Verkehrssicherheit dank Velohelm, Kindersitz & Co.

Gut geschützt mit dem richtigen Zubehör

Nicht nur das Verhalten, sondern auch das geeignete Zubehör schützt Sie im Strassenverkehr. Ob Sie alleine oder mit Kindern unterwegs sind, im Auto, mit dem Velo oder zu Fuss – diese Tipps klären auf und bieten eine Entscheidungshilfe.

Mädchen auf dem Skateboard
Foto: Getty Images

So finden Sie den passenden Velohelm

Bevor Sie einen neuen Velohelm kaufen, sollten Sie sichergehen, dass er mit dem Prüfsiegel EN 1078 gekennzeichnet ist. In der Regel ist dies auf einem Sticker im Helm ersichtlich, ansonsten auf der Verpackung oder der Website des Herstellers.

In-Mold-Helme, an welchen die äussere Schale mit dem inneren Schaumstoff verschweisst ist, bieten besonders guten Schutz. 

So muss der Velohelm sitzen

Der Helm darf nicht drücken, aber auch nicht wackeln. Er sollte zwei Fingerbreit über der Nasenwurzel enden. Die Riemen müssen ein Dreieck um das Ohr bilden, satt sitzen und straff angezogen sein. Am Kinnband sollte noch genügend Platz für einen Finger sein.

Übrigens: Nach einem Sturz sollte der Velohelm nicht mehr benutzt werden, da er auch unsichtbare Schäden erleiden kann. Hersteller empfehlen zudem, Velohelme alle drei bis fünf Jahre zu ersetzen, da das Material mit der Zeit altert. 

Vater zieht seiner Tochter einen Velohelm an.
Foto: Getty Images

Wie Fussgänger sich sichtbar machen

Fussgänger sind die verletzlichsten Teilnehmer im Strassenverkehr. Doch gerade in der Nacht und in der Dämmerung fallen Fussgänger oft nicht stark genug auf und beeinträchtigen so ihre Verkehrssicherheit. Die Kleidung bestimmt, ob man gesehen wird – oder eben nicht:

In dunkler Kleidung werden Sie von Fahrzeugen in der Nacht aus 25 Metern Distanz erkannt, in heller Kleidung aus 40 Metern und mit reflektierender Kleidung aus 140 Metern.

Gerade Kinder sollten darum für den Schulweg helle, reflektierende Aussenbekleidung tragen. Beachten Sie auch, dass ihr Sichtfeld durch Schirme oder zu grosse Kapuzen nicht zu stark eingeschränkt wird. 

Aber auch wer abends gerne joggen geht, sollte sich bewusst kleiden. Viele Sportkleider enthalten bereits reflektierendes Material. Alternativ können Sie Streifen eines Reflektorbands an Ihrer Kleidung befestigen oder Neon-Armbänder benutzen.

Leuchtende Neonarmbänder
Foto: Gettyimages

Was einen guten Kindersitz ausmacht

In der Schweiz brauchen alle Kinder bis 12 Jahre oder bis 150 cm Grösse eine «Rückhaltevorrichtung» im Auto. Dazu gehören Babyschalen, Sitzerhöher und Kindersitze.

Kindersitze und Sitzerhöher im Vergleich
Sitzerhöher sind kleiner und günstiger als Kindersitze, bieten aber dank der fehlenden Rückenstütze einen weniger umfassenden Schutz. Für einen ungeplanten Kinderbesuch reicht ein Sitzerhöher. Für regelmässige Fahrten im Auto sollten Sie in einen stabilen Kindersitz investieren.

Kaufen Sie nur Kindersitze, die mit der Etikette der Bezeichnung ECE R44.04 resp. R129 versehen sind. Der Sitz muss auf Gewicht und Grösse des Kindes abgestimmt sein. Testen Sie den Kindersitz in Ihrem eigenen Auto und überprüfen Sie, ob der Sitz sich stabil befestigen lässt und beim Fahren nicht wackelt. Ein leicht entfernbarer Überzug vereinfacht die Reinigung.

Übrigens: Nach einem Unfall raten Hersteller, den Kindersitz zu ersetzen.

Kind im Kindersitz im Auto
Foto: Getty Images

Das braucht ein sicherer Veloanhänger

Zum Transport von Kindern sind Veloanhänger in der Regel sicherer als am Velo befestigte Kindersitze, da sie bei einem Sturz nur in seltenen Fällen umkippen. Sie sind jedoch teurer und auf der Strasse etwas schwerer zu manövrieren.

Bei der Auswahl eines Veloanhängers sollten Sie darauf achten, dass Hosenträgergurte vorhanden sind, die Kinder nicht selbst aufmachen können.

Die Anhängerkupplung sollte zusätzlich gesichert werden können, damit der Anhänger im Falle eines Sturzes nicht umkippt. Ein stabiler Rahmen schützt das Kind bei einem Aufprall und eine hochwertige Federung bremst Stösse ab. Der Anhänger sollte auch in der Dämmerung und Nacht gut sichtbar sein – beispielsweise mit Reflektoren und einem Wimpel.

Tipp: Machen Sie eine Probefahrt mit dem Anhänger. Gewöhnen Sie sich an das neue Fahrgefühl und testen Sie die Kraft Ihrer Bremsen mit dem zusätzlichen Gewicht des Anhängers.

Haben Sie für Ihre nächsten Familienferien eine Reise mit dem Auto geplant? Dann hilft Ihnen unsere Sicherheits-Checkliste – von der Planung der Reise bis zur Ab- und Durchfahrt.

Kind im Veloanhänger
Foto: Getty Images
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