Lama, Esel oder Ziege: Trekking mit Tieren

Schweizer Wanderabenteuer mit tierischer Begleitung

Wer Tiere und Natur liebt, für den ist Trekking mit Tieren in der Schweiz genau das Richtige. Ob Lama, Esel, Ziege oder Husky: Bei diesen Wanderungen lernen Sie Ihre vierbeinigen Begleiter hautnah kennen und schaffen unvergessliche Erlebnisse.

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Wandertouren in der Schweiz gehören für viele Menschen zu den Highlights in den Ferien oder auf Ausflügen. Besonders werden diese Touren, wenn Sie nicht allein unterwegs sind: Beim Trekking mit Tieren lassen Sie sich nicht nur auf die Wanderstrecke ein, sondern begegnen Lamas, Eseln, Geissen oder Schlittenhunden auf eine ganz neue Weise. Wir verraten Ihnen daher, wo Sie hierzulande in tierischer Begleitung wandern können.

Wandern mit Andenbewohnern: Lama- und Alpakatrekking

Sie sind eigentlich in den südamerikanischen Anden zu Hause, aber mittlerweile auch in der Schweiz verbreitet: Lamas und Alpakas sind genügsame, sanfte Tiere, die sich wunderbar als Gefährten bei einer Wanderung eignen. Während das grössere robuste Lama beim Trekking häufig das Gepäck trägt, damit Sie unbeschwert laufen können, ist das kleinere flauschige Alpaka vor allem bei Kindern beliebt. Nicht umsonst werden die ruhigen Paarhufer auch zur tiergestützten Therapie eingesetzt.

Trekking mit Tieren wie Lamas und Alpakas ist nahezu überall in den Schweizer Bergen möglich – angefangen von kürzeren Schnuppertouren bis zu mehrtägigen Wanderungen mit Übernachtung. Angebote für Lamatrekking finden Sie unter anderem in Schwarzenburg und Attiswil im Kanton Bern, in St. Niklaus im Wallis oder in der Surselva in Graubünden. Wandern mit Alpakas können Sie zum Beispiel im Zürcher Oberland - oder Sie fahren gemeinsam mit den Tieren in der Gondel hoch auf den Solothurner Hausberg Weissenstein.

Übrigens: Lamas und Alpakas gehören zur Familie der Kamele. Wenn Sie einmal fernab der Wüste auf den Tieren reiten möchten, empfiehlt sich eine Kameltrekking-Tour – etwa in Huttwil im Kanton Bern oder in Neukirch an der Thur im Kanton Thurgau.

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Erfrischend anders: Esel- und Ziegentrekking

Sie sind nicht stur, sondern sie sondieren die Lage: Eseltrekking entschleunigt, weil die Tiere geduldig und menschenbezogen sind und kein hohes Tempo an den Tag legen. Als traditionelle Lastentiere nehmen sie Ihnen auch den Rucksack ab oder lassen manchmal – sofern sie es gewohnt sind – auch kleinere Kinder auf ihrem Rücken reiten. Wandern mit Eseln können Sie beispielsweise in Selzach im Kanton Solothurn, in Davos Wiesen in Graubünden oder in der Region Toggenburg im Kanton St. Gallen.

Ein gänzlich anderes Temperament können Sie beim Trekking mit diesen Tieren erwarten: Ziegen sind neugierig, verspielt und geschickte Kletterer, sodass sie Sie auch auf etwas alpineren Strecken begleiten können. Kinder haben besonders viel Spass an den frechen Geissen, die sie an der Leine führen oder frei herumspringen lassen können. Ziegentrekking können Sie unter anderem buchen in der Region Maloja in Graubünden, in Isenthal im Kanton Uri oder im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft.

Für passionierte Reiter: Pony- und Pferdetrekking

Wer gerne hoch zu Ross ist, für den dürfte Pferdetrekking die perfekte Art sein, die beeindruckenden Schweizer Landschaften kennenzulernen. Wanderreiten, wie Pferdetrekking auch genannt wird, ist je nach Strecke sowohl etwas für Anfänger als auch für erfahrene Reiter. Letztere können sich auch an alpine Touren herantrauen. Ausflüge und mehrtägige Reittouren werden unter anderem angeboten in Erschmatt im Wallis, in Scuol in Graubünden oder in Roches im Kanton Bern.

Im Gegensatz zum Wanderreiten sind Sie beim Ponytrekking in der Regel zu Fuss unterwegs, dürfen aber Ihren Rucksack oft an die Kleinpferde abgeben. Der Vorteil: Sie müssen keine Reiterfahrung mitbringen. Stattdessen führen Sie die Tiere und treten so in einen engen Kontakt mit ihnen. Daher eignet sich das Wandern mit Ponys besonders für Familien mit Kindern. Erleben können Sie dieses gemütliche Tiertrekking beispielsweise in der Gemeinde Wimmis im Kanton Bern oder in Beinwil (Freiamt) im Aargau.

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Schlittenhunde fernab des Winters: Huskytrekking

Was machen Schlittenhunde eigentlich, wenn kein Schnee liegt? Sie begleiten Sie beim Huskytrekking. Wobei sie mehr als das tun ‒ sie bringen Sie beim Wandern so richtig in Schwung: Verbunden durch einen Hüftgurt ziehen die Hunde Sie auf jeden Gipfel. Während Sie in Bewegung sind, erfahren Sie nicht nur viel über die Umgebung, sondern auch über das Leben der Tiere, die Sie manchmal sogar mitfüttern dürfen.

Ein einzigartiges Erlebnis im Frühling, (kühleren) Sommer oder Herbst, das vor allem für sportliche Wanderer eine tolle Abwechslung zu normalen Touren bietet. Dabei können Sie auch Kontakte knüpfen, um die Schlittenhunde im Winter wiederzusehen. Anlaufstellen fürs Huskytrekking finden Sie etwa in Eschenbach oder Alt St. Johann im Kanton St. Gallen oder im Muotathal im Kanton Schwyz.

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