Einmal Polarlichter sehen: Reise in den Norden
Wo Sie das Naturschauspiel in Europa erleben können
Träumen auch Sie von einer Polarlichter-Reise? Im hohen Norden Europas können Sie sich diesen Ferientraum erfüllen: Wir stellen Ihnen Destinationen vor, an denen Sie 2026 beste Chancen haben, die faszinierenden Nordlichter zu beobachten.
Manche sehnen sich nach der Freiheit eines Roadtrips, andere geniessen das Abenteuer einer wilden Safari – und wieder andere möchten einmal im Leben die magischen Polarlichter sehen. Diese entstehen, wenn geladene Teilchen der Sonne auf Gase in der Erdatmosphäre treffen. Das Resultat: Bunte Schleier tanzen am dunklen Himmel und verwandeln dunkle Polarnächte in ein beeindruckendes Farbenmeer.
Zuletzt waren die Lichter vereinzelt sogar in unseren Gefilden sichtbar. Das liegt unter anderem daran, dass wir uns momentan auf dem Höhepunkt des Sonnenzyklus befinden. 2026 ist die Sonnenaktivität also sehr ausgeprägt – ideale Voraussetzungen für eine einzigartige Polarlichter-Reise. Wir stellen Ihnen daher geeignete Ferienziele in Europa vor.
Polarlichter-Reise nach Norwegen
Eines der beliebtesten Ziele für Polarlichter-Reisen ist Norwegen. Tromsø, das oft als «Hauptstadt der Nordlichter» bezeichnet wird, ist für viele Touristen ein zentraler Ausgangspunkt. Die Stadt bietet unterschiedliche Möglichkeiten wie Bootstouren oder Seilbahnfahrten, um das zauberhafte Leuchten zu bestaunen, aber auch die kleine Hafenstadt Narvik hat zur Polarlichtsaison ihren Charme. Ruhesuchende Naturliebhaber finden auf den Lofoten und der Insel Senja wunderbare Locations vor – die Fjorde und die reflektierende Wasseroberfläche bilden dort eine aussergewöhnliche Leinwand für die Lichtershow.
Von Zürich und Genf können Sie in der Regel via Oslo weiter nach Tromsø fliegen, wo Sie dann zum Beispiel mit einem Mietwagen auf die Inseln weiterfahren können. Norwegen bietet auch im hohen Norden eine gute Infrastruktur, sodass Sie ungehindert an die besten Orte gelangen können, um Polarlichter zu sehen. Es zählt zu den eher höherpreisigen Ferienzielen, allerdings ist es dort oft weniger kalt als im tendenziell günstigeren Schwedisch oder Finnisch Lappland. Gezahlt wird in norwegischen Kronen, mit Englisch können Sie sich – wie generell auf einer Polarlichter-Reise in Skandinavien – problemlos verständigen.
Aurora borealis erleben in Lappland
Lappland verbinden viele Menschen mit verschneiten Landschaften, Rentieren, finnischen Saunen und der Heimat des Weihnachtsmannes. Aber natürlich können Sie dort auch hervorragend Polarlichter sehen. In Schweden lohnt sich dafür eine Reise in den Nationalpark Abisko, wo die Aurora Sky Station mit einem Sessellift auf Sie wartet. Aber auch Kiruna und das in der Nähe gelegene Dorf Jukkasjärvi mit dem bekannten Icehotel sind beliebte Ziele für eine Polarlichter-Reise. Erreichbar ist Schwedisch Lappland mit dem Flugzeug etwa ab Zürich via Stockholm oder per Direktflug nach Kiruna oder Luleå, nationale Währung ist die schwedische Krone.
Der grössere Teil Lapplands befindet sich in Finnland, wo Sie ebenfalls auf Nordlichterjagd gehen können. Fündig werden Sie beispielsweise in Rovaniemi, wo Sie dem Weihnachtsmann auch noch einen Wunschzettel zustecken können. Dort und in der Umgebung befinden sich viele Hotels mit Übernachtungsmöglichkeiten, die speziell auf die Beobachtung von Polarlichtern zugeschnitten sind. Wer nebenbei noch etwas Wintersport treiben möchte, ist in Levi gut aufgehoben. Die Anreise für Polarlichter-Ferien in Finnland ist per Flug ab Genf oder Zürich nach Rovaniemi oder Kittilä möglich, offizielles Zahlungsmittel ist der Euro.
Polarlichter sehen auf Island
Feuerspeiende Vulkane, eiskalte Gletscher, brodelnde Geothermalquellen: Auch ohne Polarlichter ist Island eine Reise wert, aber mit «Lightseeing» macht die Insel noch mehr Spass. Anreisen können Sie von allen grossen Schweizer Flughäfen – oft mit Zwischenstopp – in die Hauptstadt Reykjavík, wo Sie Ihre Rechnungen mit isländischen Kronen begleichen.
Zwar sind in Reykjavík manchmal auch Nordlichtbeobachtungen möglich, aber in der Regel ist die Lichtverschmutzung zu hoch. Deswegen sollten Sie sich lieber auf den Weg zur Gletscherlagune Jökulsárlón im Südosten der Insel machen – für viele der beliebteste Ort für Polarlichtreisen. Wesentlich näher an Reykjavík gelegen ist die Halbinsel Snæfellsnes, die ebenfalls eine wunderbare Kulisse für Nordlichter bietet. Beide Attraktionen liegen an bekannten Routen: der Nationalpark im Goldenen Kreis und der Wasserfall auf der Ringstrasse. Dadurch sind sie gut zu erreichen und touristisch erschlossen, sodass Sie problemlos eine Unterkunft finden.
Nordlichter-Ferien in Grönland
Ein ganz besonderes Ziel für eine Polarlichter-Reise ist Grönland 8. Die grösste Insel der Welt ist ohnehin ein Sehnsuchtsort für Abenteuerreisende und damit der perfekte Ort für Menschen, die ein einzigartiges Erlebnis abseits der üblichen Touristenpfade suchen. Dank der dünnen Besiedlung und der weitläufigen, oft unberührten Natur können Sie in Grönland beinahe überall Polarlichter sehen: In Südgrönland an der Küste und in der Hauptstadt Nuuk müssen Sie zu Saisonbeginn dafür nicht einmal bibbern, während Sie im kälteren Nord- und Ostgrönland Nordlichttouren mit Hundeschlittenfahrten und Expeditionen durch tief verschneite Landschaften kombinieren können.
Die Anreise nach Grönland gestaltet sich etwas aufwendiger und teurer als bei den anderen Destinationen: Sie müssen zunächst nach Dänemark oder Island fliegen und von dort aus mit einem Anschlussflug weiter auf die Insel. Mit einem Schweizer Pass können Sie ohne Visum einreisen, den Franken tauschen Sie in dänische Kronen um.
Wohin Ihre Reise auch gehen soll: Wir haben für Sie auch praktische Tipps für Ihre Nordlichter-Ferien zusammengetragen – von der besten Reisezeit über Unterkünfte, Aktivitäten und Kleidung bis zur Fotoausrüstung.