Lernspielzeug für jedes Alter

Spielerisch die Welt entdecken

Vom ersten Stapelturm bis zum kniffligen Experimentierbaukasten: Lernspielzeuge fördern die Entwicklung Ihres Kindes auf vielfältige Weise. Erfahren Sie hier, welches Spielzeug zu welchem Alter passt und auf was Sie beim Kauf achten sollten.

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2 bis 12 Monate: Motorik entwickeln und Zusammenhänge erkennen

Wenn Babys mit ein bis zwei Monaten beginnen, ihre Umgebung aktiver wahrzunehmen, können langsam auch die ersten Spielzeuge zum Einsatz kommen. Besonders spannend sind Spielzeuge, die sich bewegen und Geräusche machen, so wie Mobiles und quietschende Spielfiguren. In der Zeit, in der alles neu ist für Ihr Baby, trainieren die Spielzeuge den Seh-, Hör- und Tastsinn. Gerade in dieser Phase sind im Prinzip alle Spielzeuge Lernspielzeuge. Sie fördern das aufmerksame Beobachten sowie die Ausdauer und verschaffen einen ersten Eindruck von Zusammenhängen: Ihr Baby sieht das erste Mal, dass die Quietsche-Puppe Geräusche macht, sobald man sie drückt. Berücksichtigen Sie bei der Wahl der Spielzeuge unbedingt, dass Babys alles mit dem Mund erkunden und die Spielzeuge schadstofffrei und ohne verschluckbare Kleinteile sein müssen. Ab circa sechs Monaten sind Spielzeuge zum Greifen, die rasseln und klappern, ideal. Auch Spielbücher aus Plastik und zum Fühlen können Sie in dieser Phase ausprobieren.

12 Monate bis 2 Jahre: Stapeltürme und Co.

Ab circa zwölf Monaten starten Kinder damit, ihre Umgebung krabbelnd zu erkunden. Die Neugierde an der Umgebung wächst weiter und Sie können nun auch beim Spielzeug einen Schritt weiter gehen. Robuste Bilderbücher faszinieren die kleinen Entdecker. In dieser Zeit werden auch Stapeltürme interessant, die spielerisch die Feinmotorik fördern. Durch das Greifen, Sortieren und Stapeln trainieren Kinder ihre Hand-Augen-Koordination. Beliebt sind auch Formensortierspiele, bei denen ein Teil in ein anderes passen muss. Beim Ausprobieren werden die Konzentration und Geschicklichkeit gefördert. Beachten Sie aber, dass nicht jedes Kind daran Gefallen finden muss. Wenn Ihr Kind ein Spielzeug links liegen lässt, gibt es sicher eine Alternative, an der Ihr Kind mehr Freude hat – denn diese soll natürlich im Vordergrund stehen.

 Zwischen 2 und 4 Jahren: Lebhafter Spielspass und Sprachentwicklung

Die Entwicklungsschritte zwischen zwei und vier Jahren sind enorm, aber auch sehr individuell. Achten Sie deshalb beim Kauf von Lernspielzeug auf die Interessen und Bedürfnisse Ihres Kindes. Bei vielen Kindern steht die Erweiterung des Wortschatzes und das Nachahmen der Eltern nun im Vordergrund. Kleine Abenteurer freuen sich nach einem langen Tag über ein Vorlese-Ritual am Abend. Tagsüber kann es viel Freude bringen, kleine Puzzles zusammenzusetzen oder das erste Memory zu spielen. Das Sehvermögen, die Motorik und die Geschicklichkeit verbessern sich nun täglich. Kinder haben in dieser Phase nur eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihr Kind schnell die Geduld verliert und oftmals zwischen den Spielzeugen hin und her wechselt. Überhäufen Sie Ihr Kind dennoch nicht mit zu vielen Spielzeugen, damit es lernt, sich auf bestimmte Dinge zu konzentrieren.

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Im Kindergarten und in der Schule: Interessen fördern

Der Kindergarten und die ersten Schuljahre sind für Ihr Kind eine prägende Zeit. Täglich lernt es neue Dinge. Um das Erlernte zu festigen, können Lernspielzeuge auch in dieser Phase hilfreich sein. Magnetische Buchstaben und Zahlen sowie einfache Rechenspiele sind vielleicht genau das Richtige. Lernuhren helfen dabei, die Uhr zu lesen und Lesespiele wie «Wort Bingo», die Sprache zu fördern. Vielleicht sind auch Experimentiersets eine spannende Option, bei denen Ihr Kind seinen Forscherdrang stillen kann. Zeigt Ihr Kind Interesse am Malen oder der Musik, greifen Sie zum Mal-Set oder versuchen Sie es mit einem ersten kleinen Keyboard.

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