Von Aprikosenkern bis Schwarzkümmel
Beauty-Geheimtipps mit grosser Wirkung
Wer seine Haut- und Haarpflege natürlich gestalten will, findet in pflanzlichen Ölen wertvolle Helfer. Neben den Klassikern gibt es jedoch viele weniger bekannte Sorten, die erstaunlich vielseitig sind und oft unterschätzt werden.
Natürliche Pflegeöle sind heute aus vielen Beauty-Routinen nicht mehr wegzudenken. Während Argan-, Kokos- oder Jojobaöl längst zu den bekanntesten gehören, gibt es eine ganze Reihe weiterer Pflanzenöle, die ebenfalls grosses Potenzial haben, gerade für empfindliche oder anspruchsvolle Haut. Wer offen ist für Neues, kann mit diesen Geheimtipps der Naturkosmetik tolle Ergebnisse erzielen.
Nachtkerzenöl für sensible Haut
Dieses gelbliche Öl ist reich an Linolsäure und Gamma-Linolensäure, essenzielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Nachtkerzenöl wird vor allem bei sehr trockener, schuppiger oder zu Neurodermitis neigender Haut eingesetzt. Es hilft, die natürliche Hautbarriere zu stärken und Juckreiz zu lindern – sanft und ohne zu fetten. Ideal auch für trockene Hände. Nachtkerzenöl wird aus den Samen der Nachtkerze gewonnen, die ursprünglich als Heilpflanze in Nordamerika genutzt wurde. Erst im 17. Jahrhundert kam sie als Zierpflanze nach Europa.
Traubenkernöl – leicht, aber stark
Traubenkernöl ist eigentlich ein Paradebeispiel für nachhaltige Kosmetik – es kann aus den Kernen gewonnen werden, die beim Pressen der Trauben für die Weinherstellung übrigbleiben. Es zählt zu einem der teuersten Speiseöle. Aber auch in der Beauty-Routine ist Traubenkernöl ein echter Tipp: Es punktet mit vielen Antioxidantien und einem hohen Gehalt an Linolsäure. Das Öl zieht schnell ein, macht die Haut weich und geschmeidig. Dadurch ist es ideal für reife oder fettige Hauttypen.
Aprikosenkernöl – zart, pflegend, feinduftend
Das Aprikosenkernöl wird aus den Kernen der Aprikose gepresst und überzeugt mit einem dezenten, angenehmen Duft und einer sehr milden Pflegewirkung. Da es nur schwach fettet, passt eigentlich zu jedem Hauttyp und eignet sich vor allem für die Gesichtspflege. Ein weiterer Vorteil: Es unterstützt den Feuchtigkeitshaushalt der Haut und schützt sie so vor dem Austrocknen.
Schwarzkümmelöl – würzig und wirkungsvoll
Wegen seines hohen Anteils an Thymochinon wird dem Schwarzkümmelöl eine antibakterielle, entzündungshemmende und antioxidative Wirkung nachgesagt. Besonders bewährt hat es sich bei Hautunreinheiten, Neurodermitis oder gereizter Kopfhaut. Bei regelmässiger Anwendung kann auch Hautveränderungen und vorzeitiger Hautalterung vorgebeugt werden. Auch innerlich wird Schwarzkümmelöl gerne genutzt. Ihm wird aufgrund seiner Inhaltsstoffe beispielsweise eine Unterstützung des Immunsystems zugeschrieben.