Wie funktioniert Periodenunterwäsche?

Die Technologie hinter den praktischen Höschen

Menstruationsunterwäsche saugt Flüssigkeit auf, aber läuft nicht aus und soll unangenehmen Geruch vermeiden. Gleichzeitig fühlen sich die Perioden-Slips beim Tragen fast genauso an wie herkömmliche Unterwäsche. Wir erklären, wie das funktioniert.

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Schicht für Schicht

Die meisten Hersteller von Periodenunterwäsche setzen auf das „Schichtprinzip“. So bestehen die Höschen im Schritt aus mehreren Schichten, die die Flüssigkeit aufsaugen und speichern. Die Dicke der verschiedenen Lagen variiert je nach Saugstärke, beträgt aber meist nur ein bis zwei Millimeter. Viele Unternehmen, die Menstruationshöschen herstellen, achten dabei auf natürliche Materialien, wie zum Beispiel Baumwolle. Aber auch synthetische Fasern finden hier Verwendung. Diese haben allerdings den Nachteil, dass sie weniger atmungsaktiv als Naturfasern sind und beim Waschen Mikroplastik ins Wasser abgeben können.

Trocken, saugstark & auslaufsicher

Die oberste Sicht, die auch in Kontakt mit der Haut ist, leitet das Periodenblut schnell an den saugstarken Kern weiter und sorgt so für ein angenehmes Trockenheitsgefühl. Die zweite Schicht der Periodenunterwäsche absorbiert die Flüssigkeit und speichert sie damit sozusagen. Gleichzeitig soll diese Saugschicht bakterien- und geruchshemmend sein. Ganz aussen befindet sich eine Membran, die flüssigkeitsundurchlässig ist. Diese soll dafür sorgen, dass nichts ausläuft – solange man die empfohlene Tragedauer der Menstruations-Panties nicht überschreitet.

Nährboden für Bakterien?

Während der Menstruation scheidet der weibliche Körper nicht nur Blut aus, sondern auch Bakterien. Diese vermehren sich bekanntlich in warmer und feuchter Umgebung, was die Periodenunterwäsche natürlich zum potenziellen Bakterienparadies macht. Dadurch können unangenehme Gerüche entstehen und im schlimmsten Fall führen sie zu Krankheiten. Deshalb werden in Perioden-Panties verschiedene Technologien genutzt, die bakterienhemmend sind. Hier kommen häufig Biozide wie Silberchlorid oder Zinkpyrithion zum Einsatz, die nicht nur Bakterien und Co. abtöten, sondern auch im Hautkontakt Irritationen oder allergische Reaktionen hervorrufen können. Bislang ist noch nicht ausreichend erforscht, wie die Biozide die Bakterienflora im Intimbereich beeinflussen. Wer hier also kein Risiko eingehen möchte, wählt am besten Marken aus, die bei ihrer Periodenunterwäsche auf diese Stoffe verzichten und informiert sich vorab.

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