Frische und gefrorene Beeren: So bleiben sie gut
Tipps zu Kauf, Aufbewahrung und Verwendung
Beeren schmecken frisch vom Strauch, im Dessert oder im Salat, sind aber leider nicht lange haltbar. Wir geben Tipps, worauf Sie beim Einkauf, beim Waschen und bei der Aufbewahrung achten sollten ‒ und was bei gefrorenen Beeren wichtig ist.
Frische und gefrorene Beeren kaufen: Wie zeigt sich Qualität?
Obwohl viele Beerensorten das ganze Jahr über erhältlich sind, sollten Sie Beeren am besten dann kaufen, wenn diese Saison haben. Entscheiden Sie sich für regionale Erzeuger, lassen sich lange Transportwege und Lagerzeiten vermeiden, was sich häufig positiv auf das Aroma und den Zustand des Obstes auswirkt. Frische Beeren sollten möglichst makellos sein, damit sie nicht so schnell schimmeln. Achten Sie also auf pralle, trockene Früchte ohne sichtbare Druckstellen. Da Saftspuren an der Verpackung ebenfalls ein Hinweis auf beschädigte Beeren sein können, sollten Sie diese lieber nicht kaufen. Weitere Qualitätskriterien sind satte Farben und ein angenehm fruchtiger Geruch. Obst aus biologischem Anbau weist zudem in der Regel weniger Pestizidrückstände auf.
Das gilt auch für gefrorene Beeren: Wählen Sie am besten Bio-Ware, idealerweise aus der Schweiz oder der Europäischen Union, da dort strenge Lebensmittelkontrollen gelten. Prüfen Sie ausserdem durch Schütteln der Packung, ob sich im Inneren Klumpen gebildet haben. Grössere Brocken oder viele Eiskristalle sind oft ein Anzeichen dafür, dass die Kühlkette unterbrochen wurde. Was Sie im Umgang mit Tiefkühlbeeren noch beachten sollten, erfahren Sie weiter unten.
Richtig lagern: Müssen Beeren in den Kühlschrank?
Viele Beerensorten sind recht empfindlich und verderben schnell. So sind beispielsweise Erdbeeren oder Himbeeren in der Regel nur wenige Tage haltbar, Heidelbeeren oder Stachelbeeren hingegen sind oft noch länger geniessbar.
Wenn Sie das gekaufte oder selbstgepflückte Obst nicht sofort verzehren möchten, sollten Sie Beeren trocken und kühl aufbewahren. Der Kühlschrank eignet sich dafür oft am besten. Wenn Sie die Beeren dort lagern, achten Sie darauf, dass die Früchte möglichst locker liegen und nicht gequetscht werden. Dazu kann es sinnvoll sein, die Beeren vorsichtig aus der Packung zu nehmen und auf einem Teller oder einer flachen Schale auszubreiten. Eine Unterlage aus Küchenpapier kann Feuchtigkeit entgegenwirken. Bereits beschädigte oder gar schimmelnde Exemplare sollten Sie aussortieren.
Erdbeeren und Co. waschen: Welche Methoden gibt es?
Da Feuchtigkeit ihre Haltbarkeit verkürzt, sollten Sie frische, nicht gefrorene Beeren erst kurz vor dem Verzehr oder der Zubereitung waschen. Vermeiden Sie es jedoch, die Früchte direkt unter einen starken Wasserstrahl zu halten, da der Druck meist die Oberfläche beschädigt. Besser ist es, das Beerenobst in einer Schüssel mit eher kaltem Wasser kurz vorsichtig zu säubern. Dabei sollten insbesondere Erd- oder Himbeeren nicht zu lange im Wasser liegen, da sie sich sonst vollsaugen und matschig werden. Tupfen Sie die Beeren danach behutsam mit etwas Küchenpapier ab.
Viele Menschen greifen beim Säubern von Obst zu Essig oder Natron. In kleiner Menge mit Wasser vermischt, sollen diese Zusätze helfen, Schmutz und Pestizidrückstände zu lösen. Studien zeigen beispielsweise, dass Natronlösung bei manchen Obstsorten wie Äpfeln Rückstände reduzieren kann. Bei Beeren ist der Effekt jedoch begrenzt, da ihre Oberfläche schnell Wasser aufnimmt. Nötig sind solche Bäder also in der Regel nicht – schaden können sie bei kurzer Einwirkzeit von wenigen Minuten aber wohl auch nicht.
Gefrorene Beeren: Worauf gilt es zu achten?
Tiefkühlbeeren sind an sich eine gute Alternative zu frischen Beeren und enthalten durch das erntefrische Schockfrosten oft sogar mehr wertvolle Nährstoffe. Allerdings sind sie auch ein wenig in die Kritik geraten, da es in den letzten Jahren einige Fälle gab, in denen die Früchte mit Noroviren oder Hepatitis-A-Viren belastet waren. Diese Krankheitserreger überleben auch frostige Temperaturen und lassen sich durch einfaches Waschen nicht entfernen. Experten raten daher vor allem schwangeren, sehr jungen oder älteren sowie immungeschwächten Menschen davon ab, Tiefkühlbeeren roh zu essen. Stattdessen sollte man gefrorene Beeren aus dem Handel vor dem Verzehr sicherheitshalber einige Minuten auf mindestens 90 Grad erhitzen.
Das empfiehlt sich aus Hygienegründen oft auch bei selbst eingefrorenen Früchten. Damit Beeren beim Einfrieren keine Klumpen bilden, sollten Sie diese nach dem Waschen trockentupfen und danach auf einem Backblech oder Tablett so weit auseinander legen, dass sie nicht zusammenkleben. Frieren Sie sie dann für einige Stunden vor – danach können Sie die einzelnen gefrorenen Beeren in Gefrierdosen oder ‑beutel umfüllen und richtig einfrieren. Dann sind sie etwa sechs bis zwölf Monate haltbar. Damit die Früchte weniger an Struktur verlieren, können Sie sie langsam im Kühlschrank (https://www.consumo.ch/news-essen-trinken/so-bringen-sie-ordnung-in-ihren-kuehlschrank-4305) auftauen lassen.
Sommersalat mit Beeren: ein einfaches Rezept
Beeren machen sich nicht nur gut in Süssspeisen, sondern können auch herzhaften Gerichten eine frische, spannende Note verleihen. Ein Beispiel ist dieser feine Sommersalat:
Zutaten:
- 1 Kopf Endiviensalat
- 250 g gemischte Beeren
- 250 g Trauben
- 100 g Baumnüsse
- 150 g Feta
- 100 g Bacon
- 3 EL Olivenöl
- 2 EL Balsamico-Essig
- 1 TL Honig
- Salz und Pfeffer
Zubereitung:
- Öl, Essig und Honig zu einem Dressing vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Salat waschen, abtrocknen und in Stücke zupfen.
- Früchte waschen, Trauben halbieren und mit den Beeren zum Salat in die Schüssel geben.
- Nüsse grob hacken und den Feta zerbröseln. Bacon knusprig braten, abkühlen lassen und ebenfalls zerbröseln. Alles über den Salat streuen.
- Alle Salatzutaten gut mit dem Dressing vermengen ‒ fertig!