Donnern im Kopf? Typische Anzeichen für Migräne

Wissenswertes über Migräne-Ursachen und Auslöser

Über eine Million Schweizer leiden an Migräne. Das häufigste Anzeichen sind heftige, anfallartige Kopfschmerzattacken, die Betroffene oft zur Bettruhe zwingen. Welche Auslöser und Ursachen Migräne hat und welche Medikamente helfen, erfahren Sie hier.

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Pulsierende Kopfschmerzen, Übelkeit, Reizempfindlichkeit – das sind typische Migräne-Anzeichen. Doch worin liegt der Unterschied zwischen Kopfschmerzen und Migräne und woran erkennen Sie die Krankheit? Welche Ursachen hat Migräne und welche Tabletten helfen? Ein Überblick.

Migräne – was ist das?

Wenn Sie nach einer Definition von Migräne suchen, hilft bereits die Übersetzung des Begriffs als «einseitiger Kopfschmerz». Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung, die sich i. d. R. über anfallartige, oft einseitige Kopfschmerzattacken äussert. Die sind ein deutliches Anzeichen für Migräne und können in mehreren Phasen bis zu 72 Stunden dauern. Weil sich die Schmerzen durch körperliche Aktivität verstärken, sind Betroffene meist zur Bettruhe verdammt. Je nachdem, wie ausgeprägt die Krankheit auftritt, kann sie Patienten ordentlich ausbremsen. Frauen sind übrigens häufiger betroffen als Männer.

Anzeichen: Woran Sie Migräne erkennen

Neben dem Kopfschmerz sind auch Übelkeit, Erbrechen, Geräusch- und Lichtüberempfindlichkeit Anzeichen für Migräne. Bei manchen Betroffenen treten auch Wahrnehmungsstörungen auf (Aura), die das Sehen betreffen, aber auch Empfindungs-, Gleichgewichts- oder Sprachprobleme. Bei einigen kündigt sich ein Migräneanfall vorher an ‒ etwa durch innere Unruhe, Konzentrationsstörungen oder Müdigkeit.

Wenn Sie nicht wissen, ob Sie betroffen sind, erfahren Sie hier mehr über die Unterschiede zwischen Kopfschmerzen und Migräne (https://www.helsana.ch/de/blog/koerper/krankheiten/kopfschmerzen-oder-migraene.html). Auch können Sie einen Migräne-Test machen: Hier stehen Ihnen – je nach Symptomen – einige Migräne-Tests ((https://migraineaction.ch/index.php/schnelltest) online zur Verfügung. Aber: Ein Migräne-Testergebnis ersetzt keine ärztliche Diagnose!

Vielleicht fragen Sie sich, wann Sie bei Migräne zum Arzt gehen sollten. Dabei hilft die SNOOP-Regel:

• S – systemische Symptome: Wenn zum Kopfschmerz Symptome hinzukommen, die den ganzen Körper betreffen, etwa Fieber

• N ‒ neurologische Symptome: Wenn Sie zusätzlich Symptome wie Schwindel, Verwirrtheit, Seh- oder Sprachstörungen haben

• O – Onset: Wenn Kopfschmerzen explosionsartig einsetzen

• O – Older Age of Onset: Wenn Sie über 50 Jahre alt sind und nie zuvor derart starke Kopfschmerzen hatten

• P – Pattern Change: Wenn sich das gewohnte Kopfschmerzmuster ändert

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Aber welcher Arzt ist bei Migräne der richtige? Für eine Migräne-Diagnose und -behandlung ist der Neurologe der passende Ansprechpartner.

Welche Auslöser und Ursachen hat Migräne?

Die Ursachen von Migräne sind nicht endgültig geklärt. Die Krankheit hängt wohl mit der Durchblutung von Blutgefässen im Gehirn zusammen, die durch eine vermehrte Ausschüttung von Botenstoffen (Neurotransmitter) beeinträchtigt wird. Dadurch kommt es zu Entzündungsreaktionen im Hirn. Die Veranlagung für die Überaktivität ist wohl genetisch bedingt. Etwas eindeutiger als die Ursachen von Migräne sind deren Auslöser. Bekannte «Trigger» sind unter anderem:

• körperlicher und seelischer Stress

• Schlafmangel

• Medikamente

• Nahrungsmittel

• Alkohol

• Wetterveränderungen

• Reizüberflutung (Licht, Geräusche etc.)

• Hormonschwankungen (bei Frauen)

Was wirkt? Medikamente gegen Migräne

Welche Tabletten gegen Migräne eingesetzt werden, entscheiden Ärzte individuell. Bei akuten Attacken sind andere Medikamente gegen Migräne gefragt wie in schwächeren Fällen. Bei schwerer Migräne setzt man spezielle Wirkstoffe ein, die Linderung verschaffen. Lassen Sie sich hierzu unbedingt von einem Mediziner beraten.

Neben Medikamenten gegen Migräne helfen auch Hausmittel. In unserem Artikel: «Diese Tipps und Hausmittel helfen gegen Migräne» erhalten Sie weitere Infos.

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