Selbstbräuner richtig anwenden
Selbstbräuner richtig anwenden
Aussehen, wie von der Sonne geküsst, ohne UV-Strahlen ausgesetzt zu sein – das versprechen Selbstbräuner. Ob Lotion, Mousse oder Tropfen: Mit der richtigen Vorbereitung und Anwendung gelingt ein natürlicher Teint ganz ohne Streifen oder Ränder.
Wer einen frischen, leicht gebräunten Teint liebt, muss dafür nicht zwingend stundenlang in der Sonne liegen. Selbstbräuner sind eine beliebte und hautschonende Alternative – und das nicht nur im Sommer. Das ganze Jahr über sorgen sie für einen gesunden Glow, ganz ohne schädliche UV-Strahlen. Doch für ein wirklich natürliches Ergebnis kommt es auf die richtige Vorbereitung und Anwendung an.
So funktionieren Selbstbräuner
Der entscheidende Wirkstoff in fast allen Selbstbräunern heisst «Dihydroxyaceton», kurz: «DHA». Dabei handelt es sich um ein synthetisches Zuckermolekül, das nach dem Auftragen mit den Proteinen der obersten Hautschicht reagiert. Nach etwa zwei bis vier Stunden entsteht eine bräunliche Verbindung, die mit dem Abstossen der obersten Hautzellen auch wieder verschwindet. Anders als beim natürlichen Bräunen in der Sonne entsteht kein Melanin. Das körpereigene Bräunungspigment fungiert beim regelmässigen Sonnenbad als leichter Schutzschild gegen UV-Strahlen. Ihre mit Selbstbräunern gebräunte Haut benötigt also im Freien unbedingt eine Sonnencreme mit ausreichend Lichtschutzfaktor.
Die richtige Textur wählen
Von cremiger Mousse bis zu leichten Bräunungstropfen: Die Auswahl im Handel ist gross. Mousse und Lotion eignen sich besonders gut für den Körper und lassen sich mit einem «Tan Brush» oder einem Handschuh gleichmässig verteilen. Sprays sind praktisch für den Rücken oder andere schwer erreichbare Stellen. Für das Gesicht empfehlen sich leichte Seren. Wer zum ersten Mal Selbstbräuner verwendet, greift am besten zu einem graduellen Produkt. Hier entsteht beim ersten Auftragen nur eine sehr leichte Tönung, die sich bei mehrmaligem Anwenden Schritt für Schritt verstärkt. Wenn Sie empfindlich auf Duftstoffe reagieren, halten Sie nach parfümfreien Produkten Ausschau.
Vorbereitung für ein gleichmässiges Ergebnis
- Duschen Sie vor der Anwendung und tragen Sie ein gründliches Körperpeeling auf, um die obersten Hautschüppchen zu entfernen.
- Epilieren oder rasieren sollten Sie sich ebenfalls besser vor als nach der Anwendung – idealerweise mindestens 12 Stunden vor dem Selbstbräunen.
- Cremen Sie sehr trockene Hautpartien wie Knie oder Ellenbogen dünn ein und lassen Sie die Feuchtigkeitscreme vollständig einziehen.
Auftragen: So vermeiden Sie Ränder
Für die Anwendung am Körper gilt: Tragen Sie den Selbstbräuner am besten mit einem Handschuh, dem sogenannten «Tanning Mitt», auf, um Ihre Hände vor Verfärbungen zu schützen. In manchen Startersets ist so ein Handschuh schon mit dabei. Das Auftragen erfolgt in kreisenden Bewegungen, um Streifen zu vermeiden. Arbeiten Sie sich von unten nach oben vor. Übergänge an den Knöcheln, an den Handgelenken oder am Haaransatz lassen sich mit einem feuchten Tuch verblenden. Nach dem Auftragen sollten Sie sich erst anziehen, wenn der Selbstbräuner vollständig eingezogen ist. Bei vielen Produkten können Sie nach circa 15 Minuten zumindest lockere Kleidung überwerfen. Duschen und starkes Schwitzen sollten Sie die nächsten sechs bis acht Stunden vermeiden. Das endgültige Ergebnis zeigt sich nach etwa 24 Stunden.
Für das Gesicht geben Sie den Selbstbräuner sparsam in die Tagespflege, mischen beides auf der Handfläche und tragen die Mischung dann gleichmässig auf – danach Hände waschen nicht vergessen. Achten Sie besonders am Haaransatz, den Nasenflügeln, den Augenbrauen und am Übergang zum Hals auf eine saubere Verblendung. Wer die Bräune über einen langen Zeitraum erhalten möchte, wiederholt die Anwendung alle drei bis vier Tage und pflegt die Haut täglich mit einer Bodylotion.