Putztücher im Test
Welches Material reinigt am besten?
Mal eben schnell das verschüttete Getränk wegwischen, die Kommode abstauben oder das Bad streifenfrei sauber bekommen – ohne das richtige Putztuch wären wir oft aufgeschmissen. Doch welches Material eignet sich am besten für welche Oberfläche?
Der Alleskönner: Putztücher aus Mikrofaser
Putztücher aus Mikrofaser sind Reinigungstücher aus sehr feinen synthetischen Fasern – meist aus Polyester und Polyamid. Die hauchdünnen Fasern nehmen Schmutz und Staub besonders gut auf, oft benötigt man nicht einmal ein Reinigungsmittel. Gleichzeitig hinterlässt die Struktur keine Kratzer oder Rückstände auf Oberflächen, was die Mikrofasertücher zu einem besonders beliebten Allrounder für viele Einsatzgebiete macht:
- Glasflächen und Spiegel: Die schonende Struktur von Mikrofasertüchern sorgt für eine streifenfreie Reinigung von Glasflächen und Spiegeln – perfekt also zum Fensterputzen oder Brille reinigen. Für Wasserflecken oder die Entfernung von Staub reicht meist ein leicht angefeuchtetes Tuch.
- Hochglanzmöbel und Bildschirme: Auch bei extrem glatten Möbeloberflächen und beim Abstauben von Bildschirmen sind Mikrofasertücher eine gute Wahl, da sie keine Fusseln hinterlassen und auch hier leicht angefeuchtet streifenfrei reinigen.
- Edelstahl und Armaturen: Wenn Sie auf aggressive Reinigungsmittel verzichten möchten, können Sie Mikrofasertücher auch zum Entfernen von Fett und Fingerabdrücken auf Edelstahl und Armaturen nutzen.
Vermeiden sollten Sie jedoch den Einsatz auf sehr rauen oder heissen Oberflächen, da die feinen Fasern reissen könnten. Wenn Sie besonderen Wert auf nachhaltige Materialien legen, sind Mikrofasertücher eher ungeeignet. Sie lassen sich zwar waschen und häufig wiederverwenden, allerdings lösen sich bei jedem Waschgang Partikel der chemischen Fasern, sogenannte Mikroplastik-Partikel, und gelangen ins Abwasser.
Der Klassiker: Putztücher aus Baumwolle
Der Klassiker unter den Putztüchern sind Baumwolltücher. Baumwolle überzeugt in erster Linie durch die sehr hohe Saugkraft. Auch Geschirrtücher sind daher meist aus Baumwolle. Baumwolltücher eignen sich für viele Einsatzbereiche:
- Geschirr und Arbeitsflächen abtrocknen: Baumwoll- und Geschirrtücher sind strapazier- und saugfähig. Sie eignen sich perfekt zum Abtrocknen von Gläsern, Besteck und Geschirr sowie Arbeitsflächen.
- Staubwischen: Mit einem leicht angefeuchteten Baumwolltuch können Sie im Handumdrehen Staub entfernen.
- Abreiben von Holzoberflächen: Auch angeraute Holzoberflächen, die ein Mikrofasertuch beschädigen könnten, lassen sich mit einem Baumwolltuch reinigen.
Die saugfähigen Baumwolltücher brauchen einige Zeit, um wieder zu trocknen. Sie sind auch anfälliger für bleibende Flecken und können bei mehrfacher Verwendung Flusen hinterlassen, allerdings sind sie frei von Mikroplastik, waschbar und sehr langlebig. Unser Tipp: Baumwolltücher lassen sich auch wunderbar aus ausrangierter Kleidung oder Bettwäsche zurechtschneiden.
Nachhaltige Alternativen: Bambus und Leinen
Alternativen zum Klassiker und dem Allrounder sind Putztücher aus besonders nachhaltigen Materialien wie Bambus oder Leinen. Leinen gehört zu den ältesten Naturfasern der Welt und ist von Natur aus antibakteriell sowie schmutzabweisend. Damit eignen sich Tücher aus Leinen hervorragend für den Einsatz in Küche und Bad. Sie hinterlassen keine Fusseln und sind auch für empfindliche Oberflächen gut geeignet. Bambustüchern sagt man ebenfalls antibakterielle Eigenschaften nach. Sie sind weich, saugstark und nehmen weniger Gerüche auf. Achten Sie beim Kauf am besten auf eine umweltschonende und qualitativ hochwertige Verarbeitung. Schlecht verarbeitete Bambustücher neigen dazu, zu fusseln. Sowohl Bambus- als auch Leinen-Putztücher lassen sich waschen und wiederverwenden.