Besser schlafen mit sanftem Druck?
So finden Sie die passende Gewichtsdecke für gute Nächte
Kennen Sie das auch: Unruhige Nächte, Probleme beim Einschlafen, häufiges Aufwachen in der Nacht? Dann kann Ihnen vielleicht eine Gewichtsdecke helfen. Wir bei Consumo zeigen, wann sich die Investition wirklich lohnt.
Sanfter Druck, tiefer Schlaf? So wirken Gewichtsdecken
Viele Menschen schwören bei Schlafproblemen auf Gewichtsdecken. Aber wie wirken sie eigentlich? Das Geheimnis liegt in der sogenannten Tiefendruckstimulation: Durch das Gewicht üben die Decken gleichmässigen Druck auf den Körper aus, ähnlich wie eine Umarmung. Das kann das Nervensystem beruhigen, die Produktion von Glückshormonen wie Serotonin fördern und so zu einem ruhigeren, tieferen Schlaf beitragen.
Ist die Wirkung von Gewichtsdecken wissenschaftlich belegt?
Bisherige Studien zu Gewichtsdecken zeigen mögliche positive Effekte, vor allem bei Menschen mit Schlaf- oder Angstproblemen. Gerade bei innerer Unruhe, Einschlafproblemen oder Reizüberflutung berichten viele Nutzer von einer beruhigenden Wirkung. Für gesunde Schläfer liegt allerdings keine belastbare wissenschaftliche Evidenz vor. Ob eine Gewichtsdecke wirkt, hängt daher sehr stark von persönlichen Bedürfnissen und Umständen ab.
„Eine mögliche Erklärung für die beruhigende und schlaffördernde Wirkung ist der Druck, den die Decke auf verschiedene Stellen des Körpers ausübt und damit das Tastgefühl stimuliert, ähnlich wie bei Akupressur und Massage», sagte Psychiater Dr. Mats Alder von der Abteilung für klinische Neurowissenschaften am Karolinska Institutet in Stockholm im Gespräch mit der Schweizer Illustrierten. Wichtig ist aber auch: Bei körperlichen Einschränkungen oder Atemwegserkrankungen sollte auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden, ob eine Gewichtsdecke geeignet ist.
Eine Frage des Gewichts
Beim Kauf einer Gewichtsdecke sollten Sie vor allem auf das richtige Gewicht achten, denn das kann entscheidend für die Wirksamkeit und den Komfort sein. Als Faustregel gilt: Die Decke sollte ungefähr 10 Prozent des eigenen Körpergewichts wiegen. Ist die Decke zu schwer, kann sie sich erdrückend anfühlen oder den Schlaf sogar stören.
Ebenso wichtig ist die richtige Grösse: Für Einzelpersonen reicht meist das Standardformat 135 Zentimeter mal 200 Zentimeter, für grössere Menschen gibt es längere Varianten. Paardecken sind eher unpraktisch, denn das Gewicht der jeweiligen Schläfer kann ja sehr verschieden sein.
Material, Füllung und Verarbeitung: Das steckt drin
Nicht nur das Gewicht, auch das Material spielt eine Rolle. Beliebt sind zum Beispiel Füllungen mit Glasperlen: Sie sind fein, geräuschlos und verteilen sich gleichmässig über die Decke. Manche Hersteller verwenden auch Plastik- oder Metallkügelchen, andere setzen auf Naturmaterialien wie beispielsweise Hirseschalen.
Beim Aussenmaterial sind hautfreundliche Stoffe wie Baumwolle, Mikrofaser oder Tencel gefragt, denn sie sorgen für angenehmes Schlafklima. Praktisch ist auch ein abnehmbarer, waschbarer Bezug, besonders für Allergiker.
Für wen eignen sich Gewichtsdecke?
Die Decken können grundsätzlich von Kindern und Erwachsenen genutzt werden, jeweils vorausgesetzt, sie können das Gewicht selbstständig bewegen und die Decke auch alleine entfernen. Lassen Sie sich hier im Zweifel von Fachpersonal beraten. Nicht geeignet sind Gewichtsdecken dagegen für Menschen mit Schlafapnoe, Kreislaufschwäche oder motorischen Einschränkungen. Auch bei chronischen Erkrankungen sollte vor dem Kauf ärztlicher Rat eingeholt werden.