Frisch oder doch lieber tiefgefkühlt?

Welche Produkte wann die bessere Wahl sind

Tiefkühlprodukte sind häufig besser als ihr Ruf und können mit Blick auf Nährstoffe oder Haltbarkeit sogar Vorteile bieten. Worauf Sie beim Einkauf achten sollten und wann frische oder tiefgekühlte Lebensmittel die bessere Wahl sind.

Foto: Getty Images

Beim Einkaufen stehen Verbraucher regelmässig vor der Frage: Soll es frisch sein oder darf es auch aus dem Tiefkühler kommen? Denn viele Menschen verbinden frische Lebensmittel automatisch mit besserer Qualität und mehr Nährstoffen. Aber so einfach ist die Antwort gar nicht. Ob ein Produkt tatsächlich die bessere Wahl ist, hängt nämlich von verschiedenen Faktoren ab: Wann wurde es geerntet? Wie weit musste es transportiert werden? Wie lange wurde es gelagert? Und wie wird es später zubereitet?

Frisch ist nicht immer frischer

Frische Lebensmittel können besonders hochwertig sein, vorausgesetzt, sie stammen aus der Region, haben Saison und werden rasch verarbeitet. Aber wir wissen auch: Nicht jedes frische Produkt kommt direkt vom Feld auf den Teller. Viele Obst- und Gemüsesorten haben bereits lange Wege hinter sich oder wurden mehrere Tage gelagert, bevor sie bei uns im Laden landen. In dieser Zeit können empfindliche Vitamine schrittweise abgebaut werden. Gerade bei importierten Beeren, Salaten oder Gemüse bedeutet «frisch» deshalb nicht automatisch, dass die Ware auch maximal nährstoffreich ist. Wer möglichst hochwertige Frischware kaufen möchte, setzt deshalb am besten auf saisonale und regionale Produkte.

Früchte und Flocken in einer Schale
Foto: Getty Images

Wann Tiefkühlprodukte im Vorteil sind

Gemüse, Früchte oder Kräuter werden meist kurz nach der Ernte verarbeitet und schockgefrostet. Durch das schnelle Einfrieren bleiben viele Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Bei einigen Produkten kann der Nährstoffgehalt deshalb sogar höher sein als bei frischer Ware, die bereits mehrere Tage gelagert wurde. Der Verband Schweizer Gemüseproduzenten wirbt beispielsweise damit, dass sein Tiefkühl- und Dosengemüse nachhaltig angebaut ist, kurze Transportwege hat und innerhalb von 24 Stunden verarbeitet wird.

Ein grosser Vorteil von Tiefkühlprodukten liegt vor allem darin, dass sie lange haltbar sind. Während frisches Gemüse oder Beeren innerhalb weniger Tage verarbeitet werden sollten, bleiben tiefgekühlte Lebensmittel oft mehrere Monate geniessbar. Ausserdem lassen sich viele Sorten gut portionieren: Wer beispielsweise nur für ein oder zwei Personen kocht, braucht vielleicht keinen ganzen Kopf Brokkoli. Bei Tiefkühlware lassen sich auch kleinere Mengen entnehmen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.

Nachhaltigkeit: Frisch ist nicht automatisch klimafreundlicher

Viele Verbraucher gehen davon aus, dass frische Lebensmittel grundsätzlich nachhaltiger sind. Doch auch hier lohnt sich ein genauer Blick. Regionale und saisonale Produkte schneiden meist besonders gut ab. Werden Früchte oder Gemüse jedoch über weite Strecken transportiert oder ausserhalb der Saison in beheizten Gewächshäusern angebaut, kann die Umweltbilanz deutlich schlechter ausfallen. Tiefkühlprodukte benötigen zwar Energie für Verarbeitung und Lagerung. Gleichzeitig helfen sie jedoch, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Dadurch relativiert sich der zusätzliche Energieaufwand in vielen Fällen.

Was man besser nicht einfrieren sollte

Trotz vieler Vorteile gibt es Lebensmittel, bei denen frische Ware doch die Nase vorn hat: Beispielsweise verlieren Salate, Gurken oder Tomaten durch das Einfrieren einen Teil ihrer festen Struktur. Nach dem Auftauen wirken sie oft weich oder wässrig. Auch Äpfel und andere Früchte, die vor allem wegen ihrer knackigen Konsistenz gerne gegessen werden, eignen sich nicht gut für die Tiefkühlung. Wir verraten Ihnen bei Consumo auch, wie Sie Lebensmittel richtig einfrieren.

Dies könnte Sie auch interessieren

Tipps zum Einfrieren und Auftauen

Das sollten Sie bei TK-Lebensmittel beachten

Ob Gemüse, Obst oder vorgekochte Mahlzeiten – tiefgefrorene Lebensmittel sind im Alltag oft besonders praktisch. Damit sie nicht an Qualität oder Geschmack verlieren, kommt es aber auf die richtige Vorbereitung, Lagerung und das Auftauen an.

Cocktails selbermachen

Ohne Aufwand viel erreichen

Frische Cocktails können Sie einfach selber machen. Denn für ein gutes Cocktail-Rezept braucht es weder eine aufwändige Barausstattung noch exotische Zutaten. Diese vier Tipps helfen Ihnen bei der Zubereitung und Dekoration.