Ostereier färben: Farben und Techniken
Inspirationen für ein kunterbuntes Osternest
Ostereier zu färben ist eine Tradition, die vor allem bei Familien mit Kindern hoch im Kurs steht. Damit die gekochten Eier nicht nur schön anzusehen, sondern auch bedenkenlos essbar sind, stellen wir Ihnen geeignete Farben und Techniken vor.
Hart gekochte Eier sind für viele ein Muss im alljährlichen Osternest. Damit verbunden ist auch das meist familiäre Ritual, Ostereier bunt zu färben. Selbst gefärbte Eier – idealerweise aus biologischer Haltung – sind oft wesentlich schöner und gesünder als industriell gefärbte Exemplare aus dem Supermarkt. Aber welche Ostereier-Farben sollten Sie verwenden und welche Effekte lassen sich mit verschiedenen Techniken erreichen? Wir haben einige Ideen für Sie!
Eier färben: mit Naturfarben oder Lebensmittelfarbe?
Am besten ist es, gekochte Ostereier mit Naturfarben oder Lebensmittelfarben zu färben. Insbesondere bei natürlichen Farben können Sie sicher sein, dass der Verzehr der gefärbten Eier gesundheitlich unbedenklich ist. In der Regel kochen Sie dazu zunächst die Eier etwa zehn Minuten lang, bis sie hart sind. Anschliessend legen Sie die noch heissen Eier in ein Farbbad, wo sie nach einer gewissen Zeit die jeweilige Farbe annehmen. Je nach Anleitung können Sie zusätzlich zur Farbe zum Eierfärben auch Essig verwenden: Der sorgt dafür, dass die Schale die Farbe besser annimmt. Einen schönen Glanz bekommen die Eier, wenn Sie sie nach dem Färben mit ein wenig Fett oder Pflanzenöl einreiben.
Häufig wirken Lebensmittelfarben oder spezielle Eierfarben – insbesondere auf weissen Eiern ‒farbintensiver und knalliger. Vielen gefällt aber auch der dezentere Look beim Eierfärben mit Naturfarben. Es ist also Geschmackssache, für welche Art von Farbe Sie sich entscheiden.
Kinder können gekochte Eier auch mit Wasserfarben anmalen, sofern diese lebensmittelecht und damit nicht gesundheitsschädlich sind. Vom Ostereierfärben mit buntem Seiden- oder Krepppapier ist dagegen eher abzuraten, wenn Sie die Eier essen möchten: Selten ist klar, mit welchen Stoffen das Papier eingefärbt worden ist. Diese Technik eignet sich daher mehr zum Färben von ausgeblasenen Eiern. Hier finden Sie noch weitere Ideen zum Bemalen und Verzieren von Ostereiern zur Dekoration.
Zwiebel, Kurkuma, Randen: Eier färben mit natürlichen Farben
Pflanzen sind schon seit jeher beliebte Färbmittel. Darum lassen sich auch gekochte Eier natürlich mit Zwiebelschalen und Co. färben. Je nach Gewächs ist das Vorgehen unterschiedlich: Bei Säften empfiehlt es sich meist, die Eier direkt darin zu kochen. Aus anderen Pflanzen kochen Sie hingegen oft einen Sud, in den Sie dann die bereits gekochten Eier legen.
Diese Farbtöne lassen sich aus den folgenden Pflanzen gewinnen:
- Gelb: Kurkuma, Ringelblumen, Kamille
- Orange: Rüebli, Zwiebelschalen
- Rot: Krappwurzeln, rote Zwiebeln, Malventee
- Violett und Violett-Rot: Randen, Aronia, Holunder
- Blau: Rotkabis, Heidelbeeren
- Grün: Spinat, Petersilie, Brennnessel
- Braun: Schwarztee, Kaffee
Die genaue Färbeanleitung hängt von der jeweiligen Naturfarbe ab. Die Farbintensität lässt sich unter anderem durch die Konzentration des Farbbades und die Färbedauer beeinflussen. Es schadet auch nicht, ein wenig zu experimentieren. Oft bringt der Zufall tolle Farbspiele hervor – etwa, wenn Sie mit Rotkabis blau gefärbte Eier nachträglich in einen Kurkuma-Sud legen.
Ostereier färben: einfache Techniken für schöne Effekte
Wenn Sie nicht zu den Puristen gehören, können Sie beim Ostereierfärben mit bestimmten Techniken noch mehr herausholen:
- Zu den Klassikern gehört das Eierfärben mit Blumenabdruck: Dazu können Sie eine ungiftige Blüte oder ein entsprechendes Blatt auf das Ei legen – etwas angefeuchtet haftet es besser auf der trockenen Schale – und mit einem Stück Nylonstrumpf fixieren. Verknoten Sie den Stoff und legen Sie das Ei danach zum Färben in die gewünschte Farbe. Wenn es später etwas angetrocknet ist, können Sie es auswickeln und die Blüte oder das Blatt abnehmen.
- Noch viel einfacher funktioniert das Eierfärben mit Reis: Dazu benötigen Sie neben gekochten Eiern nur noch flüssige Lebensmittelfarbe, eine Handvoll trockenen Reis und einen Plastikbeutel. Die Reiskörner füllen Sie in den Beutel, fügen danach ein paar Spritzer Farbe und schliesslich das Ei hinzu. Danach verschliessen Sie den Beutel und schütteln den Inhalt vorsichtig, sodass sich alles gut durchmischt. Das Ei ist dann wunderbar mit Farbe gesprenkelt und muss nur noch trocknen. Natürlich können Sie beim Ostereierfärben mit Reis auch mehrere Farben gleichzeitig verwenden.
Nachträgliche Muster aus Punkten oder Strichen können Sie mit einem in Zitronensaft oder Essig getränkten Wattestäbchen aufbringen. Mit der enthaltenen Säure lässt sich auf der Schale haftende Farbe nämlich wieder anlösen. Echte Fleissarbeit ist das Einritzen bestimmter Partien mit einem scharfen Messer. Mit dieser Ritz- oder Kratztechnik können Sie gefärbten Ostereiern ebenfalls ein tolles Muster verleihen.