Fasnacht in der Schweiz: bunt, schräg und laut!

Die verrücktesten Fasnachtsstädte und Fasnachtsbräuche

Fasnacht ist... bunter Konfettiregen, laute Guggenmusik, närrische Kostüme und humorvolle Schnitzelbänke! Warum wir Fasnacht feiern und in welchen Schweizer Städten Sie die ausgelassene Fasnachtsstimmung hautnah miterleben können, lesen Sie hier.

Eine Piccolo-Spielerin mit einer Larve.
Foto: Getty Images

Als Fasnacht wird die Zeitspanne vor der sechswöchigen Fastenzeit bezeichnet. Während dieser Zeit wird ausgiebig zelebriert. Je nach Land und Region unterscheiden sich die Fasnachtsbräuche; überall gleich bleibt jedoch die ausgelassene Stimmung: Es wird gegessen, musiziert und getanzt.

In der christlichen Tradition durften die Gläubigen während der Fastenzeit weder Fleisch noch Fett, Zucker oder Alkohol konsumieren. Daher brauchten sie vor der Fastenzeit ihre Vorräte auf und hauten in den Tagen davor nochmals so richtig über die Stränge.

Berühmte Schweizer Fasnacht-Städte

Erleben Sie die Fasnachtstraditionen hautnah in den verrücktesten Fasnachts-Hochburgen:

Basler Fasnacht, die «drey scheenschte Dääg» 11. - 13.3.2019

Die bekannteste und grösste Fasnacht der Schweiz beginnt am Montag nach Aschermittwoch mit dem Morgenstreich: Um vier Uhr morgens werden in Basel alle Lichter der Innenstadt gelöscht. Dann marschieren die Cliquen mit den Pfeiffern und Trommler los und beginnen mit der Marschmusik „Morgestraich”. Während dem Umzug kann man die kunstvoll bemalten, leuchtenden Laternen mit ihren Sujets betrachten. Wer den "Morgestraich" verpasst hat, kann die Laternen am Dienstag auf dem Münsterplatz betrachten.

In den darauffolgenden 72 Stunden können Sie abenteuerlichen Umzügen, lauten Guggenkonzerten und humorvollen Schnitzelbänken beiwohnen. Am Donnerstagmorgen endet die Basler Fasnacht mit dem Endstreich und der Intonation eines allerletzten Musikstücks. Dann heisst es wieder 362 Tage warten!

Infos zum Basler Fasnachtsprogramm bekommen Sie auf www.baslerfasnacht.info.

Traditionelle Basler Fasnächtler
Foto: Getty Images

Im Reich von König Rabadan: Fasnacht in Bellinzona

Bellinzona gehört mit Basel und Luzern zu den Fasnachts-Hochburgen der Schweiz. Der Rabadan beginnt am schmutzigen Donnerstag um neun Uhr abends, wenn der Stadtpräsident von Bellinzona König Rabadan den Schlüssel der Stadttore übergibt. Danach wird fünf Tage und Nächte lang bis zum Morgengrauen gefeiert. Zum Rabadan gehören Kostümwettbewerbe, Seilziehturniere, Strassentheater und das traditionelle wohltätige Risotto-Essen.

Programmdetails zum Rabadan bekommen Sie auf www.rabadan.ch.

 

«Tschäggättä» im Lötschental

Im Oberwallis verbreiten Tschäggättä Angst und Schrecken: Sie tragen fratzenhafte, angsteinflössende Holzmasken, umgestülpte Kleider, Schaf- oder Ziegenfelle sowie eine Glocke um die Hüfte und jagen jeden Abend durch die Dörfer des Lötschentals. Sie können die Tschäggättä aber auch an zwei Umzügen hautnah miterleben: am Schmutzigen Donnerstag abends von Blatten nach Ferden oder am darauffolgenden Samstagnachmittag am Fasnachtsumzug in Wiler.

Hier finden Sie detaillierte Infos.

 

Fasnacht in Luzern: «Urknall und Fötzeliräge»

Um fünf Uhr morgens am schmutzigen Donnerstag gibt Bruder Fritschi mit dem Urknall das ohrenbetäubende Startsignal: Luzern verwandelt sich mit dem Fötzeliräge (Konfettiregen) mit Pauken und Trompeten, Kostümen und Masken in die grösste Fasnachtsparty der Schweiz! Die Fasnacht in Luzern wird gefeiert, bis sich Bruder Fritschi am darauffolgenden Dienstagabend um 23 Uhr wieder verabschiedet.

Nähere Programminfos zur Fasnacht Luzern finden Sie hier.

Die berühmte Holzbrücke in Luzern.
Foto: Getty Images

Sind Sie ein Fasnachts-Einsteiger? Diese Fasnachtsbräuche in der Schweiz müssen Sie unbedingt kennen:

  1. Typische Schweizer Masken und Kostüme

Bekannte Schweizer Masken aus Basel sind der Waggis mit grosser Nase und bunten Kleidern und die Alti Dante, die Karikatur einer vornehmen, älteren Dame. In Schwyz treffen Sie auf den Blätz mit Karogewand, Bajazzo oder auf das Hudi, eine unsympathische ältere Dame. In Bellinzona regiert König Rabadan, in Bern wird der Fasnachtsbär befreit und in Splügen treiben die Pschuuri Rollis ihr Unwesen.

 

  1. Humorvolle Verse: die Schnitzelbänke

Eine Schnitzelbank ist eine Kollektion kurzer Verse, die öffentlich vorgetragen werden. Meist sind es humorvolle Schilderungen aktueller Geschehnisse. Die Kunst des Schnitzelbänklers ist es, mithilfe weniger kurzer Verse ein Thema pointiert zu präsentieren.

 

  1. Ohrenbetäubende Guggenmusik: Lebensfreude pur

Guggenmusik ist eine rhythmische Blasmusik mit Pauken und Trommeln, die an der Fasnacht gespielt wird. Ihre Besonderheit ist, dass sie so «schräg» gespielt wird, dass sie kunstreich falsch aber dennoch harmonisch klingt. Die Musiker sind verkleidet.

 

  1. Keine Fasnacht ohne Konfettiregen

Konfetti wird auch werden «Batzli» oder «Räppli» genannt. Falls Sie ohne Kostüm einem Fasnachtsumzug beiwohnen, werden Sie gnadenlos mit Konfetti überschüttet.

 

  1. Mehlsuppe und Fasnachtschüechli

Die Basler Mehlsuppe dient während des «Morgenstreichs» als Stärkung, ist aber auch an vielen anderen Orten in der Schweiz sehr beliebt. (Erfahren Sie hier wie die Basler Mehlsuppe wohl entstanden ist)

Fasnachtschüechli, ein süsser, dünner Teig, der in Fett frittiert wird, gibt es als süsse Stärkung zwischendurch. Diese werden auch Schlüferli, Hasenöhrli, Chneublätz oder beignets de carnaval genannt.

Lesen Sie unsere wertvollen Tipps für Fasnachts-Neulinge: vom Fasnachtskostüm und Makeup bis hin zum Verstauen Ihrer Wertsachen.

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