Zimmerpflanzen umtopfen und Schädlinge erkennen
Praktische Pflegetipps für das ganze Jahr
Neben Standortwahl, Giessen und Düngen spielen noch weitere Pflegemassnahmen eine wichtige Rolle: Hier erfahren Sie unter anderem, wie Sie Zimmerpflanzen umtopfen, welche Erde zu welcher Pflanze passt und woran Sie Schädlinge erkennen.
Zimmerpflanzen umtopfen: wann und wie?
Wenn der Topf für die Wurzeln zu klein wird, die Erde verbraucht ist oder das Wachstum ins Stocken gerät, sollten Sie Zimmerpflanzen umtopfen. Schauen Sie sich also ab und zu den Wurzelballen an, indem Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Topf herausheben: Ist er komplett durchwurzelt, wird es Zeit. Generell sollten Sie junge Zimmerpflanzen alle ein bis zwei Jahre umtopfen, da diese noch stark wachsen. Bei älteren Pflanzen reicht es oft alle drei bis vier Jahre, wobei es dann häufiger darum geht, die ausgelaugte Erde durch neue zu ersetzen.
Üblicherweise topfen Sie Zimmerpflanzen im Frühjahr um, bevor diese austreiben. Dieser sollte so gross sein, dass zwischen dem Wurzelballen und dem Rand etwa zwei bis drei Zentimeter Platz vorhanden ist. Unten in den Topf können Sie beispielsweise eine Tonscherbe oder eine luftige Drainageschicht legen, damit das Ablaufloch nicht verstopft. Die Wurzeln befreien Sie vorsichtig von der alten Erde, bevor Sie die Pflanze in den Topf setzen und diesen mit neuer Erde auffüllen. Nach dem Umtopfen sollten Sie die Zimmerpflanze massvoll giessen und erst nach etwa sechs bis acht Wochen düngen, wenn die Nährstoffe aus der neuen Erde langsam aufgebraucht sind.
Grosse Auswahl: Welche Erde ist die richtige?
Ein weiterer entscheidender Faktor für gesundes Wachstum bei Zimmerpflanzen ist die passende Erde. Da die Wurzeln im Topf nur begrenzt Platz haben, muss sie mehrere Anforderungen erfüllen: Sie sollte Wasser speichern, überschüssige Feuchtigkeit ableiten und gut durchlüftet sein. Qualitativ hochwertige Zimmerpflanzenerden erkennen Sie an einer lockeren, strukturstabilen Zusammensetzung, einer guten Wasserhaltefähigkeit und einem ausgewogenen Nährstoffgehalt. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollten Sie auf Erden mit Torf verzichten.
Das Substrat sollte auf die jeweilige Pflanze abgestimmt sein. Während viele Arten mit gängiger Zimmerpflanzenerde zufrieden sind, gibt es auch Spezialfälle: Kakteen und Sukkulenten etwa bevorzugen durchlässige, mineralische Erde, Orchideen hingegen ein lockeres Rindensubstrat, welches Wasser gut abfliessen lässt.
Befall: Wie erkennt man Schädlinge an Zimmerpflanzen?
Auch Zimmerpflanzen sind nicht vor Krankheiten und Schädlingen gefeit. Umso wichtiger ist es, die grünen Mitbewohner immer wieder auf ungebetene Untermieter zu kontrollieren und bei einem Befall rasch zu handeln. Zimmerpflanzen mit Pilzbefall lassen sich unter anderem an fleckigen, verfärbten Blättern, schlaffen Pflanzenteilen, weissen Belägen oder einem muffigen Geruch erkennen. Ursachen können Staunässe oder eine schlechte Luftzirkulation sein. In diesem Fall können ein Standortwechsel, eine geringere Wasserzufuhr oder Umtopfen in unbelastete Erde helfen.
Häufige Schädlinge an Zimmerpflanzen sind Blattläuse, Spinnmilben, Thripse oder Trauermücken. Nicht selten kommen sie von draussen: So können sie beispielsweise durch den Kauf eingeschleppt worden sein. Oder sie haben es sich bequem gemacht, als Sie Ihren Pflanzen im Sommer einen Ausflug auf die Terrasse gegönnt haben. Die Plagegeister machen sich unter anderem durch klebrige Beläge, feine Gespinste oder kleine Punkte auf den Blättern bemerkbar. Beim genauen Hinsehen können Sie manche Insekten auch direkt erspähen.
Überprüfen Sie daher regelmässig insbesondere die jungen Triebe und Blattunterseiten Ihrer Zimmerpflanzen auf Schädlinge, um einen Befall möglichst schnell zu erkennen. Betroffene Pflanzen sollten Sie separieren und behandeln. Je nach Art stehen Ihnen dafür verschiedene Methoden der Schädlingsbekämpfung zur Verfügung: Manchmal reicht das Entfernen der befallenen Pflanzenteile oder die Behandlung mit Hausmitteln wie Öl oder Schmierseife aus; in hartnäckigen Fällen kann ein biologisches Insektizid sinnvoll sein.
Ferien: Wie Bewässerung für Zimmerpflanzen sicherstellen?
Wenn kein Verwandter oder Nachbar die Blumen giessen kann, fragen sich viele, wie sie die Bewässerung ihrer Zimmerpflanzen während der Ferien sicherstellen können. Schliesslich will niemand nach dem Urlaub vertrocknete Pflanzen entsorgen müssen.
Für kurze Zeiträume eignen sich einfache Hilfen wie Tonkegel oder Bewässerungskugeln, die das Wasser langsam an die Erde abgeben. Für längere Ferien oder grössere Mengen an Zimmerpflanzen kann ein Bewässerungssystem mit Schläuchen oder Tropfern infrage kommen, das an den Hahn oder einen Wasserbehälter angeschlossen wird. Einige Bewässerungssysteme für Zimmerpflanzen sind sogar mit Feuchtigkeitssensoren ausgestattet. Wichtig ist, das System vor der Abreise zu testen und an den individuellen Wasserbedarf der Pflanzen anzupassen, um Staunässe oder Austrocknung zu vermeiden.