Head Spa – der neue Trend aus Japan

Wellness für Haare, Kopfhaut und die Sinne

Vergessen Sie herkömmliche Haarpflege: Head Spa bietet Wellness pur für Kopfhaut, Haare und auch für die Seele. Was hinter dem japanischen Pflegeritual steckt – und warum es gerade jetzt bei uns im Trend ist.

Smokey Eyes für grüne Augen
Foto: Getty Images

Wer sich müde, gestresst oder verspannt fühlt, denkt selten an die Kopfhaut. Dabei kann genau dort die Lösung liegen – oder besser gesagt: die Entspannung. Zumindest, wenn es nach einem neuen Trend geht, der ursprünglich aus Japan kommt: Head Spa. Das Pflegeritual stellt genau diese oft vernachlässigte Region in den Mittelpunkt. Statt nur die Haare zu waschen, wird die Kopfhaut gereinigt, massiert, verwöhnt – und das auf eine Weise, die nicht nur den Körper, sondern auch den Geist zur Ruhe bringen soll. Ursprünglich in japanischen Beauty-Salons entwickelt, ist der Head Spa dort längst ein fester Bestandteil der Haarpflegeroutine. Nun entdecken auch immer mehr Schweizer dieses wohltuende Ritual für sich.

Kopfhaut-Wellness aus Japan

Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll. Eine Head-Spa-Behandlung beginnt meist mit einer sanften Analyse der Kopfhaut. Ziel ist es, herauszufinden, was die Kopfhaut gerade braucht – etwa Reinigung, Feuchtigkeit oder etwas zur Beruhigung. Anschliessend folgt eine Kombination aus warmem Dampf, hochwertigen Pflegeprodukten und gezielten Massagegriffen, die Verspannungen lösen und die Durchblutung fördern. In manchen Studios kommt dabei auch ein spezielles Gerät zum Einsatz: ein bogenförmiger Wasseraufsatz, aus dem warmes Wasser gleichmässig über die Kopfhaut fliesst. Ein Gefühl, das viele mit einem sanften Wasserfall vergleichen.

In Japan gelten Kopfhaut und Haarwurzeln als Spiegel der Gesundheit. Deshalb wird der Head Spa dort nicht nur aus kosmetischen, sondern auch aus therapeutischen Gründen genutzt, etwa bei Haarausfall,  Spannungsgefühlen oder Schlafproblemen. Auch in der Schweiz erkennen immer mehr Menschen, wie wohltuend diese Auszeit sein kann. Salons wie das «Japanese Head Spa» in Aarau, sowie «Idzumi» oder «FLEEK Coiffure» in Zürich bieten mittlerweile spezialisierte Behandlungen an, die dem japanischen Original sehr nahekommen.

Tradition trifft modernen Lifestyle

Warum der Trend gerade jetzt so gut ankommt, lässt sich leicht erklären: Unser Alltag ist oft hektisch, der Druck steigt und die Sehnsucht nach wohltuenden Pausen wächst. Gleichzeitig wird für viele immer deutlicher, dass schönes und gesundes Haar bei der Kopfhaut beginnt. Trockene, juckende oder verspannte Kopfhaut ist längst kein Randthema mehr, sondern betrifft viele Menschen, gerade mit zunehmendem Alter oder in stressigen Zeiten. Der Head Spa bietet hier eine sanfte und zugleich wirksame Lösung. Statt zu kratzen oder zu überpflegen, wird gezielt entspannt und unterstützt, ganz ohne aggressive Produkte oder invasives Vorgehen.

Auch medizinisch ist gegen den neuen Pflegetrend nichts einzuwenden – im Gegenteil. Dr. med. Malte Schmelter, Facharzt für Dermatologie an der Skinmed Klinik in Lenzburg, sieht im Head Spa durchaus Positives, wie er im Gespräch mit 20 Minuten sagte. Nur in bestimmten Fällen sei etwas Vorsicht geboten: «Wenn jemand keine gesunde Kopfhaut hat, etwa an einer Schuppenflechte oder Neurodermitis leidet oder sehr trockene Haut hat, kann die Behandlung zu aggressiv sein», erklärt der Experte. Der Grund: Durch die intensive Reinigung wird der natürliche Talgfilm der Haut entfernt. Wer allerdings nur etwa einmal im Monat eine Head-Spa-Behandlung geniesst, muss sich laut Dr. Schmelter keine Sorgen machen. Im Gegenteil: «Das Treatment ist förderlich für eine gesunde Kopfhaut.»

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