem Wärmestau führen, der tatsächlich die Schweissbildung begünstigt. Andererseits kann Kleidung aber auch dazu führen, dass wir zwar objektiv gesehen nicht weniger schwitzen, uns aber trotzdem weniger verschwitzt fühlen.

So sollten Sie vor allem im Sommer atmungsaktive Kleidung tragen. Dazu gehören vorwiegend Naturfasern wie Baumwolle, Leinen und Seide, aber auch halbsynthetische Viskose von hoher Qualität. Diese Stoffe ermöglichen eine gute Luftzirkulation und können viel Feuchtigkeit aufnehmen. Während Baumwolle und Viskose relativ viel Zeit benötigen, um zu trocknen, geben Kleidungsstücke aus Leinen Feuchtigkeit rascher an die Umgebung ab. Das Resultat: Obwohl Sie schwitzen, fühlen Sie sich trockener und frischer.

Einen ähnlichen Effekt hat Funktionskleidung: Normalerweise verstärkt Kleidung aus synthetischem Material oft das Schwitzen, doch bei hochwertiger Funktionskleidung leiten Mikrofasern mit atmungsaktiven Membranen den Schweiss gezielt nach aussen und trocknen sehr schnell. Mesh-Einsätze verbessern zusätzlich die Belüftung. Somit kommen Sie etwa beim Sport mit dieser speziellen Kleidung nicht so leicht ins Schwitzen. Ausserdem generell empfehlenswert: helle Farben, die Sonnenstrahlen reflektieren, sowie lockere Passformen.

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Mit der richtigen Körperpflege Schweissgeruch reduzieren

Wenig überraschend, aber doch erwähnenswert: Tägliches Waschen oder Duschen mit reinigenden Seifen oder Waschlotionen beugt Schweissgeruch vor. Dieser entsteht nämlich erst dann, wenn Bakterien auf der Haut den Schweiss zersetzen. Körperhygiene ist demnach ein wichtiger Faktor, wenn Sie nicht nach Schweiss riechen möchten. Duschen Sie aber nicht zu heiss oder zu kalt: Extreme Wassertemperaturen können dazu führen, dass Sie anschliessend noch mehr schwitzen.

Ob rasierte Achseln dazu beitragen, weniger zu schwitzen und damit auch Schweissgeruch zu reduzieren, ist umstritten: Einige Fachleute sagen, dass Achselhaare den Schweiss besser nach aussen transportieren, wo er dann verdunsten kann. Andere wiederum behaupten, dass die Bakterienbesiedlung bei behaarten Achselhöhlen ausgeprägter ist und der Schweissgeruch dadurch intensiver sein kann. Es ist also eine individuelle Entscheidung, womit Sie sich wohler fühlen.

Ernährungstipps, um weniger zu schwitzen

Mit unserer Ernährung können wir tatsächlich beeinflussen, ob wir mehr oder weniger schwitzen. Denn es gibt Lebens- und Genussmittel, welche die Schweissbildung verstärken können: Dazu gehören unter anderem koffeinhaltige Getränke und Produkte wie Kaffee, Schwarztee oder Mate- und Guarana-Erzeugnisse, aber auch Alkohol und Nikotin. Ebenso können Gewürze wie Chili und Pfeffer dazu führen, dass wir mehr Schweiss produzieren. Möchten Sie weniger schwitzen, sollten Sie also scharfes Essen ‒ und übrigens auch eiskalte Getränke ‒ vermeiden.

Dagegen sollen zinkhaltige Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Nüsse und Gemüse, aber auch Zitrusfrüchte und säuerliche Milchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch helfen, die Schweissbildung zu hemmen. Ein besonderer Tipp, um übermässiges Schwitzen zu verhindern, ist Salbei: Regelmässig als Tee oder als Kapseln eingenommen, soll er die Schweissproduktion deutlich reduzieren.

Optisch weniger schwitzen dank Achselpads

Mit unserem nächsten Tipp werden Sie zwar nicht weniger schwitzen, aber frischer wirken: Steht zum Beispiel im Büro ein wichtiges Meeting an, kann es sinnvoll sein, sich mit Achselpads gegen Schweissflecken zu wappnen. Die praktischen Helfer gibt es sowohl als Einweg- als auch waschbare Variante in verschiedenen Grössen und Materialien. In der Regel lassen sie sich einfach auf den inneren Teil der Ärmelnaht kleben und saugen dort den Schweiss auf.

Die Vorteile: kein nasses Gefühl unter den Achseln und keine von aussen sichtbaren Schweissflecken. So vermeiden Sie nicht nur peinliche Momente, sondern schützen zugleich Ihre Kleidung vor Verfärbungen. Allerdings ist der Effekt von Achselpads eher optischer Natur. Eine eventuelle Geruchsbildung können sie nicht verhindern.

 Medizinische Schweissdrüsenbehandlungen für extreme Fälle

Starkes Schwitzen kann auch gesundheitliche Ursachen haben. Ein Grund ist beispielsweise die sogenannte Hyperhidrose, eine krankheitsbedingt erhöhte Schweissproduktion, die unabhängig von Temperaturen und körperlichen Aktivitäten auftritt. Dagegen können spezielle Antitranspirante, Salben oder Sprays helfen. Je nach Ausprägung sind auch andere Behandlungen möglich: Die Therapiemethoden reichen von Gleichstrom-, Ultraschall- oder Mikrowellenbehandlungen über Botox-Injektionen, um die Nervenbahnen zu den Schweissdrüsen zu unterbrechen, bis zu chirurgischen Eingriffen. Dabei können unter anderem die Schweissdrüsen entfernt oder Nervenstränge, die an der Schweissbildung beteiligt sind, durchtrennt werden. Bevor Sie jedoch über solche Massnahmen nachdenken, um weniger zu schwitzen, sollten Sie einen Facharzt konsultieren.

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