Dinkel, Emmer & Co.
Warum alte Getreidesorten wieder im Trend liegen
Keine Lust mehr auf Weizen? Dann könnten Dinkel, Emmer, Einkorn oder Kamut Abwechslung in Ihre Küche bringen. Wir haben uns mal angeschaut, worin sich diese traditionellen Getreidesorten eigentlich unterscheiden und wofür sie sich besonders eignen.
Sie möchten beim Backen und Kochen mehr Abwechslung auf den Teller bringen? Dann lohnt vielleicht ein Blick auf alte Getreidesorten. Dinkel, Emmer, Einkorn, Kamut oder Waldstaudenroggen gewinnen auch in der Schweiz zunehmend wieder an Bedeutung – und das aus gutem Grund. Viele Menschen schätzen die alten Getreidesorten, weil sie neuen Geschmack in die Küche bringen und sich vielseitig einsetzen lassen. Aber welche Sorte nimmt man eigentlich wofür?
So können Sie alte Getreidesorten einsetzen
- Dinkel zählt zu den ältesten Getreidearten und wird in der Schweiz seit vielen Jahrhunderten angebaut. Heute stammt Schweizer UrDinkel ausschliesslich von traditionellen und nicht gekreuzten Sorten. Dank seiner guten Backeigenschaften eignet er sich für Brot, Zopf, Gebäck oder Teigwaren. In vielen Rezepten lässt sich Weizenmehl durch Dinkelmehl ersetzen.
- Emmer gehört wie Dinkel zu den Spelzgetreiden und ebenfalls zu den ältesten kultivierten Getreidearten. Sein würzig-aromatischer Geschmack kommt besonders in Spezialbroten, Teigwaren und herzhaften Gerichten zur Geltung. Da sein Klebereiweiss weniger backstark ist, wird Emmermehl häufig mit anderen Mehlsorten gemischt.
- Einkorn gilt als eine der ersten vom Menschen angebauten Getreidearten. Sein feines Aroma passt gut zu Brot, Gebäck, Müesli oder Pancakes. Da Einkorn heute nur noch in kleinen Mengen angebaut wird, findet man es meist als Spezialität im Bio- oder Fachhandel.
- Kamut ist der Markenname für Khorasan-Weizen. Seine grossen Körner eignen sich für Pasta, Salate oder als Beilage und behalten auch nach dem Kochen einen angenehmen Biss. Auch Brot und andere Backwaren lassen sich daraus herstellen.
- Waldstaudenroggen ist eine alte, robuste Roggensorte, die heute wieder vermehrt angebaut wird. Sein kräftiger Geschmack passt ideal zu Sauerteigbrot und anderen herzhaften Backwaren. Gleichzeitig trägt sein Anbau dazu bei, die Vielfalt traditioneller Getreidesorten zu erhalten.
Alte Getreidesorten sind eine Bereicherung für Ihren Speiseplan
Traditionelle Getreidesorten lassen sich recht unkompliziert in den Alltag integrieren. Wenn Sie beispielsweise gerne backen, können Sie Weizenmehl teilweise durch Dinkel-, Einkorn- oder Emmermehl ersetzen. Ganze Körner eignen sich wiederum gut als Beilage, für Salate oder Suppen. Flocken können Sie für Müesli oder Porridge nutzen.
Darauf sollten Sie beim Einkauf achten
Nicht jedes Produkt enthält ausschliesslich alte Getreidesorten. Schauen Sie unbedingt auf die Lebensmitteletikette. Sie kann Aufschluss darüber geben, wie hoch der Anteil tatsächlich ist und ob beispielsweise Dinkel oder Emmer den Hauptbestandteil ausmachen oder lediglich beigemischt wurden.
Wer möglichst naturbelassene Produkte bevorzugt, greift zu Vollkornvarianten oder ganzen Körnern. Diese enthalten alle Bestandteile des Korns und eignen sich sowohl zum Kochen als auch zum frischen Mahlen oder Schroten zu Hause.
Auch die Herkunft kann beim Einkauf eine wichtige Rolle spielen: Immer mehr Schweizer Landwirtschaftsbetriebe bauen alte Getreidesorten wieder an. Entsprechende Produkte sind unter anderem in Hofläden, Bio-Fachgeschäften sowie im Handel erhältlich. Wenn Sie auf regionale Erzeugnisse setzen, unterstützen Sie zudem kurze Transportwege und stärken die heimische Landwirtschaft.