Sie haben schwere Beine?

Das können Sie dagegen tun

Fühlen sich Ihre Beine abends müde und schwer an? Leiden Sie manchmal unter geschwollenen Beinen? Diese Beschwerden sind verbreitet. Sie können von einer Überlastung gesunder Venen herrühren, deuten jedoch in manchen Fällen auf eine Venenerkrankung hin.

Frau in Highheels mit Gewichten an Fessel
Foto: Getty Images

Überbelastung oder Venenerkrankung?

Schwere Beine können entstehen, wenn gesunde Venen stark belastet werden. Verbringen wir zum Beispiel viel Zeit stehend oder sitzend, werden die Beinmuskeln kaum beansprucht, was zu einer Stauung des Blutes führen kann. Sommerlich-warme Temperaturen begünstigen zudem das Anschwellen der Beine. Die Symptome können jedoch auch auf eine Venenschwäche hindeuten.

So entsteht eine Venenschwäche

In gesunden Venen verhindern Venenklappen den Rückfluss von Blut. Schliessen diese Klappen nicht richtig, kann das Blut nicht genügend zurück zum Herzen gepumpt werden, sondern staut sich in den Beinen. Dadurch erhöht sich der Druck, die Venen erweitern sich, Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus, die Beine schwellen an.

Veranlagung und Lebensstil als Ursache

Neben einer genetischen Veranlagung kann auch der Lebensstil eine Venenschwäche begünstigen. Folgende Faktoren wirken sich negativ aus: wenig Bewegung, sitzende oder stehende Tätigkeiten, Übergewicht, Alkoholkonsum und Rauchen. Auch enge Kleidung und hohe Absätze können die Blutzirkulation in den Beinen behindern, wodurch die Venen übermässig strapaziert werden.

Nehmen Sie geschwollene Beine ernst

Wird eine Venenschwäche nicht behandelt, schreiten die Veränderungen fort und können langfristig zu gravierenden Problemen führen. Leiden Sie jeden Abend unter geschwollenen, müden Beinen und Schmerzen? Zeigen sich bei Ihnen sichtbare Symptome wie Besenreiser oder Krampfadern? Jucken und kribbeln Ihre Beine immer wieder? Dann nehmen Sie die Symptome ernst und lassen Sie sich von einem Arzt untersuchen. Es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten, die ein unkontrolliertes Fortschreiten der Erkrankung verhindern.

Geschwollener Fuss in Espadrilles
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Venenschwäche und Krampfadern

Krampfadern sind dauerhaft erweiterte Venenabschnitte, die als geschlängelte, knotige Blutgefässe unter der Haut hervortreten. Erkennen Sie Krampfadern bei sich, lohnt sich ein Arztbesuch auf jeden Fall.

Eine schwächere Form davon sind die sogenannten Besenreiser. Das sind kleine Blutgefässe, die als rötlich-blaue Linien auf der Haut erkennbar sind und sich meist netzartig oder fächerförmig verzweigen. Sie verursachen in der Regel keine gesundheitlichen Beschwerden, können in seltenen Fällen jedoch ein Anzeichen für eine Erkrankung tiefer gelegener Venen sein. Ein Arztbesuch ist deshalb dennoch zu empfehlen.

Ein Venenleiden kann sich durch Besenreiser oder Krampfadern äussern. Es ist jedoch auch möglich, dass es äusserlich nicht sichtbar ist.

So lindern Sie die Beschwerden

Sie möchten dem Fortschreiten des Venenleidens und neuen Krampfadern vorbeugen? Mit den folgenden Massnahmen können Sie die Behandlung schwerer, müder Beine unterstützen:

  • Trinken Sie pro Tag mindestens zwei Liter, am besten Wasser, verdünnten Fruchtsaft oder ungesüssten Tee.
  • Bewegen Sie sich regelmässig: Mit sportlicher Betätigung erzielen Sie gleich zwei positive Effekte. Erstens aktiviert Bewegung die Beinmuskelpumpe und lässt das Blut zirkulieren. Zweitens kräftigen Sie beim Sport Ihre Beinmuskeln und entlasten dadurch die Beinvenen. Nordic Walking, Wandern, Tanzen und Schwimmen trainieren die Waden und eignen sich besonders.
  • Verzichten Sie auf hohe Absätze.
  • Machen Sie gezielt Übungen: Bei der sogenannten Venengymnastik aktivieren Sie die Muskelpumpen der Beine. Hier zeigen wir hilfreiche Übungen
  • Lindern Sie die Symptome mit Wechselduschen und Kaltwasser-Anwendungen: Bei Kälte ziehen sich die Venen zusammen, wodurch ihre Elastizität gefördert wird. Beispiele finden Sie hier.
  • Lagern Sie Ihre Beine regelmässig für kurze Zeit hoch, um Ihre Venen zu entlasten und geschwollenen Beinen zuvorzukommen.
  • Meiden Sie heisse Temperaturen: Die Venen dehnen sich bei hohen Temperaturen aus und der Druck auf die Venenwände nimmt zu. Saunabesuche und ausgedehntes Sonnenbaden können die Symptome verstärken und sind für Personen mit einem Venenleiden nicht zu empfehlen.
Frau schnürt die Turnschuhe
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Nützliche Venengymnastik-Übungen gegen schwere Beine finden Sie hier.

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