So können Sie die Bindung zu Ihrem Hund stärken
Tipps für eine gute Mensch-Hund-Beziehung
Eine enge Mensch-Hund-Beziehung hat im Alltag viele Vorteile: Sie erleichtert Kommunikation und Training, gibt Sicherheit und steigert das Wohlbefinden auf beiden Seiten. Wir geben Tipps, wie Sie die Bindung zu Ihrem Hund stärken können.
Hundesprache lernen und verstehen
Hunde können bekanntermassen nicht mit uns sprechen. Um trotzdem mit Ihrem Tier kommunizieren zu können, ist es wichtig, seine Körpersprache lesen zu können. Denn nur Halter, die Hundesprache verstehen, können Verhalten, Mimik und Laute richtig deuten und angemessen reagieren. Das gilt nicht nur in Konfliktsituationen, sondern auch im Alltag. Wenn Sie Hundesprache verstehen, können Sie zum Beispiel erkennen, ob sich Ihr Hund in einer Situation wohl oder unsicher fühlt. Dieses Wissen erlaubt Ihnen, besser auf seine Bedürfnisse einzugehen, was wiederum die Bindung zum Hund stärkt. Beobachten Sie Ihren Vierbeiner also genau ‒ er tut das umgekehrt nämlich auch und kann sie nach einer Weile gut lesen. Benötigen Sie Unterstützung beim Deuten seiner Signale, können Sie unter anderem an Webinaren über Hundesprache. teilnehmen.
Bindung zum Hund durch Spielen stärken
Gemeinsames Spielen ist nicht nur bei Menschen ein Bindungsfaktor, sondern auch in der Tierwelt. Wenn Sie mit Ihrem Hund spielen, verbringen Sie nicht nur Zeit miteinander, sondern schaffen positive Erlebnisse – und die schweissen zusammen. Möchten Sie eine Bindung zu Ihrem neuen Hund aufbauen oder die bestehende stärken, empfehlen sich Spiele, die ohne Spielzeug auskommen. Sonst liegt der Fokus oft weniger auf der Interaktion miteinander, sondern auf dem Spielzeug. Besser sind Sozialspiele, die an das Spielverhalten von Hunden untereinander anknüpfen: Jagd-, Versteck- oder Futtersuchspiele, bei denen Kooperation gefragt ist, sind gut geeignet, um die Beziehung zwischen Mensch und Hund zu verbessern. Voraussetzungen dafür sind natürlich, dass Ihr Vierbeiner Gefallen an dem Spiel findet und Sie ihn ableinen können. Ist Letzteres nicht der Fall, spielen Sie im eigenen Garten oder einem eingezäunten Gelände.
Routinen und Regeln für Hund und Halter
Wir kennen das von uns selbst: Routinen und Regeln geben uns Sicherheit. Das ist beim Hund nicht anders. Routinen beim Spaziergang, der Fütterung oder beim Alleinbleiben strukturieren den gemeinsamen Alltag und sorgen dafür, dass sich Ihr Hund durch Wiederholungen an die Abläufe gewöhnt und somit in der Regel weniger Stress ausgesetzt ist. Auch feste Regeln im Rahmen der Erziehung helfen vor allem unsicheren Hunden, Vertrauen zu gewinnen: Halten Sie sich konsequent daran, ist Ihr Verhalten für das Tier klar und berechenbar. Umgekehrt verwirrt und verunsichert es den Hund, wenn Sie sich in gleichen Situationen unterschiedlich verhalten. Überlegen Sie sich also genau, wie Sie mit Ihrem Hund Dinge wie Das Schlafen auf dem Sofa oder im Bett regeln möchten. Zuverlässigkeit hilft, die Bindung zu Ihrem Hund zu stärken.
Positive Verstärkung beim Hund durch Leckerlis
Liebe geht durch den Magen – ist das auch bei Hunden so? Nun, Tatsache ist: Eine gute Bindung zum Hund können Sie sich nicht mit Futter «erkaufen». Jedoch können Sie erwünschtes Verhalten positiv verstärken, indem Sie ihn zum Beispiel mit Leckerlis belohnen und damit Erfolgserlebnisse schaffen. Allerdings erfordert diese Herangehensweise ein exaktes Timing: Sie müssen ihm das Leckerli binnen wenigen Sekunden geben, damit der Hund die positive Verstärkung auch korrekt mit seinem Verhalten verknüpfen kann. Sonst kann es passieren, dass sie die falsche Aktion belohnen. Zudem sollten Sie sparsam mit Leckerlis umgehen: Zum einen muss Ihr Hund nicht für jede Kleinigkeit eine Belohnung erhalten, zum anderen können zu viele Leckerlis seiner Gesundheit schaden (Stichwort Übergewicht). Alternativ können Sie ihn auch mit einem kurzen Spiel oder einem überschwänglichen Lob bestärken. Diese Varianten sind ebenfalls gut geeignet, um die Bindung zu Ihrem Hund zu verbessern.
Positiver Körperkontakt: Kuscheln mit Hund
Hunde sind soziale Tiere. Viele von Ihnen suchen daher auch den Körperkontakt zu ihrem Menschen. Aber das gilt nicht für alle: Stammt Ihr Hund beispielsweise aus dem Tierschutz, kann es sein, dass er negative Erfahrungen mit Menschen gemacht hat und daher erst einmal auf Abstand geht. Es gibt aber auch Hunde, die sich generell nicht so gerne anfassen lassen. Darum ist es wichtig, auf die Bedürfnisse des Tieres einzugehen: Möchten Sie eine gute Bindung zu Ihrem Hund aufbauen, warten Sie, bis er auf Sie zukommt. Beobachten Sie genau, wie er auf welche Streicheleinheiten reagiert. Wendet er sich ab oder knurrt er sogar, respektieren Sie seine Grenzen. Viele geniessen aber die körperliche Zuwendung. In dem Fall wirkt sich Kuscheln mit dem Hund nicht nur positiv auf die Beziehung aus, sondern reduziert durch die Ausschüttung des Hormons Oxytocin auch Stress.