Massagegeräte-Guide: die wichtigsten Typen

Von Pistolen über Kissen und Sessel bis zu Handrollern

Ob Nacken, Rücken oder Füsse: Massagegeräte für zu Hause lassen sich je nach Bauweise und Technik für unterschiedliche Einsatzbereiche nutzen. Wir geben einen Überblick über die gängigsten Typen und zeigen, wofür sie sich eignen.

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Massagegeräte für den Heimgebrauch liegen im Trend. Viele nutzen sie, um vom Alltagsstress zu entspannen, verspannte Muskeln zu lockern oder nach einem anstrengenden Training die Regeneration zu unterstützen. Die meisten elektrischen Modelle arbeiten mit rotierenden Köpfen, Vibrationen oder schnellen Klopfbewegungen, die Druck auf Muskeln und Gewebe ausüben. Diese mechanischen Reize empfinden viele Menschen als angenehm, weil sie Verspannungen lösen und die Durchblutung anregen können.

Gleichzeitig haben Massagegeräte aber auch Grenzen: Sie arbeiten mit einer festen Programmierung und können – anders als Fachleute ‒ nicht beurteilen, wo Beschwerden bestehen oder welche Therapie sinnvoll wäre. Deshalb lassen sich professionelle Massagen oder physiotherapeutische Behandlungen, die auf individuelle Probleme eingehen, durch solche Geräte nicht ersetzen. Gerade bei Vorerkrankungen empfiehlt es sich, eine Nutzung vorher medizinisch abzuklären.

Im Folgenden stellen wir die gängigsten Typen von Massagegeräten vor und erklären, wofür sie sich eignen und wie sie funktionieren.

Massagepistole ‒ das umstrittene Trendgerät

Seit einigen Jahren erlebt die Massagepistole einen regelrechten Hype. Sie führt schnelle, kräftige Stossbewegungen aus, die tiefer in die Muskulatur eindringen und Muskelgruppen nach dem Sport oder langem Sitzen lockern und die Durchblutung anregen sollen. Viele Modelle lassen sich einhändig bedienen und sind dadurch am ganzen Körper flexibel einsetzbar. Allerdings gibt es bei der Anwendung einiges zu beachten – etwa in Bezug auf Intensität, Dauer und Körperregion. Deshalb sehen viele Fachleute die «Massage Gun» eher in den Händen von Sportlern oder Menschen, die ihren Körper sehr gut kennen und einschätzen können.

Massagegerät für Nacken und Schulter zum Umlegen

Massagegeräte für Nacken und Schulter arbeiten meist mit rotierenden Knetköpfen, Klopf- oder Shiatsu-Technik, teils kombiniert mit Wärme- oder Infrarotfunktionen. Sie sind vor allem für Menschen mit Verspannungen durch langes Sitzen oder einseitige Belastung geeignet. Viele Modelle können wie eine Art Schal umgelegt werden, sodass sie sich bequem im Sitzen – etwa abends beim Fernsehen – nutzen lassen. Über die Armschlaufen können Sie die Position und den Druck des Massagegeräts beeinflussen. So ist es möglich, auch die Rückenpartie einzubeziehen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Passform, Material und die Art der Massageköpfe für Sie angenehm sind.

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Kleinere Massagekissen für Einsteiger

Technisch arbeiten Massagekissen ähnlich wie die Umlege-Modelle, sind aber häufig preiswerter, weil sie in der Regel mit weniger Knetköpfen ausgestattet sind. Mit ihnen können Sie punktuell kleinere Areale massieren. Dabei lässt sich das Kissen flexibel am Körper positionieren, sodass Sie beispielsweise auch den unteren Rücken oder die Waden lockern können. Manche Massagegeräte in Kissenform lassen sich durch Gurte fixieren, andere müssen mit dem Körper etwa gegen die Rückenlehne eines Stuhls gedrückt werden. Das kann die Positionierung und die Druckkontrolle erschweren.

Massageauflagen und -sessel für grosse Flächen

Möchten Sie sich vor allem am Rücken grossflächig massieren lassen, kommen Massageauflagen und Massagesessel infrage. Je nach Preisklasse verfügen diese neben der Shiatsu- auch noch über andere Techniken wie etwa Roll-, Vibrations-, Klopf- oder Luftdruckmassage. Üblicherweise liefern Massageauflagen weniger Ausstattung als Sessel, dafür sind sie aber auch günstiger und können ortsflexibel eingesetzt werden – etwa im Büro oder im Auto. Massagesessel sind dagegen eher die Luxusversion der Massagegeräte: Manche Modelle bieten sogar Ganzkörperfunktionen, sind aber auch entsprechend schwer, sperrig und kostenintensiv.

Fussmassagegerät für Vielsteher und -geher

Das Fussmassagegerät ist eines von vielen Geräten, die speziell für eine bestimmte Körperregion konzipiert sind. Je nach Modell kommen unterschiedliche Massagearten wie etwa Luftdruck- oder Rolltechniken zum Einsatz, die sich meist auf die Reflexzonen konzentrieren. Dabei stellen Sie entweder die Füsse auf eine Platte oder die Geräte umschliessen die Füsse komplett und wärmen diese zusätzlich. Durch ihre kompakte Bauweise lassen sich Fussmassagegeräte ortsunabhängig nutzen. Besonders bei empfindlichen Füssen lohnt sich auch hier ein Test von verschiedenen Modellen, bevor Sie sich entscheiden.

Manuelle Massagegeräte aus Holz und Co. als Alternative

Manuelle Tools bieten das Gegenprogramm zu elektrischen Massagegeräten. Dabei haben Sie eine grosse Auswahl an unterschiedlichsten Geräten – von Handrollern aus Holz über Massagebälle aus Gummi bis zu Faszienrollen aus Kork oder Kunststoff. Auch damit lässt sich die verspannte Muskulatur lockern ‒ und das häufig zu einem wesentlich niedrigeren Preis. Weitere Vorteile liegen in der Mobilität, Langlebigkeit und in der oft noch besseren Kontrolle von Druck oder Tempo. Allerdings – und das ist der wesentliche Nachteil manueller Massagegeräte – müssen sie durch Eigenkraft bedient werden und erfordern auch eine gewisse Übung, um die gewünschte Wirkung zu erzielen

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