Kalk im Haushalt nachhaltig vorbeugen

Tipps zur Vermeidung von Ablagerungen

In vielen Schweizer Haushalten mit hartem Wasser ist Kalk ein leidiges Thema. Wenn auch Sie mit den lästigen Ablagerungen zu kämpfen haben, kommen hier Tipps, wie Sie mit den richtigen Hausmitteln und Methoden Kalk wirksam entfernen können.

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Wasserenthärtungsanlage einbauen lassen

Hartes Wasser ist in vielen Schweizer Regionen ein Problem: Je mehr Calcium- und Magnesiumionen im Wasser vorhanden sind, desto stärker lagert sich Kalk auf Armaturen und Oberflächen, aber auch in Leitungen und Haushaltsgeräten ab. Darum raten Experten bei Haushalten mit Wasser ab 25 französischen Härtegraden zum Einbau einer Wasserenthärtungsanlage. Diese wird fest in die Hausinstallation integriert und macht das Wasser weicher. Bewährt hat sich dabei das sogenannte Ionen-Austausch-Verfahren, während sich etwa physikalische Methoden mit Permanent-Magneten in Untersuchungen und Tests bisher als unzureichend erwiesen haben.

Der zentrale Vorteil einer Enthärtungsanlage – umgangssprachlich auch oft als Entkalkungsanlage bezeichnet – liegt darin, dass das Wasser im gesamten Haus dann weniger Calcium und Magnesium enthält. Damit lässt sich nicht nur in Küche oder Bad Kalk vorbeugen, sondern Sie müssen Geräte wie Spül- oder Kaffeemaschine auch seltener entkalken, was sich positiv auf die Lebensdauer auswirkt. Zudem verbrauchen Sie bei weicherem Wasser beispielsweise weniger Waschmittel. Dennoch will die Investition gut überlegt sein: Anschaffung und Einbau kosten etwa zwischen 2'500 und 5'000 Franken, hinzu kommen jährliche Wartungskosten von etwa 250 Franken.

Mit Wasserfilter entkalken

Es muss aber nicht immer gleich eine teure Wasserenthärtungsanlage sein: Es gibt auch günstigere Methoden, mit denen Sie Kalk im Haushalt vorbeugen können. Viele Wasserfilter, die Sie etwa in eine Kanne oder einen kleinen Tank einsetzen können, fangen zumindest einen Teil Calcium und Magnesium aus dem Trinkwasser ab. Meist enthalten diese Filter Ionentauscherharze und Aktivkohle, die auch Chlor, organische Rückstände sowie Geruchs- und Geschmacksstoffe im Wasser binden. Das damit gefilterte Wasser schmeckt vielen Menschen besser und ist in der Regel etwas weicher. Benutzen Sie es zum Tee- oder Kaffeekochen, können Sie so Wasserkocher, Kaffeemaschine und Co. vor Kalkablagerungen schützen.

Wasserfilter dieser Art sind preiswert, aber auch weniger effektiv. Es kann also sein, dass Sie Ihre Geräte trotzdem entkalken müssen – in vielen Fällen aber seltener. Damit Sie die maximale Leistung herausholen, wechseln Sie die Filterkartuschen in den angegebenen Abständen.

Kalk vorbeugen durch Wasserenthärter

Haben Sie hartes Wasser und möchten Kalk in der Waschmaschine vermeiden, können Sie beim Waschen auch Produkte wie Kalkschutzmittel verwenden. Dabei handelt es sich meist um chemische Wasserenthärter in Pulver-, Tab- oder flüssiger Form, die Sie wie Waschmittel und Weichspüler in die Maschine geben. Sie verhindern, dass sich Kalk an Schläuchen, Heizstäben und anderen Bauteilen ablagert und schlimmstenfalls teure Reparaturen verursacht.

Lässt sich kein Wasserenthärter einsetzen, gibt es eine Alternative: destilliertes Wasser. Es ist nahezu frei von gelösten Stoffen wie Mineralien und kann dadurch Ablagerungen von Kalk vorbeugen. Sie können es unter anderem in Dampfbügeleisen, Luftbefeuchtern und Zimmerbrunnen benutzen – zum Bereiten von Getränken und Speisen eignet es sich nicht.

Schützende Nanoversiegelung aufbringen

Wenn Sie das Gefühl haben, in der Küche und im Bad jede Woche erneut gegen den Kalk anzukämpfen, kann eine Nanoversiegelung die Lösung sein. Dabei handelt es sich um einen modernen Schutz von glatten Oberflächen, bei dem sich winzige Nanopartikel in mikroskopisch kleine Risse und Vertiefungen setzen und so eine unsichtbare Schutzschicht bilden. Das Ergebnis: Wasser oder Seife perlen einfach von der Oberfläche ab und Kalk und Schmutz haften weniger an.

Mit einer Nanoversiegelung können Sie diesen sogenannten Lotuseffekt etwa bei Duschwänden, Badewannen, Spülbecken oder Fliesen erzielen. Dafür wird die jeweilige Oberfläche zunächst gründlich gereinigt und das Versiegelungsprodukt anschliessend in einer oder mehreren dünnen Schichten aufgetragen. Nach einer gewissen Trocknungszeit wird häufig noch einmal nachpoliert. Mit DIY-Kits selbst aufgebrachte Versiegelungen halten meist mehrere Monate, eine Nanoversiegelung vom Profi kann mehrere Jahre schützen.

Regelmässig putzen und entkalken

Eine sehr banale, aber dennoch effektive Methode, um Kalk vorzubeugen, ist regelmässiges Putzen und Entkalken. Wenn Sie Kalk frühzeitig entfernen, kann er sich nicht festsetzen und verhärten. Die Reinigung geht dann einfacher und schneller von der Hand als bei hartnäckigen Ablagerungen. Sorgen Sie also insbesondere in Küche und Bad für die richtige Hygiene.

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