So frieren Sie ohne Plastik richtig ein

Glas, Edelstahl & Silikon clever nutzen

Wer nachhaltig haushalten will, kommt beim Einfrieren früher oder später zu der Frage: Muss ich wirklich jedes Mal einen Gefrierbeutel verwenden? Die gute Nachricht: Es gibt Alternativen – und die funktionieren im Alltag oft besser als gedacht.

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Tipps fürs nachhaltige Einfrieren

Gefrierbeutel sind zwar praktisch, aber in Sachen Nachhaltigkeit nicht die allerbeste Wahl. Wer Vorräte umweltfreundlich lagern möchte, kann auf wiederverwendbare Alternativen setzen. In Schweizer Haushalten gibt es dafür inzwischen zahlreiche alltagstaugliche Lösungen – von Glas über Edelstahl bis hin zu Silikon.

Glas und Edelstahl statt Einwegplastik

Für viele Speisen sind Glasbehälter mit Schraubdeckel ideal, vor allem für flüssiges Essen wie Suppen oder Saucen. Hier empfehlen sich besonders Gläser mit breiter Öffnung, da sie stabiler und weniger bruchanfällig sind. Wichtig ist, dass man Gläser nur zu etwa drei Vierteln füllt und sie beim Tiefkühlen nicht luftdicht verschliesst.

Auch Edelstahlboxen eignen sich zum Einfrieren und sind ideal für Brot, Brötli, Guetzli oder Reste von Gemüse. Sie sind robust, geschmacksneutral und komplett plastikfrei. Auch für fettige oder saftige Speisen sind sie die beste Wahl, da bei Kunststoff das Risiko besteht, dass sich Mikroplastik oder Weichmacher lösen könnten.

Für kleine Mengen – wie beispielsweise Kräuter, Pesto oder Bouillon – sind Eiswürfelformen aus Silikon praktisch. Nach dem Einfrieren lassen sich die Portionen leicht entnehmen und bei Bedarf direkt weiterverarbeiten.

Nachhaltig haushalten – mit System

Wichtig für eine funktionierende Vorratshaltung ist auch, dass Sie den Überblick im Tiefkühler behalten. Wer Lebensmittel portioniert, beschriftet und nach dem „First-in, First-out“-Prinzip verwendet (also immer das zuerst verbraucht, was schon am längsten eingefroren ist), verhindert die Verschwendung von Lebensmitteln und spart langfristig Geld. Foodwaste.ch empfiehlt zudem, Reste direkt nach dem Essen abkühlen zu lassen, um sie zügig einfrieren zu können – so bleibt die Kühlkette intakt und die Qualität erhalten.

Auch die Energieeffizienz spielt beim nachhaltigen Einfrieren eine Rolle. Ein vollgepackter, gut organisierter Gefrierschrank verbraucht weniger Strom als ein halb leerer. Die Geräte sollten ausserdem regelmässig abgetaut und auf -18 °C eingestellt werden. Denn das ist laut Noël Kobler, Leiter Service Ost beim Haushaltsgerätespezialist SIBIR, die optimale Tiefkühler-Temperatur: „Die magische Zahl lautet -18 °C – weder zu warm, um die Nahrung nicht vor den heimtückischen Bakterien zu schützen, noch so kalt, dass die Speisen geschmacklos werden.“

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