Gesunden Saft selbst machen

Wie Sie Gemüse und Obst richtig entsaften

Frisch gepresste Säfte sind nicht nur lecker, sondern auch gut für unsere Gesundheit. Wenn Sie Ihren Saft selbst machen möchten, gibt es einiges zu beachten. Wir verraten Ihnen, wie Sie mit dem Entsafter das Beste aus Obst und Gemüse herausholen.

Foto: Getty Images

Welches Obst und Gemüse kann man entsaften?

Unabhängig davon, welches Obst oder Gemüse Sie entsaften möchten, sollten Sie wenn möglich auf Bio-Qualität zurückgreifen. Bei diesen Produkten ist die Pestizidbelastung meist geringer und Sie können je nach Sorte auch die Schale mitverarbeiten. Greifen Sie ausserdem immer zu frischen und reifen (jedoch nicht überreifen) Zutaten, wenn Sie Saft selbst machen. Nur dann können Sie das Maximum an Saft, Geschmack und Nährstoffen aus Gemüse und Früchten herausholen.

Damit der Saft auch möglichst gesund ist und nicht zu viel Zucker enthält, sollten Sie entweder zuckerarme Zutaten verwenden oder Obst und Gemüse beim Entsaften kombinieren. Hier bietet sich ein Mischungsverhältnis von 30 Prozent Früchten und 70 Prozent Gemüse an. Experimentieren Sie ruhig ein wenig und schaffen Sie so neue Geschmackserlebnisse.

Je nach Art des Entsafters können Sie unter anderem diese Früchte entsaften:

  • Ananas
  • Äpfel
  • Beeren
  • Birnen
  • Kirschen
  • Melonen
  • Papayas
  • Pflaumen
  • Trauben
  • Zitrusfrüchte

Es gibt aber auch Obst, das sich nicht gut entsaften lässt. Oft liegt es an der Konsistenz oder dem fehlenden Wassergehalt. Dazu gehören zum Beispiel Avocados, Bananen, Feigen, Mangos oder Pfirsiche.

Und welches Gemüse eignet sich zum Entsaften? Zum Beispiel dieses:

  • Broccoli
  • Federkohl
  • Gurken
  • Kohlrabi
  • Kräuter
  • Peperoni
  • Randen
  • Rhabarber
  • Rüebli
  • Spinat
  • Stangensellerie
  • Süsskartoffeln
  • Tomaten
  • Weisskabis

Dabei ist zu beachten, dass beispielsweise Zentrifugal-Entsafter oft kein reines Blattgemüse wie Spinat verarbeiten können, Slow Juicer dagegen schon. Manchmal gelingt es aber, Blattgemüse zusammen mit hartem Gemüse zu entsaften.

Welche Vorbereitungen sind beim Entsaften nötig?

Bevor Sie mit dem Entsaften mit einem Fast oder Slow Juicer beginnen, sollten Sie Obst und Gemüse gründlich waschen. Entscheiden Sie dann, ob Sie nicht zu feste Schalen von unbehandelten Bio-Zutaten mitverarbeiten möchten. Zitrusfrüchte sollten Sie auf jeden Fall schälen, wenn Sie daraus Saft selbst machen möchten, weil dieser sonst möglicherweise bitter wird. Entfernen Sie ausserdem grössere und harte Kerne, Stiele und Frucht- oder Gemüseteile, die ungeniessbar sind. Zerkleinern Sie dann die Zutaten dann so, dass sie gut in die Einfüllöffnung Ihres Entsafters passen. Sind Sie fertig, sollten Sie den Entsafter zeitnah reinigen, um ein Antrocknen der Obst- und Gemüsereste zu vermeiden.

Wie lassen sich Früchte und Co. schonend entsaften?

Wenn Sie Zutaten möglichst schonend entsaften möchten, sollten Sie eine dafür geeignete Methode – etwa in Form eines bestimmten Entsaftungsgerätes – wählen. So arbeitet zum Beispiel der Slow Juicer mit einer schonenden Entsaftungstechnik, bei der Nährstoffe und Aroma besser erhalten bleiben. Verwenden Sie gekühlte Zutaten, können Sie die Temperatur beim Entsaften zusätzlich niedrig halten. Je nach Gerät fördert langsames und gleichmässigen Einfüllen eine optimale Verarbeitung der Zutaten.

Wohin mit dem Fruchtfleisch?

Hat der Entsafter das Fruchtfleisch aus dem Saft herausgefiltert, müssen Sie es nicht wegwerfen. Es gibt dafür nämlich vielerlei Verwendungsmöglichkeiten: So können Sie Trester unter anderem für Smoothies, Müslis, Chutneys, Glace oder zum Backen von Muffins, Kuchen oder Brot verwenden.

Wie lange ist frisch gepresster Saft haltbar?

Idealerweise sollten Sie Ihren Saft zu dem Zeitpunkt selbst machen, wenn Sie ihn geniessen möchten. Denn je frischer der Saft, desto mehr wertvolle Nährstoffe sind darin enthalten. Haben Sie eine grössere Menge Obst und Gemüse entsaftet, lässt sich der Saft in der Regel etwa einen Tag im Kühlschrank aufbewahren. Füllen Sie ihn dazu in ein luftdichtes Gefäss.

Beim Dampfentsafter hält sich der Saft durch die Hitze beim Entsaften ohnehin etwas länger. Möchten Sie anders gewonnenen Saft länger haltbar machen, können Sie ihn zum Beispiel in einem geeigneten Behälter einfrieren. Dabei bleiben die Nährstoffe recht gut erhalten. Sie können den Saft aber auch pasteurisieren, um Mikroorganismen abzutöten. Dazu sollten Sie ihn etwa 15 bis 20 Minuten auf 75 bis 90 Grad Celsius erhitzen und danach in sterile Flaschen abfüllen. So sollte der Saft etwa ein Jahr lang haltbar sein – er enthält dann aber auch weniger gesunde Nährstoffe.

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