Nordisch kochen mit Schweizer Zutaten

New Nordic Cuisine regional umgesetzt

Nordisch kochen kann bedeuten, nach den Prinzipien der New Nordic Cuisine zu arbeiten ‒ reduziert, saisonal und zutatenbetont. Wir geben Tipps, wie Sie dieses moderne Küchenkonzept mit Schweizer Produkten zu Hause umsetzen können.

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Nordisch kochen: wenige Zutaten, klarer Fokus

In der neuen nordischen Küche steht meist eine möglichst regionale und saisonale Zutat im Mittelpunkt des Gerichts. Sie gibt den Charakter des Tellers vor, während sich die weiteren Komponenten unterordnen. So können Sie zum Beispiel Schweizer Fisch wie Egli, Felchen oder Forelle oder Wild wie Hirsch, Reh oder Gämse ins Zentrum stellen. Aber auch Wurzelgemüse wie Randen oder frisch im Wald gesammelte Pilze wie Morcheln, Steinpilze oder Eierschwämme können die Hauptrolle spielen.

Die wenigen weiteren Zutaten bleiben dann eher zurückhaltend und arbeiten aromatisch der Hauptkomponente zu. Typische leichte Beilagen aus der Schweiz wären unter anderem Gemüse wie Möhren, Lauch, Zucchetti oder Spargeln, Wildkräuter, Getreide wie Dinkel oder Roggen oder frische Säure, etwa von Johannisbeeren. So kreieren Sie klare, reduzierte Teller, bei denen die Qualität des Hauptprodukts im Vordergrund steht – ganz im Sinne der New Nordic Cuisine.

Statt Fett und Gewürzen: Geschmack durch Kontraste

Modern nordisch kochen bedeutet, mit Leichtigkeit und Kontrasten zu arbeiten und auf rahmige, schwere Saucen zu verzichten. Der Geschmack entfaltet sich nicht durch Üppigkeit, sondern durch das Wechselspiel von Texturen und Aromen. Das können Sie auch mit Schweizer Produkten wunderbar umsetzen: So gleichen etwa säuerliche Beeren, Apfelessig, Verjus aus unreifen Trauben oder fermentiertes Gemüse die natürliche Süsse von Wurzelgemüse oder die Fettigkeit von Fisch und Wild aus und bringen zugleich Spannung auf den Teller.

Auch bei den Gewürzen zeigt sich die New Nordic Cuisine reduziert: Statt intensiver Gewürzmischungen kommen vorrangig Salz, Säure und frische Kräuter zum Einsatz, um den Eigengeschmack der Zutaten zu betonen. Beilagen wie geröstetes Getreide, Baum- oder Haselnüsse sorgen darüber hinaus für Biss und Tiefe. Setzen Sie Zutaten also geschickt ein, um klare Akzente zu setzen und die Zutaten für sich sprechen zu lassen.

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Bewusst eingesetzt: einfache Zubereitungstechniken

Die moderne nordische Küche setzt auf handwerkliche Zubereitungsarten, die den Eigengeschmack der Zutaten bewahren und verstärken. Im Vordergrund stehen schonende Verfahren: So sollten Sie Fisch oder Fleisch kurz anbraten, sanft garen oder dämpfen, damit weder Textur noch Saftigkeit verloren gehen. Gemüse, insbesondere Randen, Pastinaken, Sellerie oder Möhren, können Sie im Ofen rösten. Dabei entwickelt sich neben Röstaromen eine angenehme Süsse. Solche Zubereitungen erlauben es ausserdem, mit wenig Fett zu arbeiten – ein weiteres Merkmal dieses Küchenkonzepts.

Eine wichtige Rolle spielen auch traditionelle Methoden zur Haltbarmachung: Einlegen, Fermentieren, Beizen oder leichtes Räuchern ermöglichen es, saisonale Produkte länger zu nutzen und ihnen aromatische Fülle zu verleihen. Fermentierter Kohl, eingelegte Randen oder milchsauer vergorenes Gemüse bringen Säure und Komplexität in Gerichte, sodass sie betont leicht bleiben können. Durch diese Techniken ist es möglich, das Prinzip der Regionalität und Saisonalität auch in der Schweiz optimal auszuschöpfen.

Sie sehen: Mit der passenden Auswahl und Kombination heimischer, hochwertiger Zutaten und einfacher Techniken lässt sich auch hierzulande problemlos modern nordisch kochen.

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