Tiermagnet Gartenteich
Teichideen für mehr Artenvielfalt
Ein Naturteich schafft nicht nur für uns Menschen eine Wohlfühloase. Er zieht auch Frösche, Libellen, Igel, Insekten und Vögel magisch an. Wer das Naturleben im eigenen Garten fördern möchte, liegt mit diesen einfachen Teichideen genau richtig.
Ein Naturteich oder Brunnen und kleine Tränken machen unsere Gärten zu idealen Rückzugsorten für Mensch und Tier. Gut geplant schafft ein Teich in Ihrem Garten Lebensräume für Flora und Fauna und ein ganz eigenes Ökosystem, das für manche Tierarten im Sommer überlebenswichtig sein kann. Noch dazu versprühen tierfreundliche Gärten einfach einen ganz besonderen Charme.
1. Lebensraum mit System: Einen Teich tierfreundlich anlegen
Stecken Sie gerade mitten in der Planung für Ihren eigenen kleinen Naturteich? Perfekt, denn dann können Sie bereits im Vorfeld einige Weichen für tierische Freunde in Ihrem Garten stellen. Dafür ist keine ausgefallene Ausstattung und bei Folienteichen auch keine Technik, sondern nur ein einfaches und naturnahes System nötig. Besonders wichtig sind sanft abfallende Uferzonen, die Fröschen, Igeln und Vögeln einen sicheren Zugang zum Wasser ermöglichen. Sie können zusätzlich auch kleine Einstiegshilfen anbieten, zum Beispiel Äste, Steine oder Bretter. Auch nach dem sanften Einstieg sollte Ihr Teich dann unterschiedliche Tiefen aufweisen, denn das ermöglicht eine höhere Diversität bei der Bepflanzung, wodurch sich schnell ein kleines, perfekt abgestimmtes Ökosystem entwickeln kann.
2. Bei der Bepflanzung auf Artenreichtum achten
Eine tierfreundliche Bepflanzung sorgt nicht nur für eine tolle Optik, sondern auch für das perfekte Zuhause für viele Tierarten. Im Uferbereich eignet sich zum Beispiel die Wiesenraute, die im Juni und Juli wunderschön blüht. Als hochwachsendes Element können Sie zum Wasserdost greifen, den auch die Insekten lieben. Eine dichte Bepflanzung am Ufer schafft Tierverstecke. Für die tieferen Bereiche sollten Sie Pflanzen wählen, die Sauerstoff abgeben. Ideal ist das Tausendblatt, denn es spendet Sauerstoff und beugt gleichzeitig Algenwachstum vor. Unterwasserpflanzen bieten ausserdem Fischen und Fröschen Schutz und Nahrung. Schwimmblattpflanzen spenden Schatten und verhindern ebenfalls übermässiges Algenwachstum.
3. Diese Tiere werden vom Teich magisch angezogen
- Libellen
- Wasserläufer
- Vögel, Igel, Wildbienen und Schmetterlinge (hier dient der Uferbereich zum Baden und/oder Trinken)
- mit etwas Glück Frösche, Kröten und Molche
Fische sollten Sie nur dann in Ihren Teich umsiedeln, wenn Sie ihnen genügend Platz zur Verfügung stellen können. Einige Teichfische kommen zwar auch mit verhältnismässig wenig Platz aus, fühlen sich jedoch nur im Schwarm wohl und fressen ausserdem die Frosch-Kaulquappen.
4. Pflege und Überwinterung
Ein sorgfältig angelegter Gartenteich benötigt nur wenig Pflege und keinerlei Chemikalien. Entfernen Sie regelmässig abgestorbene Pflanzenteile und achten Sie im Hochsommer auf den Wasserstand. Zum Nachfüllen nutzen Sie am besten Regenwasser. Im Herbst sollten Sie unbedingt ein Laubnetz verwenden, da das Laub am Boden des Teiches zu Faulschlamm werden und den Teich zum Kippen bringen kann.
Frösche und Molche können bei ausreichend Tiefe (80 bis 100 cm) in Ihrem Gartenteich überwintern. Dann ist es jedoch wichtig, dass die Tiere immer genügend Sauerstoff haben und Faulgase jederzeit aus dem Wasser entweichen können. Die Teichoberfläche darf deshalb nie vollständig gefrieren. Dabei helfen Eisfreihalter aus dem Fachhandel.