Gemüse länger haltbar machen

Mit diesen Tipps und Tricks klappt es

Gemüse länger frisch zu halten, bringt viele Vorteile: Sie reduzieren die Lebensmittelverschwendung und freuen sich länger über eine abwechslungsreiche Küche. Consumo verrät Ihnen, wie Sie Gemüse am besten lagern, einfrieren und einlegen.

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Wie lange Ihr Gemüse haltbar ist, hängt besonders davon ab, wie Sie es lagern und weiterverwerten. Die guten Nachrichten: Auch wenn Sie Ihr Gemüse am liebsten saisonal auf dem Markt oder direkt beim Bauern kaufen, müssen Sie nicht alles sofort verzehren.

1. Gemüse richtig aufbewahren

Sind Sie auch dem Irrtum unterlegen, dass Gemüse sich im Kühlschrank länger hält? Einige Sorten bleiben länger frisch, wenn Sie sie ausserhalb des Kühlschranks lagern. Tomaten zum Beispiel mögen es lieber wärmer, sie reifen bei Zimmertemperatur nach und die Haut wird nicht so schnell faltig. Gurken verderben bei zu kühlen Temperaturen schnell, deshalb gilt auch hier: Besser nicht in den Kühlschrank. Ebenfalls nicht in den Kühlschrank, sondern besser in den dunklen, kühlen Keller sollten Sie Kartoffeln verfrachten. Das Gemüsefach Ihres Kühlschranks muss aber nicht leer bleiben: Staudensellerie hält sich in ein feuchtes Tuch eingewickelt im Kühlschrank bis zu einer Woche. Ganze ein bis zwei Wochen halten sich Rüebli. Hier gilt: Das Grün nach dem Kauf entfernen – es entzieht dem Gemüse Feuchtigkeit, sodass es schneller schrumpelt.

2. Einfrieren ohne Nährstoffe zu verlieren

Saisonal kaufen – später geniessen! Das geht ganz einfach, wenn Sie ein paar wenige Dinge beachten. Vermeiden Sie es, sehr wasserhaltige Gemüsesorten wie Gurken, Radieschen oder Zwiebeln einzufrieren. Sie vertragen die frostigen Temperaturen nicht so gut und können beim Auftauen schnell matschig werden. Die meisten anderen Sorten können jedoch ohne Bedenken ins Gefrierfach. Hier stellt sich lediglich die Frage, ob Sie das Gemüse vorher blanchieren oder roh einfrieren. Roh einfrieren geht mit Kürbis, Spargel und Zucchini gut. Blanchieren hat jedoch den grossen Vorteil, dass durch das Erhitzen Enzyme im Gemüse deaktiviert werden, wodurch viele Nährstoffe erhalten bleiben. Nach dem kurzen Erhitzen sollten Sie das Gemüse übrigens am besten sofort in Eiswasser tauchen, um den Garvorgang zu stoppen – so behält das Gemüse seine schöne Farbe. Zum Einfrieren mit vorherigem Blanchieren eignen sich besonders Brokkoli, grüne Bohnen und Erbsen.

3. Einlegen leicht gemacht

Sie haben Blumenkohl, Brokkoli oder Paprika übrig und wissen nicht, wohin damit? Versuchen Sie doch mal, Ihr Gemüse in Essig einzulegen. Achten Sie dabei darauf, dass die Einmachgläser gut ausgekocht und anschliessend sorgfältig abgetrocknet wurden. Danach kommt Ihr Lieblingsgemüse schichtweise ins Glas. Zu jeder Schicht können Sie Gewürze und Kräuter nach Belieben hinzugeben, zum Beispiel Knoblauch oder Pfefferkörner, Thymian und Rosmarin. Aufgefüllt werden die Gläser dann mit einer Lösung aus Essig, Wasser, Zucker und Salz. Das Verhältnis von Essig und Wasser bestimmen Sie selbst, üblich ist ein Mischverhältnis von zwei Teilen Wasser und einem Teil Essig. Wenn Sie Ihr eingelegtes Gemüse kühl und dunkel lagern, hält es sich mehrere Wochen.

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