Massagegerät kaufen und sicher anwenden

Tipps für wohltuende Entspannung zu Hause

Wer ein Massagegerät kaufen möchte, hat inzwischen eine grosse Auswahl an unterschiedlichen Ausführungen und Preisklassen. Wir geben praktische Tipps, worauf Sie beim Kaufentscheid achten sollten und wie Sie die Geräte sicher nutzen.

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Für wen eignen sich Massagegeräte ‒ und für wen nicht?

Massagegeräte können eine praktische Möglichkeit sein, verspannte Muskeln zu lockern und nach einem langen Tag zu Hause für Entspannung zu sorgen. Besonders Menschen, die am Arbeitsplatz viel sitzen oder ihre Muskeln bei Arbeit oder Sport stark beanspruchen, können von den Geräten profitieren und damit beispielsweise die Durchblutung anregen und die Regeneration unterstützen.

Wichtig ist jedoch: Die meisten Massagegeräte, die Sie für den Heimgebrauch kaufen können, sind in erster Linie Wellnessprodukte. Sie können eine medizinische Behandlung oder therapeutische Massage durch Fachpersonal nicht ersetzen. Wie hilfreich ein Gerät tatsächlich ist, hängt auch stark von der korrekten Anwendung ab.

Insbesondere elektrische Modelle eignen sich zudem nicht für alle Personen: Menschen, die unter anderem von Herz- oder Gefässerkrankungen, Durchblutungsstörungen, Thrombose, Osteoporose, neurologischen Leiden oder Hautkrankheiten betroffen sind, sollten vor der Nutzung unbedingt medizinischen Rat einholen. Ebenso sollten Massagegeräte nicht bei akuten Entzündungen, frischen Verletzungen, Prellungen oder nach kürzlich erfolgten Operationen benutzt werden, da die Anwendung auch in diesen Fällen neue Beschwerden auslösen oder bestehende verschlimmern kann.

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Massagegerät kaufen: Worauf sollte man achten?

Massagegeräte gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen und Preisklassen – von einfachen Massagekissen bis zu leistungsstarken Massagepistolen. Zunächst sollten Sie sich also überlegen, welche Art von Massagegerät für Sie infrage kommt. Je nachdem, für welchen Gerätetyp Sie sich entscheiden, spielen möglicherweise unterschiedliche Kriterien eine Rolle.

Wenn Sie ein Massagegerät kaufen möchten, sollten Sie im Allgemeinen auf diese Punkte achten:

  • Intensitäts- oder Geschwindigkeitsstufen: Damit Sie die Massagefunktion an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können, sollten Sie am Gerät unterschiedliche Intensitäts- oder auch Geschwindigkeitsstufen einstellen können. So können Sie die Leistung je nach Körperregion und Empfindlichkeit regulieren.
  • Leistung: Damit das Massagegerät auch die gewünschte Wirkung entfalten kann, sollte es über ausreichend Leistung – etwa Vibrations-, Knet- oder Klopfstärke – verfügen. Ist die Motorleistung zu gering, kann der Massageeffekt unter Umständen zu schwach ausfallen.
  • Programme und Aufsätze: Verfügt das Modell über verschiedene Programme oder Modi, können Sie die Massage individueller gestalten. Mit austauschbaren Aufsätzen können Sie beispielsweise grössere Muskelgruppen oder gezielt einzelne Punkte behandeln.
  • Handhabung: Wenn Sie ein Massagegerät kaufen, das Sie manuell bedienen, sollte es ergonomisch in der Hand liegen oder sich gut am Körper positionieren lassen. Die Bedienung sollte möglichst intuitiv und die Bedienelemente so angeordnet sein, dass diese sich auch während der Massage gut erreichen lassen. Achten Sie ausserdem auf ein ausgewogenes Gewicht: Zu leichte Geräte können weniger kraftvoll wirken, bei zu schweren Modellen kann die Nutzung hingegen schnell anstrengend werden.
  • Verarbeitung und Sicherheit: Hochwertige Materialien und eine stabile Bauweise erhöhen in der Regel Haltbarkeit und Komfort. Zudem sind bei elektrischen Geräten Kennzeichnungen wie das S+ Sicherheitszeichen, das europäische CE- oder das GS-Label für «Geprüfte Sicherheit» ebenso von Vorteil wie integrierte Sicherheitsfunktionen. So verhindert etwa eine automatische Abschaltung, dass das Massagegerät bei zu langer Anwendung überhitzt.
  • Stromversorgung: Bei diesem Punkt kommt es darauf an, was Ihnen wichtiger ist: Massagegeräte mit Netzanschluss können längere Zeit ohne Unterbrechung betrieben werden, benötigen aber eine Steckdose in Reichweite. Akku-Varianten sind örtlich flexibel einsetzbar, müssen aber je nach Kapazität häufig aufgeladen werden.
  • Lautstärke: Gerade, weil Massagegeräte für Entspannung sorgen sollen, ist die Betriebslautstärke nicht unerheblich. Oft sind günstigere Modelle etwas lauter, manchmal hängt die Geräuschintensität aber auch von der Leistung ab.

Wie gelingt bei Massagegeräten eine sichere Anwendung?

Damit Massagegeräte wirken können, kommt es auf die richtige Anwendung an. Beginnen Sie am besten mit einer niedrigen Intensitätsstufe und steigern Sie diese nur langsam ‒ die Massage sollte sich nie unangenehm anfühlen.

Viele fragen sich auch, wie oft oder wie lange Sie ein Massagegerät benutzen sollten. Das ist natürlich individuell verschieden. In der Regel reicht es aus, einzelne Muskelpartien wenige Minuten zu massieren. Eine zu lange oder zu intensive Anwendung kann Muskeln und Gewebe zusätzlich reizen. Wie oft Sie das Gerät verwenden sollten, hängt auch vom Typ und Zweck ab. Fachleute wie Orthopäden, Physiotherapeuten oder Osteopathen können hier wertvolle Hinweise geben.

Achten Sie bei der Anwendung auch darauf, das Gerät nicht direkt auf Knochen, Gelenke oder die Wirbelsäule zu positionieren, sondern damit vorrangig die umliegende Muskulatur zu bearbeiten. Bei Massagepistolen ist besondere Vorsicht geboten: Diese sollten Sie unter anderem nicht im Kopf-, Hals- und Nackenbereich, sondern auf grösseren Muskelpartien wie Rücken, Schultern oder Oberschenkeln einsetzen.

Für jedes Massagegerät gilt: Treten während der Anwendung Schmerzen oder Unwohlsein auf, sollten Sie sofort abbrechen. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, die Ursache der Beschwerden medizinisch abklären zu lassen.

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