Esskultur entdecken: Italien, Marokko und Thailand

Von Märkten über Food-Events bis zu Kochkursen

Ob Pasta in Italien, Gewürze in Marokko oder Street Food in Thailand: Die Esskultur eines Landes erleben Sie am authentischsten abseits von Restaurants. Begleiten Sie uns auf einen kulinarischen Streifzug durch drei beliebte Reiseziele.

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Esskultur in Italien: mehr als Pizza und Pasta

Beim Food Travel in Italien lohnt es sich, nicht nur Restaurants zu besuchen, sondern auch Orte, an denen landestypische Spezialitäten ihren Ursprung haben. So zählt etwa der Mercato Trionfale in Rom zu den grössten Märkten des Landes: An über 270 Ständen finden Sie nicht nur frische Produkte wie Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch, sondern auch italienisches Street Food wie römische Supplì – frittierte Reisbällchen mit Tomaten und Mozzarella. Auf Sizilien bietet der Mercato di Ortigia in Syrakus mit seinem historischen Flair ein authentisches Einkaufserlebnis. Tauchen Sie dort unter anderem mit Caponata, geschmortem Auberginengemüse, oder süssen, mit Ricotta gefüllten Cannoli in die Küche der Insel ein.

Auch grössere Food-Events geben Einblick in die Esskultur in Italien: Im Sommer findet beispielsweise mit dem Pizza Village in Neapel eines der grössten Pizza-Festivals statt. Feinschmecker kommen ab Oktober bei der Internationalen Weisstrüffelmesse von Alba auf ihre Kosten.

Wer nicht nur wunderbares italienisches Essen geniessen, sondern auch selbst kochen möchte, der kann einen Kurs besuchen: So können Sie beispielsweise im Resort Casa di Langa im Piemont Kochkurse in regionaler Küche und im Nudelmachen buchen. Auch die Casa Artusi in der Emilia-Romagna weiht Sie in die Kunst der traditionellen Pasta-Herstellung ein – Sie können sich aber auch zeigen lassen, wie Sie Piadina, das einheimische Fladenbrot, backen.

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Marokkanisches Essen vor Ort: von Tajine bis Sfenj

Zwischen dampfenden Töpfen, Gewürzständen und Garküchen entfaltet sich die marokkanische Alltagsküche: Natürlich können Sie dem bekannten Marktplatz Djemaa el Fna in Marrakesch einen Besuch abstatten. Etwas weniger touristisch geht es jedoch in Stadtvierteln wie Bab Doukkala zu: Hier essen viele Einheimische an einfachen Ständen – ein idealer Ort, um Spezialitäten wie das berühmte Schmorgericht Tajine, Harira, eine würzige Suppe aus Hülsenfrüchten, Pastilla, gefüllte Pasteten, oder Sfenj, frittierte Teigkringel, zu probieren.

Darüber hinaus bekommen Sie auf den unzähligen Souks des Landes, etwa in Städten wie Rissani oder Taroudant, ein Gefühl für die Esskultur in Marokko. Dort finden Sie neben landestypischen Zutaten wie Oliven und Datteln auch Gewürze wie Kreuzkümmel, Zimt, Safran oder die Mischung Ras el Hanout. Entscheiden Sie sich beim Kauf am besten für ganze, ungemahlene Gewürze, die luftdicht und lichtgeschützt verpackt und gelagert wurden. Frische und getrocknete Datteln lassen sich zudem beim Dattelfest verkosten, das meist Ende Oktober in der Region Erfoud gefeiert wird.

Auch Kochkurse sind ein besonderes kulinarisches Erlebnis: Bei einheimischen Anbietern wie Latifa in Essaouira beginnt der Kurs mit einem gemeinsamen Einkauf auf dem örtlichen Souk. Anschliessend werden alte Familienrezepte in der privaten Küche zubereitet – ideal für alle, die ihre Urlaubserinnerungen zu Hause wiederaufleben lassen möchten.

Street Food in Thailand: Som Tam, Pad Thai und Co.

Street Food gehört in Thailand – wie in vielen Teilen Asiens – zum Alltag. In dem südostasiatischen Land kommen Sie an den allgegenwärtigen Garküchen nicht vorbei. Kein Wunder also, dass so viele Food-Touren durch die Strassen von Bangkok oder Chiang Mai führen: Hier erwarten Sie unter anderem Köstlichkeiten wie Som Tam, ein frisch-scharfer Papayasalat, Pad Thai, gebratene Reisnudeln mit verschiedenen Zutaten, knusprige Frühlingsrollen oder gegrillte Fleischspiesse.

Thailändisches Essen bekommen Sie aber nicht nur an Strassenständen, sondern auch auf den berühmten schwimmenden Märkten. Für möglichst authentische Erlebnisse besuchen Sie am besten «Floating Markets», die weniger touristisch geprägt sind – zum Beispiel Khlong Lat Mayom in Bangkok oder den Markt in Amphawa. Neben frisch zubereiteten Speisen können Sie dort auch Obst, Gemüse und regionale Produkte kaufen. Dabei lohnt es sich, früh dran zu sein, wenn es auf den Flüssen und Kanälen noch ruhiger zugeht.

Wer hingegen Menschenmassen nicht scheut, trifft bei Veranstaltungen wie der meist zu Jahresbeginn stattfindenden Kaset Fair, einer grossen Landwirtschafts- und Lebensmittelmesse in Bangkok, auf ein vielfältiges Angebot an lokalen Gerichten und Snacks.

Damit Sie den Geschmack der thailändischen Küche mit nach Hause nehmen können, gibt es im Land zahlreiche Kochkurs-Angebote. Plattformen wie «GetYourGuide» oder «Cookly» geben einen Überblick – dort finden Sie sicherlich auch einen Kurs in Ihrer Ferienregion.

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