Schneeschuhwandern

Sicher am Berg mit der richtigen Materialauswahl

Der Winter kommt und der Berg ruft. Aber statt immer nur die Pisten unsicher zu machen, warum nicht mal etwas Neues probieren? Schneeschuhwandern ist ein Trend mit langer Tradition und hochmoderner Technologie!

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Schneeschuhe sind wahrlich keine neue Erfindung. Schon vor 10000 Jahren wusste man sich zu helfen, wenn der Schnee zu hoch und das Vorrankommen immer beschwerlicher wurde. Durch Vergrösserung der Auftrittsfläche mit Konstruktionen aus Häuten, Zweigen oder Knochen, wurde das Einsinken in die Schneeoberfläche verhindert und die Jagt somit auch bei Schneefall möglich. Auf diese Weise watschelte man den Spuren von Mammuts und Riesenfaultieren nach oder floh vor drohenden Gefahren der Eiszeit. Das Prinzip ist bis heute gleichgeblieben, doch zum Glück hat der Fortschritt auch bei Schneeschuhen nicht Halt gemacht.

Unterschiede in Material und Grösse

Schneeschuhe werden heutzutage aus verschiedenen Werkstoffen wie Kunststoff, Aluminium oder sogar Carbon gefertigt. Ähnlich wie in anderen Sportarten richten sich die verschiedenen Ausführungen an unterschiedliche Ansprüche, Einsatzgebiete und Körpergrössen. Die Grösse des Schneeschuhs hängt jedoch nicht von der eigenen Schuhgrösse ab, sondern vom Gewicht des Trägers. Entscheidend ist nämlich, wie viel Schnee durch den Schuh verdrängt wird. Zum Glück braucht man nicht gleich einen Beratungstermin, um die richtige Grösse zu finden, denn es gibt nur drei zur Auswahl: 22 Zoll bis 70 Kg, 25 Zoll zwischen 70 und 100 Kg und 30 Zoll für alle Gewichtsklassen darüber. Aber nicht vergessen: Nicht nur das eigene Körpergewicht beachten, sondern auch das Gewicht der Ausrüstung, die man trägt (inklusive der Schneeschuhe). Noch ein Hinweis: Es hilft nicht, die grösste Auflagefläche zu wählen und zu glauben, so könne man mühelos über den Schnee hinweg schweben. Viel wichtiger ist es, die eigene Schrittlänge zu beachten und wie wendig man sein möchte.

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Das Einsatzgebiet entscheidet mit

Schnee ist nicht gleich Schnee und nicht jede Wanderung endet auf der Spitze eines Berges. Es bringt also nichts, als Anfänger zum teuersten Modell zu greifen. Schneeschuhe sind auf verschiedene Gelände ausgelegt und das sieht man ihnen auch an. Ist die Spitze steil nach oben gerichtet und die Hacken an der Unterseite des Schuhs besonders gross und robust, handelt es sich eher um ein Profi-Gerät. Als Anfänger wird man aber eher im flachen Gelände unterwegs sein und braucht keine besonders ausgefallenen Konstruktionen. Alle modernen Schneeschuhe haben Steigbügel und Haken an der Unterseite für den nötigen Grip, Sie brauchen daher keine Angst zu haben, mit Anfängermodellen den Halt zu verlieren. Im Zweifel sind Sie mit Einsteigermodellen sogar schneller unterwegs, da hier oft auf leichte Aluminiumrahmen gesetzt wird.

Wanderstöcke für die Balance

Die Balance im tiefen Schnee zu halten, kann bisweilen schwer sein. Um nicht aus dem Tritt zu geraten, gehören zur Ausrüstung für die Schneeschuhwanderung auch Trekkingstöcke. Wer bereits begeisterter Wanderer ist, braucht nicht gleich zum Outdoor-Ausstatter zu rennen: Normale Teleskopwanderstöcke sind vollkommen ausreichend und bedürfen nur eines geringfügigen Tunings für den Wintereinsatz. Natürlich lassen sich auch feste Trekkingstöcke verwenden, jedoch benötigt es eine etwas angepasste Länge des Stockes im Schnee, und perfekt ausgesuchte feste Stöcke könnten etwas zu kurz werden. Um nicht hilflos im Schnee rumzustechen, sollten noch breite Winterteller an die Enden der Wanderstöcke angebracht werden. Genauso wie die Schneeschuhe selbst, verhindern die ausladenden Winterteller das zu tiefe Einsinken in den Schnee.

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